Samstag, 01.10.2016

Tischtennis-Weltcup: Dimitrij Ovtcharov trifft womöglich auf Bastian Steger

Ovtcharov droht deutsches Viertelfinal-Duell

Dimitrij Ovtcharov muss beim Weltcup-Heimspiel in Saarbrücken im Achtelfinale am Sonntag nicht den Alleinunterhalter geben: Der frühere EM-Dritte Bastian Steger steht beim drittwichtigsten Wettbewerb nach Olympia- und WM-Turnieren nach zwei souveränen Vorrundensiegen neben Deutschlands gesetztem Spitzenspieler ebenfalls in der Runde der besten 16.

Ovtcharov, für den Bronze 2013 und 2015 die bislang besten Weltcup-Ergebnisse sind, bestreitet beim 150.000-Dollar-Event sein Auftaktmatch zu Beginn der K.o.-Runde gegen den schwedischen Top-30-Spieler Kristian Karlsson vom deutschen Meister Borussia Düsseldorf.

Die nächste Hürde für Debütant Steger, der sich in der Vorrunde bei seinen 4:0-Siegen gegen den bestenfalls zweitklassigen Australier David Powell und Südamerika-Champion Hugo Calderano (Brasilien) keine Blöße gab, ist der Franzose Simon Gauzy.

Sollten sowohl Ovtcharov als Nummer drei der Setzliste als auch Steger ins Viertelfinale einziehen, müssen die beiden Nationalspieler im direkten Duell einen Platz in der Vorschlussrunde ausspielen.

Timo Boll nicht qualifiziert

Erst auf den Sieger würde bei erwartungsgemäßem Turnierverlauf der topgesetzte Weltranglistenzweite und Vorjahresfinalist Fan Zhendong im Semifinale warten.

In Abwesenheit von Titelverteidiger, Olympiasieger und Weltmeister Ma Long (China) sowie von Rekordeuropameister Timo Boll (Düsseldorf), der sich nicht qualifiziert hatte, stand am Eröffnungstag Steger im Fokus des Interesses.

Der 35-Jährige, in Rio mit Ovtcharov und Boll Olympia-Dritter mit der Mannschaft, nahm beim entscheidenden Sieg gegen den Ochsenhausener Bundesliga-Spieler Calderano erfolgreich Revanche für seine 0:3-Ligapleite zwei Wochen zuvor.

"Das war ein perfektes Spiel"

"Das war ein perfektes Spiel, besser hätte es nicht laufen können", meinte der ehemalige Saarbrücker Bundesliga-Profi zu seiner Leistung an ehemaliger Wirkungsstätte. Auch Bundestrainer Jörg Roßkopf bescheinigte dem Routinier einen zufriedenstellenden Auftritt: "Bastian ist völlig verdient als Gruppensieger weitergekommen."

Neben Ovtcharovs oder Stegers möglichem Halbfinalgegner Fan rechnet sich in der anderen Tableauhälfte der Weltranglistendritte und frühere Weltcupsieger Xu Xin als zweiter Team-Weltmeister aus dem Reich der Mitte Chancen auf die Nachfolge von "Dominator" Ma aus. Ein Titelgewinn für Fan oder Xu in Saarbrücken würde den siebten Weltcup-Sieg eines Chinesen nacheinander bedeuten.

Nicht noch einmal als Favoritenschreck konnte sich unterdessen der Nigerianer Quadri Aruna entpuppen. Bolls Achtelfinalbezwinger bei den Olympischen Spielen in Rio, der vor zwei Jahren beim Eliteturnier bis ins Viertelfinale gekommen war, blieb in seinen beiden Vorrundenspielen sieglos und schied damit aus.


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