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Spanien: Härtere Dopingstrafen kommen

SID
Die Dopingproben in Spanien entsprechen laut WADA nicht den Standards

Die spanische Regierung hat am Freitag Grünes Licht für einen Gesetzentwurf gegeben, damit die Anti-Doping-Maßnahmen des Landes den Standards der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) angepasst werden. Die WADA hatte im März 2016 Spaniens Anti-Doping-Agentur AEPSAD für "nicht konform" erklärt.

"Mit der Verabschiedung dieses Gesetzes ist Spanien in der Lage, den nicht konformen Status mit dem WADA-Code umzukehren", hieß es in einer AEPSAD-Erklärung.

Der Gesetzentwurf muss noch vom Parlament verabschiedet werden. Ein wichtiger Bestandteil des neuen Gesetzes ist, dass die Strafe für Dopingsünder von zwei auf vier Jahre erhöht wird. Der Verjährungsfrist für Dopingvergehen soll von acht auf zehn Jahre ansteigen. Zudem sollen künftig auch Ärzte, Trainer und Teamchefs bei einer Mithilfe suspendiert werden können.

Anfang der Woche hatte die WADA Alarm geschlagen und auf Missstände im spanischen Anti-Doping-Kampf hingewiesen. So wurden im spanischen Fußball seit knapp einem Jahr keine vernünftigen Dopingproben mehr genommen.

In die Situation geraten war Spanien durch die Politik. Die Querelen um die Regierungsbildung, die nach rund zehn Monaten erst im vergangenen Herbst durchgeführt werden konnte, verhinderten die Verabschiedung von Reformen und Gesetzen, die Neuerungen des WADA-Codes in die Statuten des Landes implementiert hätten.

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