French Open

Roger Federer ohne Satzverlust ins Viertelfinale

SID
Sonntag, 29.05.2011 | 17:03 Uhr
Besiegste seinen Landsmann Stanislas Wawrinka glatt in drei Sätzen: Roger Federer
© Getty
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Roger Federer ist ohne Probleme ins Viertelfinale der French Open eingezogen und bleibt beim diesjährigen Sandplatz-Highlight weiter ohne Satzverlust. Wera Swonarewa ist hingegen ausgeschieden. Und Rafael Nadal macht ungwöhnliche Fehler.

Gewohntes Bild und verkehrte Welt: Während sich die Favoriten im Männerfeld der French Open keine Blöße gaben, startet die zweite Woche des bedeutendsten Sandplatzturniers ohne die drei Topspielerinnen. Als letzte der Top 3 verabschiedete sich im Achtelfinale Wera Swonarewa.

Die US-Open-Finalistin aus Russland unterlag ihrer Landsfrau Anastasia Pawljutschenkowa 6:7 (4:7), 6:2, 2:6. Zuvor waren bereits die Weltranglistenerste Caroline Wozniacki (Dänemark) und die an zwei gesetzte Melbourne-Siegerin Kim Clijsters aus Belgien gescheitert.

Schiavone besiegt Jankovic

Titelverteidigerin Francesca Schiavone bleibt hingegen auf Erfolgskurs und steht nach ihrem ersten bestandenen Härtetest im Viertelfinale von Paris. Die 30 Jahre alte Italienerin besiegte im Achtelfinale die an Position zehn gesetzte Jelena Jankovic (Serbien) in 2:38 Stunden mit 6:3, 2:6, 6:4.

Dagegen agierte Roger Federer bisher so zuverlässig wie ein Schweizer Uhrwerk. Ohne Satzverlust zog der Grand-Slam-Rekordsieger ins Viertelfinale von Roland Garros ein und darf weiter von seinem zweiten Paris-Titel nach 2009 träumen.

Dreisatz-Sieg gegen Wawrinka

Das Duell der Eidgenossen gewann Federer gegen Stanislas Wawrinka mit 6:3, 6:2, 7:5. "Ich habe weniger Druck seit meinem Erfolg vor zwei Jahren. Und das ist nicht das Schlechteste", meinte der 29-jährige Federer.

Für Schlagzeilen sorgte allerdings der Sieg des Italieners Fabio Fognini gegen Albert Montanes aus Spanien (4:6, 6:4, 3:6, 6:3, 11:9). Nach der Abwehr von fünf Matchbällen und ungeachtet einer schweren Oberschenkelverletzung, die Fognini im fünften Satz beim Stand von 7:6 erlitten hatte, zog der 24-Jährige erstmals ins Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers an.

Am Ende konnte sich Fognini kaum mehr bewegen und suchte sein Heil erfolgreich in direkten Gewinnschlägen. Allein der letzte Durchgang dauerte 95 Minuten. Fognini trifft im Viertelfinale auf den Serben Novak Djokovic oder Richard Gasquet aus Frankreich.

Ein nachdenklicher Rafael Nadal

Nachdenklich und nicht so souverän wie gewohnt präsentierte sich im Schatten des Eiffelturms Titelverteidiger bislang Rafael Nadal. Der topgesetzte Spanier zog zwar am Samstag durch ein 6:1, 6:3, 6:0 gegen den kroatischen Qualifikanten Antonio Veic ins Achtelfinale ein. Nadal aber, der mit seinem sechsten French-Open-Titel die Bestmarke des derzeitigen Paris-Rerordsiegers Björn Borg (Schweden) einstellen könnte, wirkte in den Runden zuvor längst nicht so unantastbar wie einst in Roland Garros .

"Ich mache momentan Fehler, die ich in der Vergangenheit nicht gemacht habe", sagte der Linkshänder, der in Roland Garros eine Matchbilanz von 41:1 Siegen hat. Am Montag wartet nun Ivan Ljubicic (Kroatien) im Duell um den Viertelfinal-Einzug auf Nadal.

Rangliste im Zwei-Jahres-Rhytmus

Besonders die beiden jüngsten Final-Niederlagen auf seinem Lieblingsbelag in Rom und Madrid gegen den in diesem Jahr noch ungeschlagenen Djokovic haben Nadal offenbar mächtig zugesetzt. "Vielleicht spiele ich derzeit ein bisschen nervös. Und das schlägt sich auch auf die Beinarbeit nieder", meinte Rafa.

In die Offensive ging Nadal abseits des Courts. Mit Blick auf die Belastungen der Tennisprofis forderte er eine Änderung des Ranglisten-Systems und die Verkürzung der Saison. "Wenn wir wollen, dass die Spieler längere Karrieren haben, müssen wir den Turnierkalender reduzieren", sagte der neunmalige Grand-Slam-Sieger Nadal.

Der 24-Jährige selbst fühlt sich aufgrund der Terminflut, als ob er "schon seit 100 Jahren auf der Tour" spiele. Nadal plädierte zudem für die Einführung eines Zwei-Jahres-Rhythmus bei der Erstellung der Weltrangliste, um so einen Absturz im Ranking nach Verletzungspausen zu verhindern.

Die ATP-Weltrangliste

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