Summerer neuer World-Team-Cup-Kapitän

Florian Mayer bootet Kapitän Kühnen aus

SID
Freitag, 20.04.2012 | 14:33 Uhr
Florian Mayer hat Patrick Kühnen als Kapitän beim World Team Cup in Düsseldorf ausgebootet
© Getty
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Florian Mayer hat seinen persönlichen Coach Tobias Summerer zum Kapitän des deutschen Teams beim World Team Cup in Düsseldorf (20. bis 26. Mai) berufen und damit Davis-Cup-Kapitän Patrik Kühnen ausgebootet.

Am Montag rief Florian Mayer bei Patrik Kühnen an und teilte ihm das bislang Undenkbare mit. Erstmals in der Geschichte des World Team Cups in Düsseldorf (20. bis 26. Mai) wird nicht der Davis-Cup-Kapitän als Verantwortlicher die deutsche Mannschaft betreuen, sondern der Privattrainer des Spitzenspielers.

Mayer wagte den Tabubruch und verpflichtete seinen eigenen Trainer Tobias Summerer als Coach für die Tennis-Mannschaftsweltmeisterschaft im Rochusclub.

Nummer eins beruft den Teamcoach

Das entspricht absolut den Regularien. Der Nummer eins des jeweiligen Teilnehmerlandes steht die Berufung des Teamcoaches zu. Die Spieler anderer Länder handhabten dies auch schon immer so.

Im Gastgeberland Deutschland aber wurde durch die Berufung des Davis-Cup-Kapitäns auf die Mannschaftsbank immer die Illusion einer "echten" Nationalmannschaft aufrechterhalten.

Kühnen laut Steeb gegen Australien dabei

"Ich wäre gerne wieder dabei gewesen", sagte Kühnen der Nachrichtenagentur dapd, "aber ich akzeptiere diese Entscheidung." Was bleibt ihm auch übrig? Im September steht für sein Davis-Cup-Team das Relegationsspiel um den Klassenerhalt in der Weltgruppe gegen Australien an, da gießt er jetzt besser kein Öl ins Feuer.

"Patrik sitzt hundertprozentig gegen Australien auf der Bank", sagte der für Sport verantwortliche Vizepräsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), Carl Uwe Steeb, "bei dieser Entscheidung jetzt geht es nur um Düsseldorf."

Dennoch wirft Mayers Entscheidung Fragen zum Verhältnis zwischen Mannschaft und Kühnen auf. Bei der Erstrundenniederlage im Februar in Bamberg hatte es Zoff zwischen dem erkrankten Philipp Kohlschreiber und Kühnen gegeben, auch die Nominierung von Tommy Haas für das Doppel anstelle von Christopher Kas wurde von vielen kritisch gesehen. Zumal Kühnen offenbar einen Doppeleinsatz von Haas bei den Olympischen Spielen in London forcieren wollte.

Summerer führte Mayer bis auf Platz 18

"Ich habe nicht das Gefühl eines Vertrauensbruchs", sagte Kühnen, "ich habe mit den Spielern lange telefoniert, auch mit Kohlschreiber. Die Probleme sind ausgeräumt." Dennoch legen die Spieler in Düsseldorf keinen Wert auf die Betreuung durch Kühnen.

Stattdessen haben sie ihr gewohntes Umfeld aus der TennisBase Oberhaching dabei, wo Mayer, Kohlschreiber und Philipp Petzschner ihre Trainingsheimat haben. Kühnen hatte allerdings zuletzt beim Davis Cup und auch beim World-Team-Cup die Heimtrainer zugelassen. "Das wäre auch jetzt wieder so gewesen", betont der Münchner.

Der 29 Jahre alte Ex-Profi Summerer musste 2008 nach einer Verletzung seine eigene Karriere aufgeben und betreut Mayer seit August 2009.

Seitdem verbesserte sich der Bayreuther von Platz 130 der Weltrangliste bis auf Platz 18. derzeit belegt der 28-Jährige Rang 20. Im Davis-Cup allerdings fällt seine Bilanz bescheiden aus: Vier Siegen stehen sieben Niederlagen gegenüber, gegen Argentinien verlor Mayer beide Einzel.

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