Gegen Aufhebung der Osaka-Regel

DOSB will Doper nicht beim nächsten Olympia

SID
Freitag, 02.12.2011 | 17:18 Uhr
Michael Vesper und der DOSB plädieren gegen die Aufhebung der Osaka-Regel
© Getty
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Der DOSB will sich dafür einsetzen, dass Athleten mit einer Dopingstrafe von mehr als sechs Monaten auch künftig nicht bei den nächsten Olympischen Spielen antreten dürfen. Dies geht aus dem Jahresbericht von DOSB-Generaldirektor Michael Vesper zur Mitgliederversammlung am Samstag in Berlin hervor.

Der deutsche Sport vertritt damit eine ähnliche Auffassung wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) und stellt sich auch in eine Reihe mit anderen Nationalen Olympischen Komitees, die ebenfalls eine neue Lösung fordern. Am härtesten attackierte das NOK von Olympia-Gastgeber Großbritannien die Aufhebung der Osaka-Regel. Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA drohte dem britischen BOA bereits Sanktionen an nach der Ankündigung, man wolle vor Olympia in London an der alten Osaka-Regel festhalten.

Nach deren Fall sind bislang für Olympia gesperrte Athleten wie US-Sprinter LaShawn Merritt oder Deutschlands erfolgreichste Winter-Olympionikin Claudia Pechstein für London 2012 bzw. die Winterspiele in Sotschi 2014 startberechtigt. Auf britischer Seite betrifft es 60-m-Hallen-Weltmeister Dwain Chambers.

Auf einer Linie mit dem IOC

Die Osaka-Regel besagte, dass Athleten nicht beim nächsten Olympia starten dürfen, wenn sie im vorausgegangenen Vier-Jahres-Zeitraum mehr als sechs Monate wegen Dopings gesperrt waren. Laut CAS-Urteil ist die Startsperre an sich Strafe genug, ein Olympia-Bann als zusätzliche Sanktion nicht regelkonform.

Ähnlich wie die Briten ist auch das IOC nicht begeistert von der CAS-Entscheidung, das hat der belgische Präsident Jacques Rogge bereits deutlich gemacht. "Wir sind natürlich ein wenig enttäuscht, weil die Regel die sauberen Athleten geschützt hat. Genau das ist unsere Philosophie, weil wir im Anti-Doping-Kampf eine Null-Toleranz-Politik fahren", sagte der IOC-Chef und kündigte an: "Wir werden versuchen, bei der nächsten Änderung des Anti-Doping-Codes der WADA neue Formulierungen zu verwenden. Die Änderung wird bis November 2013 vorgenommen."

Vesper meinte im Jahresbericht zum Fall der Osaka-Regel, nun sei dem DOSB der verfolgte schärfere Grundsatz, dass ein wegen Dopings gesperrter Athlet keinesfalls an den Spielen nach Ablauf der Sperre teilnehmen kann, rechtlich nicht durchsetzbar. "Allerdings treten wir gemeinsam mit anderen NOK's dafür ein, den grundlegenden Inhalt der aufgehobenen Regel in anderer Weise zu fixieren, um auch künftig auszuschlie0en, dass verurteilte Dopingtäter/innen gleich anschließend wieder an Olympischen Spielen teilnehmen dürfen."

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