SPOX-Kommentar zum DHB-Abschneiden

Weltspitze? Nein!

Samstag, 31.01.2015 | 22:25 Uhr
Das DHB-Team schloss die WM auf dem siebten Platz ab
© getty
Advertisement
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 1
NHL
Penguins @ Bruins
Players Championship
Players Championship: Tag 1 -
Session 2
Pro14
Leinster -
Newport
Premiership
Newcastle -
Gloucester
NHL
Islanders @ Flyers
NHL
Senators @ Blue Jackets
NBA
Bulls @ Warriors
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 1
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 2
Rugby Union Internationals
Schottland -
Australien
Rugby Union Internationals
England -
Samoa
Rugby Union Internationals
Wales -
Neuseeland
Rugby Union Internationals
Irland -
Argentinien
Players Championship
Players Championship: Tag 2 -
Session 2
NBA
Pelicans @ Warriors
World Championship Boxing
Sergey Kovalev vs Vyacheslav Shabranskyy
Davis Cup Men National_team
Frankreich -
Belgien: Tag 3
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 1
Premiership
Saracens -
Exeter
NHL
Canucks @ Rangers
Players Championship
Players Championship: Tag 3 -
Session 2
NBA
Suns @ Timberwolves
NHL
Oilers @ Bruins
NBA
Cavaliers @ 76ers
NHL
Flyers @ Penguins
BSL
Fenerbahce -
Büyükcekmece
NBA
Wizards @ Timberwolves
NBA
Grizzlies @ Spurs
NBA
76ers @ Celtics
NHL
Maple Leafs @ Oilers
Premiership
Northampton -
Newcastle
NBA
Timberwolves @ Thunder
Rugby Union Internationals
Wales -
Südafrika
Pro14
Munster -
Ospreys
NBA
Clippers @ Mavericks
ACB
Saski-Baskonia -
Obradoiro
Premiership
Harlequins -
Saracens
BSL
Besiktas -
Anadolu Efes
ACB
Real Madrid -
Gran Canaria
NBA
Magic @ Knicks
NHL
LA Kings @ Blackhawks
NHL
Sharks @ Capitals
NBA
Warriors @ Pelicans
Champions Hockey League
Trinec -
Brynas IF
Basketball Champions League
Hapoel Holon -
EWE Baskets
Champions Hockey League
Bern -
Växjö
Basketball Champions League
Orlandina -
Ludwigsburg
NBA
Wizards @ Trail Blazers
Basketball Champions League
medi Bayreuth -
AEK Athen
Basketball Champions League
Sidigas Avellino -
Baskets Bonn
NBA
Warriors @ Hornets
European Challenge Cup
Toulouse -
Lyon
NHL
Islanders @ Penguins

Mit dem Sieg gegen Slowenien hat das DHB-Team dank Bundestrainer Dagur Sigurdsson seine WM-Mission in der Wüste erfüllt. Die zwischendurch entstandene Euphorie erweist sich allerdings als verfrüht. Ein Kommentar von SPOX-Redakteur Felix Götz.

Das Minimalziel lautete Achtelfinale, Dagur Sigurdsson wollte der Handball-Welt beweisen, dass Deutschland wieder da ist: Der DHB hat seinen Ankündigungen mit dem siebten Platz und dem damit verbundenen Erreichen eines Olympia-Qualiturniers Taten folgen lassen und die Mission in der Wüste erfüllt.

Die zwischendurch entstandene riesige Euphorie erwies sich aber doch als verfrüht. Deutschland sei zurück in der Weltspitze, hatte es nach der herausragenden Gruppenphase und dem Sieg im Achtelfinale gegen Ägypten auch von DHB-Seite geheißen. Das stimmt definitiv nicht.

Erstens gerät ein Topteam in einem Viertelfinale gegen Katar nicht so in Hektik, wie es dem DHB-Team passiert ist - Schiedsrichter hin, Schiedsrichter her. Zweitens hing es am letzten Spiel gegen Slowenien, ob das Turnier in der öffentlichen Wahrnehmung als Erfolg oder Misserfolg gewertet wird. Bei einer Niederlage hätte es geheißen: Wenn es drauf ankommt, dann versagen sie wieder.

Es fehlt nicht so viel

Es kam glücklicherweise anders. Und die Erkenntnis, noch nicht wieder zu den absoluten Topnationen zu gehören, ist nicht weiter schlimm. Wer bitte hätte der deutschen Mannschaft vor der WM Leistungen zugetraut, die uns zumindest zeitweise von einer Medaille träumen ließen?

Insofern muss das Fazit des Turniers lauten: Deutschland ist gar nicht so weit weg von der Weltspitze, wie alle noch im Juni nach den verpatzten Playoff-Duellen gegen Polen dachten. Und: Der DHB schlug nach dem Aus von Martin Heuberger den richtigen Weg ein.

Sigurdsson die richtige Wahl

Mit der Wahl des neuen Bundestrainers wurde eine sehr gute Entscheidung getroffen - aus mehreren Gründen. Sigurdsson ist in der Lage, dem Team genügend Überzeugung und Selbstvertrauen zu vermitteln, um tatsächlich fast alle Gegner schlagen zu können.

Entscheidend dafür ist, der Mannschaft einen möglichst lückenlosen Plan an die Hand zu geben. Das macht der Isländer. Das Team wurde von den Gegnern selten unvorbereitet getroffen, auf taktische Umstellungen kann es seinerseits mit Änderungen reagieren. Ob in Angriff oder Abwehr, das deutsche Spiel ist viel flexibler geworden.

Hinzu kommt: Das jetzige Team ist jung und kann in ähnlicher Zusammensetzung noch einige große Turniere spielen. Ist Sigurdsson seine Doppelfunktion als Füchse- und Nationalcoach im Sommer erst mal los, spricht nichts dagegen, warum sich diese Truppe nicht noch weiterentwickeln sollte. Dem erst 19-jährigen Paul Drux dürfte in dieser Hinsicht eine Schlüsselrolle zufallen.

Dem Kader fehlt es an Breite

Wunderdinge darf man von Sigurdsson allerdings nicht erwarten. Genügt die erste Sieben in Bestform höchsten Ansprüchen, wird es in der Breite des Kaders qualitativ deutlich weniger. Im rechten Rückraum ist Steffen Weinhold beispielsweise absolut unersetzlich.

Hier ist der DHB auf ein noch intensiveres Mitwirken der Liga angewiesen. Denn in erster Linie müssen nun mal die Klubs für die Entwicklung junger Spieler sorgen. Es wäre insgesamt im Interesse des Handballs.

Schließlich haben die vergangenen zwei Wochen zum x-ten Mal bewiesen, dass die breite Öffentlichkeit ausschließlich über Erfolge des Nationalteams zu gewinnen ist. Da können die Vereinsmannschaften international noch so viele Titel einheimsen.

Die WM im Überblick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung