Donnerstag, 05.12.2013

DHB-Präsident vor Frauen-WM

Bauer: "Über Medaillen reden wir nicht"

DHB-Präsident Bernhard Bauer will die deutschen Handballerinnen vor der Weltmeisterschaft in Serbien (7. bis 22. Dezember) nicht unter Druck setzen und sieht dem Turnier optimistisch entgegen.

Kerstin Wohlbold wird beim WM-Turnier verletzungsbedingt fehlen
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Kerstin Wohlbold wird beim WM-Turnier verletzungsbedingt fehlen

"Über Medaillen reden wir nicht", sagte der Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB) im Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten: "Wir sollten nicht überziehen. Die Mannschaft hat sich Stück für Stück verbessert. Jetzt soll sie mal rausgehen und gut spielen."

Die Achtelfinal-Teilnahme hält Bauer allerdings in jedem Fall für möglich. "Ich bin sehr optimistisch", sagte der 63-Jährige.

Zwar sei der Ausfall von Spielmacherin Kerstin Wohlbold, die nach ihrem Kreuzbandriss am Donnerstag operiert wurde, ein herber Rückschlag, doch: "Wir haben auch so eine ganz gute Truppe." Diese habe zuletzt "einen guten Eindruck gemacht", müsse aber jetzt "diese Leistungen konstant bringen. Tut sie das, ist sie auch bei der WM für eine Überraschung gut."

Entscheidenden Anteil am Aufschwung des deutschen Frauenhandballs in den letzten beiden Jahren hat Bundestrainer Heine Jensen, dessen Vertrag mit dem DHB noch bis Ende 2014 läuft.

Lob für Jensen

"Heine macht gemeinsam mit seinem Trainerteam klasse Arbeit", sagte Bauer: "Er stellt die Mannschaft bestens ein. Deutliche Fortschritte in Taktik und Spiel sind erkennbar. Ich bin von Heine Jensen überzeugt." Von seiner Seite aus, so Bauer, stehe einer Vertragsverlängerung mit dem Dänen nichts entgegen: "Einzelheiten müssen wir noch besprechen."

Weniger Grund zur Freude bieten die deutschen Männer, die nach verpasster Qualifikation die EM im Januar in Dänemark nur als Zuschauer erleben werden.

Eine Verlängerung des bis Juni 2014 laufenden Vertrages mit Bundestrainer Martin Heuberger macht Bauer von einer erfolgreichen Qualifikation für die WM 2015 abhängig. "Dann bleibt Martin Heuberger in jedem Fall unser Bundestrainer", sagte der DHB-Boss: "Wir haben großes Vertrauen in ihn."

"Brand ist Beckenbauer des Handballs"

Wie es nach dem Ende seines Vertrages im Jahr 2015 mit DHB-Manager Heiner Brand weitergeht, ließ Bauer dagegen offen. Brand sei "für den Handball das, was Franz Beckenbauer für den Fußball ist. Ich habe eine sehr hohe Meinung von ihm als Mensch, als Sportler und als Handballfachmann."

Der verantwortliche Mann für den Sport im DHB sei allerdings Bob Hanning. "So sieht es unsere Struktur vor", sagte Bauer: "Bob Hanning ist der gewählte Vizepräsident Leistungssport."

Den Vorwurf des zuletzt abgelösten langjährigen Mannschaftsarztes Dr. Berthold Hallmaier, wonach alles, was nach Brand rieche, weg müsse, weist Bauer zurück: "Das ist starker Tobak und entbehrt jeder Grundlage."


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