Sonntag, 20.05.2012

Giro d'Italia: 15. Etappe

Rabottini gewinnt - Rodriguez wieder in Rosa

Das Wechselspiel an der Spitze des 95. Giro d'Italia geht munter weiter. Der Spanier Joaquim Rodriguez schlüpfte auf der 15. Etappe über 172 km von Busto Arsizio nach Pian dei Resinelli mit einem zweiten Platz hinter dem Italiener Matteo Rabottini wieder in das Rosa Trikot, nachdem er es erst am Samstag an den Kanadier Ryder Hesjedal verloren hatte.

Ryder Hesjedal musste das Rosa Trikot des Führenden nach einem verregneten Tag wieder abgeben
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Ryder Hesjedal musste das Rosa Trikot des Führenden nach einem verregneten Tag wieder abgeben

Rodriguez knöpfte Hesjedal beim Schlussanstieg am Sonntag insgesamt 39 Sekunden ab und liegt nun wieder eine halbe Minute vor dem Kanadier. Dahinter folgt der zweimalige Gesamtsieger Ivan Basso mit 1:22 Minuten Rückstand auf dem dritten Platz.

Den Tagessieg sicherte sich aber Rabottini, der bereits bei Kilometer 18 ausgerissen und gut 1.000 Meter vor dem Ziel von Rodriguez eingeholt worden war. Doch im Finish überließ der Spanier dem Ausreißer aus Italien den Sieg.

Fahrer vom bislang so erfolgreich fahrenden deutschen Radrennstall NetApp konnten sich einen Tag nach dem zweiten Platz des Tschechen Jan Barta diesmal nicht im Vorderfeld platzieren. Barta war am Samstag knapp am ersten Etappensieg des deutschen Rennstalls bei einer großen Rundfahrt vorbeigefahren.

Cunego mit Attacke erfolglos

Lange Zeit hatte auf der 15. Etappe Damiano Cunego, der Gesamtsieger von 2004, für Furore gesorgt. Der Mann aus Verona hatte zwischenzeitlich gut fünf Minuten auf Hesjedal herausgefahren. Zu der Zeit befand sich Cunego bereits im virtuellen Rosa Trikot. Doch in der Schlussphase des Rennens ging ihm die Luft aus.

Bereits am Vortag hatte Cunego viel riskiert und viel verloren. Der frühere Junioren-Weltmeister hatte auf dem 206 km langen Teilstück von Cherasco nach Cervinia ebenfalls attackiert, am Ende aber gut eine Minute verloren. Stattdessen fuhr Barta ganz knapp am Sieg vorbei. Der Tscheche musste sich nur Amador, der als erster Costa-Ricaner eine Giro-Etappe gewann, im Sprint einer dreiköpfigen Ausreißergruppe geschlagen geben.

Tour-Dritter Schleck ausgestiegen

"Jan hat heute ein Wahnsinnsrennen hingelegt, es war wie im Krimi. Auf dieser schweren Etappe auf den zweiten Platz zu fahren ist großartig. Er ist am Ende an die 150 Prozent gegangen, um hier den Sieg zu holen, aber er hatte vorher schon zu viele Körner gelassen. Ich bin sehr beeindruckt von seiner Leistung", lobte Sportdirektor Jens Heppner.

Am Sonntag hielt sich Barta erwartungsgemäß zurück. Gar nicht mehr zu sehen ist auf den letzten sechs Etappen der Tour-Dritte Fränk Schleck. Der Luxemburger vom Team RadioShack-Nissan klagt seit seinem Sturz auf der elften Etappe über Schmerzen in der Schulter.

Nach dem zweiten Ruhetag am Montag am Gardasee wird der Giro am Dienstag mit der 16. Etappe über 174 km von Limone nach Pfalzen fortgesetzt.

Radsport: Die Termine 2012

Tony Martin - die deutsche Radsporthoffnung in Bildern
"Ich bin die Nummer eins!" Tony Martin ist am Gipfel angekommen. Bei der WM 2011 in Kopenhagen holte er sich den Sieg im Zeitfahren. Ein langer, harter Weg liegt hinter ihm
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Tony Martins Profi-Karriere begann 2008 beim Team Columbia. Sein Abitur machte der gebürtige Cottbuser 2004 auf der Sportschule in Erfurt
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Teamchef Bob Stapleton (M.) hält viel vom ausgebildeten Polizeimeister. Bei der Tour 2009 unterstützte Martin Kapitän Michael Rogers (l.)
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Bei seiner Tour-Premiere sorgte Martin für Aufsehen. Auf der 3. Etappe übernahm er die Führung in der Nachwuchswertung
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Zwölf Tage lang fuhr er im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers durch Frankreich - zumeist im Kreis seiner Teamkollegen
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Und für das Team Columbia gab es noch mehr zu feiern: Der Brite Mark Cavendish (r.) gewann sechs Etappen und führte zwischenzeitlich die Sprintwertung an
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Erst kurz vor Paris musste Martin das Weiße Trikot wieder abgegen. Nach der 15. Etappe war Andy Schleck in der Gesamtwertung besser. Der Luxemburger wurde am Ende Zweiter
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Der persönliche Höhepunkt für Martin sollte aber noch folgen. Am vorletzten Tag kam er auf dem Mont Ventoux als Zweiter an - deutlich vor Lance Armstrong und Alberto Contador
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Die größte Stärke von Martin ist der Kampf gegen die Uhr. Bei der WM 2009 im schweizerischen Mendrisio gewann er im Zeitfahren die Bronzemedaille
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Während der Tour 2010 blieb immer mal wieder Zeit für einen Plausch mit Landsmännern wie dem Milram-Kapitän Linus Gerdemann (r.)
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Der Deutsche war bei der Tour 2011 ebenfalls erfolgreich. Er gewann das Einzelzeitfahren. Später konnte er diesen Erfolg bei der Vuelta 2011 wiederholen
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