Radsport

Armstrong-Prozess beginnt am 6. November

SID
Lance Armstrong muss vor Gericht

Der Beginn des millionenschweren Schadenersatzprozesses gegen Lance Armstrong steht, der tief gefallene Radsport-Star muss sich noch in diesem Jahr vor Gericht verantworten. Die Justizbehörde in Washington D.C. setzte unter Führung des zuständigen Richters Christopher Cooper den 6. November als Auftakt der Verhandlung fest. Armstrongs Anwälte hatten zuvor versucht, den Beginn des Prozesses ins kommende Jahr hinauszögern.

Der 45 Jahre alte Armstrong ist wegen der Behauptung falscher Tatsachen zu Lasten der Postbehörde US Postal Service angeklagt. Das halbstaatliche Unternehmen, von 1996 bis 2004 Namenssponsor von Armstrongs Team, fordert die Rückerstattung von gut 32 Millionen Dollar, die als Sponsoring ins Team investiert worden waren. Die Schadenssumme dürfte nach US-Recht auf etwa 96 Millionen Dollar (86 Millionen Euro) verdreifacht werden und bedroht die finanzielle Existenz des lebenslang wegen Dopings gesperrten Texaners.

US Postal habe nichts von Armstrongs Dopingpraktiken gewusst und hätte andernfalls, so argumentieren die Regierungsanwälte, keine millionenschweren Sponsorenzahlungen geleistet. Armstrong, der wegen seiner Vergehen alle sieben Tour-de-France-Titel zwischen 1999 und 2005 aberkannt bekam, und sein Rechtsbeistand betrachten die Forderung als nicht gerechtfertigt und wollen geltend machen, dass das Unternehmen von der gemeinsamen Zusammenarbeit profitiert habe.

Den Fall hatte Armstrongs früherer Teamkollege Floyd Landis im Jahr 2010 in Gang gebracht. Der Klage von Landis hatte sich der Staat angeschlossen, nachdem Armstrong 2013 im Interview mit Oprah Winfrey erstmals seine Verfehlungen eingeräumt hatte.

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