Nationalspieler Groetzki attackiert EHF

SID
Freitag, 28.03.2014 | 10:57 Uhr
Seit 2007 spielt Groetzki für die Löwen
© getty
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Nach der milden Strafe für Star-Coach Talant Duschebajew hat Nationalspieler Patrick Groetzki die Europäische Handball-Föderation (EHF) heftig attackiert. "Handball, du kannst so lächerlich sein!! 5000EUR für nen Schlag und so eine PK! Super Vorbild für Kinder!!", twitterte der Rechtsaußen der Rhein-Neckar Löwen.

"Ich schäme mich für meine Sportart...Und die Verantwortlichen, die solche Signale setzen."

Die EHF hatte den Trainer des polnischen Meisters KS Vive Targi Kielce am Donnerstag nach seiner vermeintlichen Attacke gegen Löwen-Coach Gudmundur Gudmundsson zu einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt. Die Hälfte dieser Summe wurde bis zum 30. Juni 2015 zur Bewährung ausgesetzt.

Auch Löwen-Manager Thorsten Storm reagierte mit Unverständnis. "Ich bin sprachlos, aber das geht wohl vielen Handballern nicht anders", sagte Storm dem Mannheimer Morgen. Trainer Gudmundsson hatte zuvor behauptet, Duschebajew habe ihn "zwischen die Beine" geschlagen.

EHF sah Angriff als nicht erwiesen an

Das milde Urteil kam zustande, weil die EHF nach Ansicht des Videomaterials vom Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League einen Angriff Duschebajews auf Gudmundsson nicht als erwiesen ansah. Der ehemalige Welthandballer wird nur "wegen falschen und respektlosen Verhaltens im Sinne des Fair Play" zur Kasse gebeten.

Duschebajew habe sich während des Spiels, das die Löwen am vergangenen Samstag 28:32 verloren hatten, aggressiv verhalten. Das Rückspiel findet am Montag in Mannheim statt.

Die Löwen hatten dem früheren Bundesliga-Profi vorgeworfen, Gudmundsson bei einer Auseinandersetzung zwischen die Beine geschlagen zu haben, woraufhin dieser kurz zusammensackte.

"Wir akzeptieren, dass wir diese Begegnung verloren haben, und legen keinen Protest gegen die Spielwertung ein. Aber wir nehmen nicht hin, dass unser Trainer von seinem Kollegen geschlagen wird", hatte Storm erklärt. Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL), hatte eine "drakonische Strafe" erwartet.

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