George Foreman wird 65

Prediger, Kämpfer, Patriot

SID
Mittwoch, 08.01.2014 | 10:56 Uhr
George Foreman verlor den Rumble in the Jungle gegen Muhammad Ali
© getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
AEGON Classic Women Single
FrLive
WTA Birmingham: Viertelfinals
Mallorca Open Women Single
FrLive
WTA Mallorca: Viertelfinals
National Rugby League
Sa11:30
Roosters -
Storm
AEGON Classic Women Single
Sa12:30
WTA Birmingham: Halbfinals
Mallorca Open Women Single
Sa15:00
WTA Mallorca: Halbfinals
Rugby Union Internationals
Sa21:15
Argentinien -
Georgien
AEGON International Women Single
So12:00
WTA Eastbourne: Tag 1
AEGON Classic Women Single
So14:30
WTA Birmingham: Finale
Mallorca Open Women Single
So17:00
WTA Mallorca: Finale
AEGON International Women Single
Mo12:00
WTA Eastbourne: Tag 2
AEGON International Women Single
Di12:00
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
Di13:30
The Boodles -
Tag 1
AEGON International Women Single
Mi12:00
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
Mi13:30
The Boodles -
Tag 2
National Rugby League
Do11:50
Eels -
Bulldogs
AEGON International Women Single
Do12:00
WTA Eastbourne: Viertelfinals
Boodles Challenge
Do13:30
The Boodles -
Viertelfinals
National Rugby League
Fr11:50
Broncos -
Storm
AEGON International Women Single
Fr12:00
WTA Eastbourne: Halbfinals
Boodles Challenge
Fr13:30
The Boodles -
Halbfinals
AEGON International Women Single
Sa13:15
WTA Eastbourne: Finale
FIBA U19 World Cup
Sa15:15
Argentinien -
Frankreich
FIBA U19 World Cup
Sa17:30
Iran -
USA
FIBA U19 World Cup
Sa17:45
Deutschland -
Litauen
National Rugby League
So08:00
Rabbitohs -
Panthers
FIBA U19 World Cup
So15:30
Frankreich -
Neuseeland
FIBA U19 World Cup
So16:00
Spanien -
Kanada
FIBA U19 World Cup
So17:45
Puerto Rico -
Deutschland
FIBA U19 World Cup
Di13:45
Spanien -
Mali
FIBA U19 World Cup
Di16:00
Italien -
USA
Shanghai Darts Masters
Do13:00
Shanghai Darts Masters -
Tag 1

"Big" George Foreman gehört zu den besten Schwergewichts-Boxern der Geschichte. Doch ausgerechnet sein größter Kampf ging verloren. Am Freitag wird Foreman 65 Jahre alt.

George Foreman stand mit Muhammad Ali im Ring und glaubte hinterher an Gott, als älterer Mann prügelte er sich noch mit Axel Schulz und brachte seinen legendären Grill auf den Markt, er boxte sich aus dem Elend an die Spitze und ist trotz seiner elf Kinder Multimillionär: Am Freitag wird Foreman 65 Jahre alt. An Rente denkt der Mann, den alle nur "Big" George nennen, aber noch lange nicht.

"Ich verschwende keinen Gedanken an den Ruhestand, weil ich für den Herrn arbeite, den Allmächtigen", sagt der Prediger Foreman: "Die Bezahlung ist nicht sehr hoch, aber die Belohnung nicht von dieser Welt."

Größte Niederlage beim "Rumble in the Jungle"

In der Nacht seiner größten Niederlage sah Foreman zunächst nicht wie ein Verlierer aus. In dieser dunstigen Schwüle von Kinshasa stand ein Bulle von einem Mann, mit mächtigen Schultern, Armen wie Beine. Doch Ali fürchtete sich nicht, schlug seinen Rivalen überraschend K.o. Foreman fiel entkräftet in der achten Runde zu Boden, die Welt war erschüttert. Danach war Foreman ein anderer Mann.

"Ich wollte ihn totschlagen, ihn umbringen. Doch er blieb stehen. Als er mir in der achten Runde dann auch noch ins Ohr wisperte, 'Ist das alles, was du draufhast', war ich fertig", sagte Foreman unlängst der Tageszeitung Die Welt über den "Rumble in the Jungle" von 1974: "Es war furchtbar, grausam, schrecklich. Die Niederlage gegen Ali trieb mich in schwere Depressionen. Sie raubte mir mein Selbstwertgefühl, meine Würde, meinen Stolz."

Foreman als Prediger

Erst in seinem Glauben zu Gott fand Foreman Erlösung. Psychisch demontiert beendete er 1977 zunächst seine Karriere und wurde Priester, schrieb seine eigenen Gospel-Songs. Aus dem zuvor so arroganten und selbstverliebten Kämpfer mit Bart und Afro-Mähne entwickelte sich der witzige Glatzkopf, den die Welt heute kennt. Foreman tingelte durch das Land, wurde immer beliebter und kümmerte sich um benachteiligte Kinder.

"Die beste Predigt ist ein vorbildliches Leben", sagt Foreman, der am 10. Januar 1949 im texanischen Marshall in ärmlichste Verhältnisse hineingeboren wurde: "Nicht was du sagst, zählt, sondern was du tust." Ohne das Boxen, sagte er einmal, wäre aus ihm wohl ein Schwerstkrimineller geworden.

Versöhnung mit Ali

Mittlerweile hat er Ali längst verziehen, sie sind gute Freunde geworden. "Jetzt bin ich einfach stolz, teil der Legende Ali zu sein", sagt Foreman. Er kann es sich leisten, gnädig zu sein. Im Gegensatz zu anderen ehemaligen Boxern hat er viele Millionen auf dem Konto. Foreman warb für alles, womit Geld zu verdienen war: Auspuff-Anlagen, Chips und Turnschuhe.

Allein sein Grill brachte ihm geschätzt über 100 Millionen Dollar ein. Er liebt seine elf Kinder - die fünf Söhne nannte er alle George. Heute lebt er auf einer rund 300 Hektar großen Ranch in Texas und kümmert sich um seine Tiere und seine Stiftung.

"Big" George schreibt Geschichte

Seine Fans denken nicht mehr gerne an die Zeiten zurück, als er 1987 überraschend sein Comeback startete. Zwar wurde er Ende 1994 mit einem Sieg über Michael Moorer noch einmal Weltmeister und so im Alter von 45 Jahren der älteste Schwergewichts-Champion der Geschichte - doch da lag die Königsklasse des Boxens auch schon am Boden.

Ein Jahr später lieferte sich der bekennende Patriot ein unwürdiges Duell mit Axel Schulz, das er umstritten nach Punkten gewann. Bis 1997 ließ er seine ruhmreiche Laufbahn auslaufen.

Von 81 Profikämpfen gewann Foreman 76 - 68 durch K.o. Heute flößt er niemandem mehr Angst ein und hat eine neue Rolle gefunden: "Ich möchte immer alle zum Lachen bringen. Ich bin der geborene Clown."

Die Weltmeister der vier großen Verbände im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung