Mittwoch, 16.11.2016

Tennis: ATP World Tour Finals - Tag 4

Murray vor Halbfinale - Stan wahrt Chance

Andy Murray hat sich in Gruppe John McEnroe nach großem Kampf seinen zweiten Sieg geholt. Der Brite bezwang den Japaner Kei Nishikori in drei Sätzen. Der Weltranglistenerste steht damit kurz vor dem Halbfinal-Einzug. Im Abend-Duell bezwang Stan Wawrinka den weiterhin sieglosen Marin Cilic in zwei Tie-Breaks.

Gruppe John McEnroe

Andy Murray (GBR/1) - Kei Nishikori (JPN/5) 6:7 (9:11), 6:4, 6:4

Nishikori stellte seinen Gegenüber über die kompletten drei Sätze vor große Schwierigkeiten. Der Fünfte der ATP-Weltrangliste überzeugte mit einer guten Länge in seinen Bällen und federte die dominante Spielweise Murrays mit schnellen Schritten ab.

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"Es war ein hartes Match, Kei hat mich viel laufen lassen", sagte Murray nach dem Match: "Genau für solche Spiele arbeiten wir alle. Ich hoffe, dass die Saison nun noch drei Tage länger dauert."

Der Favorit brachte zwar schon im ersten Satz vier Asse durch, sein Service zeichnete sich allerdings nicht durch die gewohnte Souveränität aus. Auch weil sein 26-jähriger Widersacher einen guten Mittelweg zwischen Longline, Cross-Angriffen und Stopps fand. Er nutzte die Breite des Platzes perfekt aus.

Beide suchten hin und wieder auch den Weg ans Netz, einzig die volle Konzentration schien oftmals zu fehlen. So war das Match zwar hochklassig, aber ebenso geprägt von ausgelassenen Chancen. Die zunehmende Spieldauer trug ihren Teil dazu bei. Inmitten des dritten Satzes war die Grenze von drei Stunden bereits überschritten. Mit 3:20 Stunden Dauer war es das längste Drei-Satz-Match der Geschichte des ATP-Saisonfinales.

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Im entscheidenden Satz leistete sich Nishikori immer mehr Nachlässigkeiten. Zu oft landete der Filzball im Netz. 22:8 Unforced Errors im dritten Satz machten letzten Endes den Unterschied aus. Murray gab zudem - auch dank seiner Aufschläge (insgesamt 8 Asse) - weniger Aufschlagspiele ab. Am Ende standen vier Breaks auf dem Konto des Briten, während sich der Japaner nur zwei sichern konnte.

Stan Wawrinka (SUI/3) - Marin Cilic (CRO/8) 7:6 (7:3), 7:6 (7:3)

Der Weltranglistendritte hatte die Partie zwar meist im Griff, brachte seinen Gegenüber aber immer wieder durch eigene Fehler ins Spiel zurück. Cilic schien nur darauf zu warten und agierte ruhig von der Grundlinie.

Erst im zweiten Satz ging der Kroate mehr Risiko ein, was sich letztendlich jedoch zu sehr durch Ungenauigkeiten im Rückhandspiel bemerkbar machte. In Drucksituationen bewies die Nummer sieben der Welt stets seine Klasse und ließ sich nicht abschütteln.

Der 28-Jährige konnte sich über die gesamte Partie auf dessen Unforced Errors verlassen - am Ende waren es 31. Zudem hielt sich Cilic mit sieben Assen im zweiten Satz im Rennen. Dennoch reichte es nach zwei Tie-Breaks nicht für einen Sieg gegen Wawrinka. Für beide jedoch wird das Weiterkommen ein schwieriges Unterfangen.

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