Anti-Doping-Agentur gerät unter Druck

WADA schon Anfang 2013 informiert

SID
Donnerstag, 18.12.2014 | 10:58 Uhr
Im Dopingskandal in Russland kommen immer mehr Details an die Öffentlichkeit
© getty
Advertisement
National Rugby League
Broncos -
Eels
Champions Hockey League
Jönköping -
Adler Mannheim
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Viertelfinale
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Viertelfinale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard PK
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 1
Champions Hockey League
Grizzlys Wolfsburg -
Banska Bystrica
Champions Hockey League
Red Bull München -
Krakau
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 1
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Weigh-in
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Halbfinale -
Session 2
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Halbfinale
National Rugby League
Storm -
Rabbitohs
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Tag 2
New Haven Open Women Single
WTA Connecticut: Finale
Winston-Salem Open Men Single
ATP Winston-Salem: Finale
Mayweather vs McGregor
Mayweather vs McGregor: Undercard + Main Fight
Perth Darts Masters
Perth Darts Masters: Halbfinale & Finale
Champions Hockey League
Adler Mannheim -
Trinec
Champions Hockey League
Krakau -
Red Bull München
National Rugby League
Roosters -
Titans
National Rugby League
Storm -
Raiders
Premiership
Saracens -
Northampton
Premiership
Wasps -
Sale
Pro14
Connacht -
Glasgow
National Rugby League
Dragons -
Bulldogs
Premiership
Leicester -
Bath

Im Skandal um ein staatlich gestütztes Dopingsystem in Russland gerät auch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA immer mehr unter Druck. Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge hatte die 800-m-Läuferin und Doping-Kronzeugin Julia Stepanowa die oberste Anti-Doping-Behörde bereits Anfang 2013 in einem Brief ausführlich über die Vorgänge in Russland unterrichtet.

Angeblich hat die WADA Stepanowa und ihren Mann Witali Stepanow, einen ehemaligen Mitarbeiter der russischen Anti-Doping-Agentur RUSADA, aber nie um die Aushändigung von belastendem Material gebeten. Den Brief druckte die "FAZ" in ihrer Donnerstagausgabe in Auszügen.

In ihrem Schreiben an die "Liebe WADA" beschrieb Stepanowa in Grundzügen das, was die ARD in ihrer aufsehenerregenden Dokumentation "Geheimsache Doping - Wie Russland seine Sieger macht" erst Anfang Dezember öffentlich machte.

Die WADA hatte unmittelbar danach bekannt gegeben, dass sie die Informationen an die "geeignete, unabhängige Stelle" des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF weitergeleitet habe. "Wir erwarten nun das Ergebnis von deren Beratungen", hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.

Dass die WADA zu diesem Zeitpunkt offenbar bereits seit knapp zwei Jahren in Besitz der brisanten Informationen war, ohne dass irgendwelche Konsequenzen bekannt geworden wären, bringt sie nun ebenso wie die IAAF zusätzlich in Erklärungsnot. Eine diesbezügliche "FAZ"-Anfrage von Anfang der Woche ließ die WADA nach Angaben der Zeitung unbeantwortet.

Weitere Ermittlungen erforderlich

Am Dienstag hatte die WADA angekündigt, Eigeninitiative ergreifen zu wollen. Erstmals in ihrer Geschichte rief die Behörde eine unabhängige Untersuchungskommission ins Leben.

Das dreiköpfige Gremium wird von WADA-Gründungspräsident und IOC-Mitglied Richard Pound angeführt. "Die Vorwürfe erfordern weitere Ermittlungen, um die bisherigen Beweise zu bestätigen, weitere Beweise zu sichern und jede Verletzung der Anti-Doping-Regeln zu verfolgen", teilte WADA-Präsident Craig Reedie mit.

Stepanowa berichtete in ihrem Brief über systematisches Doping in der russischen Leichtathletik und listete akribisch ihre eigenen unerlaubten Medikationen von 2005 an auf. Zudem bezichtigte sie Gregori Rodschenkow, den Leiter des Moskauer Doping-Kontroll-Labors, der Korruption.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung