Bestechungsvorwürfe

Thüringer HC legt Protest ein

SID
Mittwoch, 13.11.2013 | 16:46 Uhr
Zehn Siebenmeter-Strafwürfe bekamen die Rumäninen zugesprochen
© getty
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Der deutsche Handball-Meister Thüringer HC hat Protest gegen die Wertung des Champions-League-Spiels bei HCM Baia Mare (19:20) eingelegt.

Der Frauen-Bundesligist schickte am Mittwoch eine Beschwerde an den Europäischen Handball-Verband (EHF) und erhebt darin schwere Bestechungsvorwürfe gegen die slowenischen Schiedsrichter Nenad Krstic und Peter Ljubic.

"Ich bin 100-prozentig von einer Bestechung überzeugt. Für mich bestehen da keine Zweifel", sagte THC-Trainer Herbert Müller dem SID, "solchen Leuten muss man das Handwerk legen. Diese Schiedsrichter müssen aus dem Verkehr gezogen werden". Die beiden Referees hatten mit teils kuriosen Entscheidungen für Aufsehen gesorgt.

Die Rumäninnen bekamen insgesamt zehn Siebenmeter-Strafwürfe zugesprochen, die Thüringerinnen nur einen. Zudem waren die THC-Torhüterinnen während des Spiels von Zuschauern gezielt mit Laserpointern geblendet worden.

Schiedsrichter sorgen für negative Schlagzeilen

Müller reichte am Mittwoch eine eidesstattliche Erklärung über die Vorfälle am vergangenen Wochenende in Rumänien bei der EHF ein. "Ein Vereinsverantwortlicher von Baia Mare hat mir gesagt: 'Bei dem Geld, was wir den beiden gezahlt haben, hätten wir eigentlich mit zehn Toren gewinnen müssen'", sagte Müller und verwies darauf, dass die beiden Schiedsrichter zuletzt immer wieder für negative Schlagzeilen gesorgt hätten.

Große Chancen auf ein Wiederholungsspiel rechnet sich der Klub aus Bad Langensalza nicht aus. "Das ist auch nicht unser wichtigstes Anliegen", sagte Müller, "in erster Linie geht es uns um einen sauberen Sport. Hier wird Schindluder mit der ehrlichen Arbeit von Sportlern betrieben." Die Missstände müssten schleunigst aufgedeckt werden.

Das Duo Krstic/Ljubic steht nicht zum ersten Mal unter Korruptionsverdacht. So sorgten die beiden Slowenen mit ihren Entscheidungen im Viertelfinale der Männer-WM 2009 für den legendären Wutausbruch des damaligen deutschen Bundestrainers Heiner Brand, der nach Schlusspfiff mit erhober Faust auf die beiden Unparteiischen zustürmte.

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