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Achtelfinal-Aus für Degenteams

SID
Eine Medaille konnte Heidemann bei der WM in Kasan gewinnen
© getty

Der krönende WM-Abschluss blieb Peking-Olympiasieger Britta Heidemann und den deutschen Fechtern verwehrt. Am letzten Tag der Titelkämpfe in Kasan wurde es nichts mit dem zweiten Edelmetall für die deutsche Vorzeigefechterin.

Für das Damendegen-Team um die Silbermedaillengewinnerin im Einzel kam ebenso wie für die Herren das Aus im Achtelfinale. Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gelang den Mannschaften kein wirklicher Schritt nach vorne.

Damit blieb es für den Deutschen Fechter-Bund (DFeB) bei der WM bei zwei Medaillen. Heidemann im Einzel und die deutschen Säbelfechter mit WM-Gold sorgten für die Höhepunkte aus deutscher Sicht.

"Das Minimalziel von zwei Medaillen haben wir erreicht, das Team hat insgesamt eine ordentliche Leistung abgeliefert", sagte Sportdirektor Sven Ressel zur deutschen WM-Bilanz: "Das Gesamtergebnis ist besser als in Budapest, aber noch lange nicht gut." Bei der WM in Ungarn im Vorjahr hatte es einmal Silber und einmal Bronze für die deutsche Mannschaft gegeben.

Am Abschlusstag unterlagen Heidemann, Alexandra Ndolo, Monika Sozanska und Ricarda Multerer in der Runde der letzten 16 Europameister Rumänien 16:25. Am Ende wurde es Platz 13. "Schade, dass wir das gegen Rumänien nicht durchziehen konnten. Auch die hatten Angst, gegen uns zu fechten", sagte Heidemann. Die zweimalige Einzel-Europameisterin Imke Duplitzer war nicht für die Mannschaft nominiert worden.

"Taktik ist nicht aufgegangen"

"Gegen Rumänien zu verlieren kann passieren", sagte Ressel: "Die Taktik, Britta im letzten Gefecht die Chance auf den Sieg zu bewahren, ist nicht aufgegangen." Trotzdem schloss Ressel eine Rückkehr der langjährigen Stütze Duplitzer in das Team zunächst aus.

Die 38-Jährige war vor der EM vor wenigen Wochen offiziell wegen sportlicher Gründe aus der Mannschaft genommen worden. "Es ist eine Entscheidung des Bundestrainers, aber wir werden nicht darüber nachdenken, Imke kurzfristig wieder in die Mannschaft zu nehmen", sagte Ressel.

Ungeachtet dessen wird der Weg nach Rio de Janeiro für die deutschen Degenfechterinnen schwer. Um sicher dabei zu sein, muss das Team unter die ersten Fünf der Weltrangliste kommen, vor der WM lagen die Degenfechterinnen auf Platz 14. Ansonsten müssen Heidemann und Co. versuchen, sich über die Einzelweltrangliste zu qualifizieren.

Die deutschen Herren mit dem zweimaligen Einzel-Europameister Jörg Fiedler, Christoph Kneip, Falk Spautz und Niklas Multerer (Heidenheim) verloren in der Runde der letzten 16 mit 32:45 gegen Europameister Schweiz. Für sie gab es letztlich den zehnten Rang. Auch dem Team von Herren-Bundestrainer Didier Ollagnon steht eine schwierige Olympia-Qualifikation bevor.

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