Freitag, 15.01.2016

Top 16, 3. Spieltag

Zirbes führt Belgrad zum Sieg in Athen

Maik Zirbes hat seine starke Form bestätigt und Roter Stern bei Panathinaikos zum Sieg geführt. Zagreb bekam in Malaga richtig auf die Mütze. Moskau setzte sich trotz Verletzungssorgen gegen Barcelona durch. Fenerbahce gelang ein Comeback. Kaunas verliert trotz starker Vorstellung in Madrid und im Derby verliert der Newcomer. Außerdem: Shved ist für Moskau in Scoring-Laune

Maik Zirbes war beim Sieg gegen Panathinaikos Athen Topscorer von Roter Stern Belgrad
© getty
Maik Zirbes war beim Sieg gegen Panathinaikos Athen Topscorer von Roter Stern Belgrad

Gruppe E

Fenerbahce Istanbul (3-0) - Lokomotiv Kuban Krasnodar (2-1) 85:79 (BOXSCORE)

Danach sah es lange nicht aus. Kuban zog im zweiten Viertel mit einem 14:0-Lauf davon und führte auch über weite Strecken der zweiten Hälfte, aber am Ende fuhr doch Fener den Sieg ein. "Wir sind richtig schlecht ins Spiel gekommen, aber haben uns in der zweiten Hälfte zurückgekämpft. Das passiert manchmal. Wir haben uns als Einheit präsentiert und haben gekämpft", analysierte Center Jan Vesely.

Der Tscheche ging voranging und brachte die Türken nach einem 10:0-Lauf im Schlussviertel erstmals wieder in Führung. Bogdan Bogdanovic und Luigi Datome sorgten dann mit Dreiern für die Entscheidung in Istanbul. Malcolm Delaney, der in den ersten beiden Top16-Wochen den MVP-Award einheimste, war dieses Mal nicht ganz so auffällig. Der Ex-Münchner kam auf 12 Zähler und 7 Assists, leistete sich aber auch 4 Ballverluste und traf nur einmal aus dem Spiel heraus.

Dennoch zollte Feners Coach Zejlko Obradovic den Russen Respekt: "Lokomotiv ist ein richtig gutes Team, sie sind ein sehr geduldiges Team, das den Ball gut bewegt. Glückwunsch an meine Spieler und vielen Dank für den Support unserer Fans."

Panathinaikos Athen (1-2) - Roter Stern Belgrad (1-2) 63:74 (BOXSCORE)

Wie immer war es ein Hexenkessel in Athen, der beide Teams anstachelte. Es wurde eine defensive Schlacht, in der letztlich Maik Zirbes mit 12 Punkten bester Werfer der Belgrader war. Der deutsche Center schnappte sich dazu noch 4 Rebounds. Stefan Jovic schlitterte zudem knapp an einem Triple-Double (9 Punkte, 8 Rebounds und 8 Assists) vorbei.

"Ich fühle mich toll, weil wir einen großartigen Auswärtssieg errungen haben. Es ist immer schwierig, hier zu gewinnen, aber wir haben es geschafft. Ich denke, dass wir das bessere Team auf beiden Seiten des Courts waren und eine sehr solide und effektive Partie abgeliefert haben. Wir haben den Ball gut bewegt, die wichtigen Würfe getroffen und ihnen nicht erlaubt, ihr Spiel zu spielen. Keine Frage, unsere Einstellung war der Schlüssel zum Erfolg", bilanzierte Zirbes anschließend.

Roter Stern bestimmte die Partie und hielt sich Panathinaikos mit guter Defense vom Leib. "Es ist eine blöde Niederlage, aber nicht das Ende der Welt. Wir haben ohne Energie, Lust und Feuer gespielt und das gegen ein Team, das all das verkörperte", schimpfte James Gist, der mit 15 Punkten noch der beste Werfer der Griechen war: "Wenn du das grüne Trikot von Panathinaikos trägst, musst du sich wehren und dem Gegner nicht erlauben, sein Spiel durchzuziehen."

Unicaja Malaga (2-1) - Cedevita Zagreb (1-2) 90:67 (BOXSCORE)

Es war ein Start-Ziel-Sieg für die Spanier, die keine große Mühe mit dem Gast aus Kroatien hatten. Unicaja griff sich in der ersten Hälfte gleich 11 Offensiv-Rebounds (19 insgesamt) und zeigte sich zudem auch von Downtown äußerst treffsicher. So lagen sie schon zur Pause mit komfortablen 21 Punkten vorne.

Cedevita kam in der Folge nur noch auf 15 Punkte ran und war Malaga in allen Punkten unterlegen. Unicajas Coach Joan Plaza konnte sich den Luxus erlauben, alle seine Spieler einzusetzen. Mindaugas Kuzminskas war mit 17 Zählern bester Werfer.

"Für uns war das ein ganz wichtiger Sieg. Wir müssen unseren Heimvorteil hier verteidigen und jedes Spiel hier in Malaga gewinnen. Wir waren sehr fokussiert und konnten das über 40 Minuten aufrechterhalten", analysierte der Litauer.

Auf Seiten der Zagreber mutierte das Geschehen zu einer One-Man-Show von Luka Babic. Der Forward kam auf 24 Punkte. "Wir wussten, dass es schwer werden wird. Wir wussten, dass sie das beste Offensiv-Rebound-Team sind und es war inakzeptabel ihnen 19 offensive Abpraller zu erlauben. Das war der Schlüssel unserer Niederlage", ärgerte sich Babic.

Anadolu Efes Istanbul (2-1) - Darussafaka Dogus Istanbul (0-3) 84:71 (BOXSCORE)

Nur wenige Tage nach dem Pokalspiel in der Türkei bekam Darassafaka die Chance zur Revanche gegen Anadolu. Am Montag lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, in dem Efes knapp mit 80:76 die Oberhand behielt. Dieses Mal war die Sache aber deutlicher klarer.

Die Newcomer von Darussafaka führten sogar im ersten Durchgang, aber Jayson Granger (15 Punkte, 8 Assists) erlebte einen starken Abend von der Bank und führte sein Team zu einer 36:27 Halbzeit-Führung. Mit einem 12-0-Rund eröffneten die Gastegeber die zweite Hälfte, wobei Cedi Osman mit 5 Punkten und 2 Blocks innerhalb von 30 Sekunden sogleich für klare Verhältnisse sorgte.

Der Stadtrivale versuchte durch Ender Arslan, der 14 Punkte von der Bank beisteuerte (4/7 3FG) zurückzukommen, doch selbst die 20 Punkte von Scottie Wilbkein reichten am Ende nicht aus, um am Sieg der Heimmannschaft noch zu rütteln.

Besonders unter dem Korb war Efes klar überlegen und schnappte sich fast 20 Rebounds mehr als der Gegner (48:29). Außerdem saß der Freiwurf deutlich sicherer und dank einem gut aufgelegten Thomas Heurtel (10 Assists) verzeichnete man gleich 23 Vorlagen auf dem Scoresheet.

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