Dienstag, 24.02.2015

Achtelfinal-Hammer

CL: Kiel fordert Flensburg

Im deutschen Clasico gegen den Titelverteidiger SG Flensburg-Handewitt sinnt Rekordmeister THW Kiel auf Revanche. "Es prickelt gewaltig", sagte THW-Manager Thorsten Storm dem "SID" nach der Auslosung des Achtelfinales der Champions League und bezeichnete die Neuauflage des Vorjahresfinales als "harte Nuss".

Im letzten Jahr setzt sich Flensburg im Finale gegen Kiel durch
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Im letzten Jahr setzt sich Flensburg im Finale gegen Kiel durch

Knapp neun Monate nach der 28:30-Pleite im Finale von Köln ist die Favoritenrolle diesmal allerdings klar verteilt. "Kiel ist aufgrund seines Kaders und der Siegermentalität der klare Favorit auf den Titel", sagte Handball-Ikone Heiner Brand bei "SSNHD": "Aber Flensburg wird sicherlich kein angenehmer Gegner sein."

Und so bezeichnete SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke den THW im Gespräch mit dem "SID" zwar als "Hammerlos", versprach aber: "Wir werden unseren Kampfgeist und unsere Leidenschaft in die Waagschale werfen." Trotz der momentanen Verletzungssorgen bei der SG verspreche das Nordderby "eine kurze Anreise, volle Hallen und viele Emotionen".

Final Four in Köln

Das Hinspiel wird am 15. März (19.30 Uhr) in Flensburg ausgetragen, die Entscheidung fällt am 22. März in Kiel. Nur der Sieger darf weiterhin von der Teilnahme am finanziell lukrativen Final-Four-Turnier der besten vier Mannschaften Ende Mai in Köln träumen.

Dass mit Flensburg, aktuell Vierter in der Bundesliga, in Duellen gegen Kiel immer zu rechnen ist, bewies die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes erst kürzlich. Am 20. Dezember besiegte die SG den Branchenprimus mit 26:22.

"Entscheidend ist in einem solchen Spiel nicht, ob du Favorit bist, sondern ob du gewinnst", sagte Storm: "Und das wollen wir." Die Partie sei "etwas ganz, ganz Besonderes für alle Handballfans und beide Teams". Nach der ebenso schmerzhaften wie knappen Final-Niederlage im Vorjahr brennt Kiel auf seinen vierten Titel in der Königsklasse nach 2007, 2010 und 2012.

Löwen mit machbarer Aufgabe

Von solchen Erfolgen sind die Rhein-Neckar Löwen noch ein gutes Stück weit entfernt. Dabei erwischte der dritte deutsche Vertreter mit den Ungarn von Pick Szeged eine lösbare Aufgabe. "Szeged ist ein unangenehmer Gegner, der sich in einer sehr ausgeglichenen Gruppe D hinter Kielce souverän Platz zwei gesichert hat. Wir müssen unheimlich aufpassen", warnte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen.

"Die Löwen haben die bestmögliche Auslosung bekommen", kommentierte Brand die Achtelfinal-Aufgabe von Jacobsens Mannschaft: "Nach dem Ausfall von Abwehrchef Gedeon Guardiola tippe ich sogar, dass Oliver Roggisch sein Comeback geben wird."

Der deutsche Vizemeister hat als Vorrundendritter wie Flensburg zunächst Heimrecht und muss im Rückspiel auswärts antreten.

Das Achtelfinale im Überblick:

La Rioja (Spanien) - MKB Veszprém (Ungarn)

Montpellier AHB (Frankreich) - Vive Kielce (Polen)

Aalborg HB (Dänemark) - FC Barcelona (Spanien)

SG Flensburg-Handewitt - THW Kiel

Dunkerque HB (Frankreich) - Paris St. Germain (Frankreich)

Wisla Plock (Polen) - HC Vardar Skopje (Mazedonien)

Rhein-Neckar Löwen - Pick Szeged (Ungarn)

RK Zagreb (Kroatien) - KIF Kolding (Dänemark)


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