Craven reagiert auf IAAF-Beschränkung

SID
Philip Craven sieht keinen großen Unterschied zwischen olympischem und paralympischen Athlet
© getty

Philip Craven, Präsident des Internationalen Behindertensportverbandes IPC, hat gelassen auf die einschränkenden Maßnahmen des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF gegen Sportler mit Prothesen reagiert.

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"Das IPC sieht die neuen Regeln nicht als Rückschlag. Es ist nur eine kleine Zahl von Athleten, die das betrifft und die auch den Schritt zu den Nichtbehinderten machen wollen", sagte der Brite der FAZ.

Der DBS hatte die IAAF dagegen scharf kritisiert, in dem Beschluss zeige sich, "dass offensichtlich keine gemeinsamen Lösungswege beschritten werden sollen und Athleten mit mechanischer Hilfe von Olympischen Spielen sowie Weltmeisterschaften de facto ausgeschlossen werden". Dies sei ein herber Rückschlag für die Inklusion im Sport, der Vorgang habe "gar einen diskriminierenden Charakter".

Philip Craven hat diesbezüglich eine andere Ansicht. Die neuen Regeln würden ja auch besagen, die Athleten weiterhin teilnehmen dürften. "Sie müssen aber eben den Nachweis, dass sie aus ihrem technischen Equipment keinen Vorteil haben, selbst führen", sagte der 65-Jährige, selbst ehemaliger Rollstuhl-Basketballer. Für ihn sei das nie ein Thema. Craven: "Olympischer oder paralympischer Athlet - wo ist der Unterschied?"

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