Medien belasten IAAF-Präsident Sebastian Coe der Korruption

Medien belasten IAAF-Präsident Coe

SID
Donnerstag, 16.06.2016 | 19:29 Uhr
Sebastian Coe steht schon länger in der Kritik
© getty
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Der umstrittene Präsident des Weltverbandes IAAF, Sebastian Coe, muss sich mit neuen Korruptionsvorwürfen auseinandersetzen. Angeblich wusste er schon lange von Doping-Vergehen.

Der 59-jährige Brite soll sich im Wahlkampf um die Macht im Weltverband mithilfe des im Zwielicht stehenden Papa Massata Diack, Sohn des unter Korruptionsverdacht stehenden ehemaligen IAAF-Präsidenten Lamine Diack, Stimmen aus Afrika gesichert haben. Das berichtet die BBC und bezieht sich dabei auf belastende Textnachrichten.

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Zudem soll Coe laut Daily Mail bereits vier Monate vor der Erstausstrahlung der ARD-Dokumentation "Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht" Ende 2014 über den Fall der russischen Marathonläuferin Liliya Schobuchowa informiert gewesen sein. Darin hatte Schobuchowa erklärt, sich gegen Zahlung von 450.000 Euro ihren Start bei den Olympischen Spielen in London erkauft zu haben.

Coe schon lange verdächtigt

Coe hatte noch im vergangenen Dezember vor einem Komitee des britischen Parlaments bestritten, genaue Kenntnisse über die Verfehlungen im russischen Anti-Doping-System gehabt zu haben. Eine Coe-Sprecherin bestätigte am Donnerstag, dass dieser im August eine E-Mail mit brisanten Informationen erhalten habe, diese jedoch ungelesen an die IAAF-Ethikkommission weitergeleitet habe. "Das Schlimmste, das man ihm vorwerfen kann, ist ein Mangel an Neugier", sagte die Sprecherin der Daily Mail.

Coe war bereits in der Vergangenheit belastet worden. So soll er im Wahlkampf angeblich illegale Hilfe aus dem inneren Zirkel der IAAF angenommen haben. Demnach soll Coe während seiner Kampagne vom ehemaligen Pressechef und derzeit suspendierten Nick Davies beraten worden sein und damit womöglich gegen die Statuten verstoßen haben.

Coe war am 19. August 2015 vor der Weltmeisterschaft in Peking zum neuen Präsidenten der IAAF gewählt worden. Der ehemalige Mittelstreckenläufer setzte sich mit 115 zu 92 Stimmen gegen die Stabhochsprung-Legende Sergej Bubka durch. Im Rahmen von IAAF-Wahlen ist es den Kandidaten untersagt, Hilfe von Mitarbeitern oder Beratern des Verbandes anzunehmen.

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