Hacker-Angriff auf IOC und WADA

SID
Freitag, 05.08.2011 | 10:47 Uhr
IOC und WADA wurden Opfer von Hacker-Angriffen
© Getty
Advertisement
AEGON Classic Women Single
Live
WTA Birmingham: Finale
Mallorca Open Women Single
Live
WTA Mallorca: Finale
IndyCar Series
Kohler Grand Prix
NBA
NBA Awards 2018
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Tag 3
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 1
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Tag 4
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 2
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Viertelfinale
Antalya Open Men Single
ATP Antalya: Viertelfinale
AEGON International Men Single
ATP Eastbourne: Viertelfinale
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 3
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Halbfinale
Antalya Open Men Single
ATP Antalya: Halbfinale
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 4
AEGON International Men Single
ATP Eastbourne: Halbfinale
Boodles Challenge
The Boodles: Tag 5
AEGON International Women Single
WTA Eastbourne: Finale
Antalya Open Men Single
ATP Antalya: Finale
AEGON International Men Single
ATP Eastbourne: Finale
FIA World Rallycross Championship
6. Lauf: Höljes Motorstadion
US Darts Masters
US Darts Masters: Tag 1
US Darts Masters
US Darts Masters: Tag 2
US Darts Masters
US Darts Masters: Tag 3

Der Datenklau hat offensichtlich auch den Sport erreicht. Nach Informationen der "FAZ" wurden das IOC, die WADA und mehrere Nationale Olympische Komitees Opfer von Hackern.

Der internationale Datenklau hat offensichtlich auch den Sport erreicht. Nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" wurden das Internationale Olympische Komitee (IOC), die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) und mehrere Nationale Olympische Komitees Opfer von Hacker-Angriffen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) ist anscheinend nicht betroffen.

Das kalifornische Software-Unternehmen McAfee berichtet, dass 72 Sport-Organisationen in den vergangenen fünf Jahren ausspioniert wurden. Sicherheitsexperte Dmitri Alperovich bestätigte, dass Informationen auf einen fremden Server übertragen wurden und vermutet einen staatlichen Hintergrund.

Vermutlich staatlicher Auftrag

"Das Interesse an den Informationen asiatischer und westlicher NOK, genau wie des IOC und der WADA in der Zeit vor und direkt nach den Olympischen Spielen 2008 (in Peking) war besonders faszinierend und deutete darauf hin, dass hinter dem Eindringen ein staatlicher Auftrag steht", schreibt McAfees Vize-Präsident zur Erforschung von Netzwerk-Bedrohungen in seinem Bericht. Laut Alperovich sei der DOSB bislang nicht betroffen.

Wo genau der Zentralrechner der Hackerorganisation steht, ist nicht bekannt. Laut "FAZ" haben mehrere amerikanische Experten den Standort in China ausgemacht. Die Firma "Dell Secure Works", die ebenfalls dem Datenklau auf der Spur war, erklärte der Nachrichtenagentur "Bloomberg", es gebe Hinweise auf Server in Shanghai und Peking.

IOC sieht Vorfall gelassen

Das IOC sieht den Vorfall gelassen, da die Hacker auf den Servern des Olympischen Dachverbandes nur einen Monat lang unterwegs waren.

"Wenn sich der Verdacht bestätigen würde, wäre das natürlich verstörend. Allerdings ist das IOC transparent und hat keine Geheimnisse, die seine Handlungen oder seinen Ruf komprimittieren könnten", sagte IOC-Sprecher Mark Adams.

Die WADA soll unterdessen 14 Monate lang Opfer der Angriffe geworden sein, beginnend allerdings erst ein Jahr nach den Olympischen Spielen in Peking.

Für Generaldirektor David Howman ist besonders besorgniserregend, dass bereits im Februar 2008 ins "Mail-System der WADA eingedrungen" wurde. "Deswegen haben wir bei der Polizei in Quebec Anzeige erstattet und bei einer FBI-Untersuchung mitgewirkt", sagte Howman.

Noch Mehrsport

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung