Donnerstag, 09.02.2012

24:23-Sieg im Spitzenspiel gegen Berlin

HSV: Jens Häusler mit erfolgreichem Einstand

Räumlich ging Martin Schwalb auf Abstand. Zwischen der Bank mit Interimstrainer Jens Häusler und dem Präsidenten des deutschen Meisters HSV Hamburg lagen das Spielfeld und zwei Banden. Emotional war Schwalb beim 24:23 (12:14) gegen die Füchse Berlin allerdings ganz nah bei seiner Mannschaft. Frustfalten in der Anfangsphase, Jubelposen am Ende. Noch ein kurzes Abklatschen mit Mäzen Andreas Rudolph, dann war der erste Kraftakt nach der EM-Pause erfolgreich bewältigt.

Jens Häusler (l.) feierte nach dem Kraftakt mit seinem Führungsspieler Pascal Hens
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Jens Häusler (l.) feierte nach dem Kraftakt mit seinem Führungsspieler Pascal Hens

Schwalb konnte durchschnaufen. Viel hatte auf dem Spiel gestanden. "Eine Niederlage wäre eine kleine Katastrophe gewesen", sagte Torhüter Dan Beutler, der den wichtigen Sieg mit starken Paraden in der Schlussphase festgehalten und Häusler damit einen gelungenen Einstand als Chef beschert hatte.

Interimscoach muss die Saison retten

Schwalb schenkt dem bisherigen Co-Trainer des entlassenen Per Carlen das Vertrauen. Der Klubboss will sich für die Suche nach einem neuen Coach Zeit nehmen - zumal Wunschkandidat Talant Duschebajew (Atletico Madrid) wohl erst zum Saisonende verfügbar ist. Also soll Häusler die Saison retten.

Schwalb, der den HSV in der vergangenen Saison selbst als Trainer zum Titel geführt hatte, lässt den 44-Jährigen machen und verzichtet bewusst auf einen Platz auf der Bank.

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Ein Drahtseilakt, bei dem nichts schiefgehen darf. Die erste Vorstellung gelang. Durch den Sieg gegen die Füchse schoben sich die Hamburger bis auf einen Punkt an den in der Tabelle zweitplatzierten Hauptstadtklub heran.

Zudem konnten die Verfolger Flensburg-Handewitt und die Rhein-Neckar Löwen auf Distanz gehalten werden. Das Mindestziel "Champions-League-Teilnahme" ist ein weiteres kleines Stück näher gerückt.

Häusler: "Die Mannschaft steht zusammen"

Als nächstes sollen die Füchse überholt werden. "Ich will nicht nur Dritter werden", sagte Torhüter Johannes Bitter. Der Blick in Richtung Titelverteidigung verbietet sich allerdings. Rekordmeister THW Kiel ist mit 36:0 Zählern wohl uneinholbar enteilt.

"Dass wir die Punkte gegen Berlin geholt haben, ist jetzt erstmal wichtiger als alles andere", sagte Häusler nach seiner Premiere: "Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie zusammensteht. Sie hat mich unterstützt. Wir konnten uns jederzeit auf der Bank austauschen."

Schwalb war von Häuslers Coaching angetan. "Er hat einen guten Eindruck gemacht und ist auch in hektischen Situationen ruhig geblieben", lobte der Präsident. Auch räumlich war die Distanz nun aufgehoben. In den Katakomben der Halle gab es ein erleichtertes Schulterklopfen für den Trainer.

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