Spektakuläres Comeback

Oracle gewinnt America's Cup

SID
Mittwoch, 13.11.2013 | 16:45 Uhr
Team Oracle legte ein spektakuläres Comeback auf die Wellen
© getty
Advertisement
NBA
Live
Warriors @ 76ers
ACB
Andorra -
Malaga
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Halbfinale
BSL
Tofas -
Anadolu Efes
Premiership
Exeter -
Harlequins
ACB
Barcelona -
Valencia
SINGHA Beer Grand Slam of Darts
Grand Slam Of Darts: Finale
NBA
Wizards @ Raptors
NHL
Islanders @ Hurricanes
NHL
Blue Jackets @ Sabres
NBA
Wizards @ Bucks
NBA
Bulls @ Lakers
NBA
Warriors @ Thunder
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev -
Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika

Das Team Oracle hat die Nervenschlacht um den 34. America's Cup gewonnen und damit eines der größten Comebacks der Sportgeschichte gekrönt.

Skipper James Spithill und seine Crew erkämpften sich am Mittwoch den Sieg im entscheidenden 19. Rennen gegen das Team New Zealand und entschieden die Nervenschlacht um die bedeutendste Segeltrophäe der Welt mit 9:8 für sich. Den Neuseeländern um Steuermann Dean Barker wehte der schon sicher geglaubte Sieg doch noch davon - am Ende siegte der Titelverteidiger nach einer beinahe unvergleichlichen Aufholjagd.

"Oracle ist definitiv ein verdienter Sieger. Die Kiwis haben sich großartig gewehrt, aber die Amerikaner waren am Ende einfach besser und schneller", sagte der deutsche Olympiasieger Jochen Schümann, selbst 2003 und 2007 Sieger mit der Schweizer Yacht Alinghi, dem "SID".

Wunder von San Francisco

Das "Wunder von San Francisco" dürfte nicht nur in die Geschichte des Segelns eingehen, das Event war mit 19 Rennen in 19 Tagen der längste Cup der 162-jährigen Geschichte. Oracle hatte sich wegen einer Manipulation am hochgezüchteten AC72-Katamaran vor dem Start eine Strafe von zwei Punkten eingebrockt, elf Tage später stand das niederschmetternde Zwischenergebnis von 1:8 auf der Anzeigetafel. Die "Kiwis" hatten bereits eineinhalb Hände an der 17 kg schweren Silberkanne, die zum dritten Mal nach 1995 (als Team Black Magic) und 2000 nach Neuseeland gewandert wäre.

"Ich bin stolz auf alle, die dabei waren", sagte Spithill, der sich im Moment des Triumphes vor den euphorischen Zuschauern verbeugte. "Wir haben uns immer gesagt: Wir können es schaffen, wir können diesen Cup holen." Am 18. September hatte sich das Team New Zealand acht Matchbälle ersegelt, ehe die große Stunde von Oracle-Cheftaktiker Ben Ainslie schlug.

Der Engländer, dekoriert mit vier Olympiasiegen und elf WM-Titeln, war das entscheidende Puzzleteil beim Comeback. Vor dem Cup hatte der 36-Jährige den etatmäßigen Taktiker John Kostecki (USA) abgelöst. Seitdem schien der Wind etwas stärker ins Segel der Oracle-Crew zu blasen: neun Siege in 13 Rennen fuhr Oracle mit Ainslie ein, den sie in England "Becks in a boat" nennen.

Für das Team New Zealand endete der Cup nicht nur in einer persönlichen Tragödie. Nach dem Ausgleich bei der 18. Wettfahrt hatten mehrere neuseeländische Medien berichtet, Großsponsor Emirates erwäge, sein Engagement bei den "Kiwis" zu beenden. Die Materialschlacht kostet pro Jahr mehrere hundert Millionen Dollar. Hinter Oracle steht der US-Milliardär Larry Ellison.

Tragischer Beginn

Oracles Sieg war der Höhepunkt eines hochspannenden 34. America's Cup, der mit dem Tod des britischen Olympiasiegers Andrew Simpson (36) während des Trainings für die Herausforderer-Ausscheidung (Louis Vuitton Cup) am 9. Mai tragisch begonnen hatte. Der Stratege des schwedischen Artemis-Teams war unter seinem gekenterten Katamaran ertrunken.

Der America's Cup ist eine der traditionsreichsten Sport-Veranstaltungen überhaupt. Erster Gewinner des Auld Mug, der 1848 von Lord Anglesey gestifteten, 67,6 cm hohen versilberten Zinnkanne, war am 22. August 1851 vor der Isle of Wight der Schoner "America". Einen Nachbau der sagenumwobenen 30-Meter-Yacht mit dem grünem Holzrumpf passieren die Boote heute noch traditionell nach dem Zieleinlauf.

Nach dem ersten Siegerboot wurde der Wettbewerb, der zunächst nach der Stiftungssumme noch "100 Sovereigns Cup" hieß, später benannt. 132 Jahre lang blieb er in Hand der USA, die 25-mal in Serie gewannen - die längste Siegesserie der Sportgeschichte. Erst 1983 entführte die Australia II den Pokal, allerdings nur für vier Jahre. 2003 und 2007 gewann Alinghi aus der Schweiz, dem einzigen Siegerland ohne Küste. Sportdirektor war jeweils der deutsche Olympiasieger Jochen Schümann.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung