Handball

"Kretzsche" verspürt Genugtuung

SID
In Magdeburg wurde er ausgelacht - jetzt hat der Aufstieg seiner Leipziger in die HBL gemeistert
© getty

Der frühere Nationalspieler Stefan Kretzschmar empfindet nach dem Aufstieg des SC DHfK Leipzig in die Handball-Bundesliga auch Genugtuung gegenüber seinem Ex-Klub SC Magdeburg.

"Alle haben mich nur ausgelacht. Um Gottes willen, was machst du in der 4. Liga? Insofern ist mir das auch eine hohe persönliche Genugtuung - auch in Richtung SC Magdeburg", sagte das Leipziger Aufsichtsratsmitglied der Sport Bild.

Kretzschmar war von 2007 bis 2009 beim SCM als Sportdirektor tätig, im Anschluss daran stieg er bei Leipzig ein. "Es war auch eine Motivation, dem SCM zu zeigen, dass ich etwas draufhabe, ein Projekt mit allen Facetten leiten kann", sagte er nun: "Und dem SCM zu zeigen, dass sie einen Fehler gemacht haben, mich 2009 als Sportdirektor gehen zu lassen."

"Mein Anteil ist nicht zu unterschätzen"

Der SC DHfK war am Wochenende vorzeitig in die Bundesliga aufgestiegen. Das größte Lob dafür, so Kretzschmar, gelte Geschäftsführer Karsten Günther und Manager Mike Gottas. "Mein Anteil ist nicht zu überschätzen, aber auch nicht zu unterschätzen", sagte der gebürtige Leipziger: "Die Beachtung und die wirtschaftliche Stabilität, die das Projekt in Leipzig bekommen hat, ist zu einem gewissen Teil auch mir zu verdanken".

Als Vorteil für die Leipziger Handballer wertet Kretzschmar die Tatsache, dass die Fußballer von RB Leipzig den Bundesliga-Aufstieg verpasst haben: "Wenn RB dieses Jahr auch aufgestiegen wäre, dann hätten sie uns noch mehr Licht genommen, dann wäre unser Aufstieg wahrscheinlich untergegangen."

Dass demnächst auch wieder ein Klub aus dem Osten deutscher Meister wird, glaubt der 42-Jährige allerdings nicht. "Wenn überhaupt, dann vielleicht irgendwann der SC Magdeburg. Aber vorläufig muss ich alle enttäuschen. Der THW Kiel ist so meilenweit enteilt, dem Klub kann man die nächsten Jahre schon vor der Saison die Meisterschale überreichen."

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