Freitag, 30.12.2011

Nach Trennung von Carlen

HSV Hamburg auf Trainersuche

"Wir werden uns die Zeit nehmen, die bestmögliche Lösung zum bestmöglichen Termin zu finden", sagt Martin Schwalb vom deutschen Meister HSV Hamburg.

Trainer Per Carlen hat beim HSV Hamburg noch einen Vertrag bis Mitte 2013
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Trainer Per Carlen hat beim HSV Hamburg noch einen Vertrag bis Mitte 2013

Der Präsident des deutschen Handball-Meisters HSV Hamburg ist zwar in Österreich im Urlaub, hatte am Tag nach der Entlassung von Trainer Per Carlen dennoch viele Telefonate zu führen.

Konkret sagen wollte er jedoch nichts. Nichts zu einem möglichen Nachfolger, nichts zu den Gründen des Rauswurfes, nichts zu dem Entscheidungsprozess: "Wir haben beschlossen, uns im Sinne des HSV vom Trainer zu trennen."

Titelverteidigung in weiter Ferne

Einige Fakten liegen jedoch auf dem Tisch: Eine erfolgreiche Titelverteidigung ist bei acht Punkten Rückstand auf den THW Kiel in ganz weite Ferne gerückt. Platz drei und damit die direkte Qualifikation zur Champions League ist gefährdet, der Tabellenvierte Flensburg ist mit 28:8 Zählern punktgleich, Berlin ist auf Platz zwei drei Punkte besser.

Die Leistungen der Mannschaft waren durchgängig enttäuschend, die Chemie zwischen Coach und Spielern stimmte schon lange nicht mehr. "Selbstverständlich wurden die Spieler gehört", sagte Schwalb der Nachrichtenagentur dapd: "Sie sind wichtige Arbeitnehmer."

Interimscoach nicht unwahrscheinlich

Erst am 8. Februar startet mit dem richtungweisenden Spiel gegen Berlin die Bundesliga-Rückrunde. Eine Interimslösung mit Schwalb oder Co-Trainer Jens Häusler ist keinesfalls ausgeschlossen. "Der neue Coach muss nicht am 8. Februar auf der Bank sitzen", erklärte Schwalb: "Eher im Gegenteil. Häusler ist ein Mann, der das kann."

Auf Dauer aber soll es wohl ein etablierter Trainer richten. "Noka" Serdarusic, Markus Baur oder Mister X. Ende Januar wird in Kiel das Urteil im Bestechungsprozess gegen den ehemaligen THW-Manager Uwe Schwenker und Meistertrainer Zvonimir Serdarusic gefällt, wahrscheinlich ein Freispruch.

Kontakte zwischen Serdarusic und dem HSV hat es bereits gegeben. Der 61-Jährige lebt in Norddeutschland, er will unbedingt wieder arbeiten, ist aber nach Knieoperationen gesundheitlich angeschlagen.

Abfindungsverhandlungen mit Carlen

Auch Markus Baur ist im Sommer "auf dem Markt". Der Ex-Nationalspieler wird seinen auslaufenden Vertrag beim TuS N-Lübbecke nicht verlängern. Er gilt als enger Freund von Schwalb. Seinen Entschluss begründete der 40-Jährige allerdings mit privaten Gründen: "Ich bin auch meiner Familie verpflichtet, die seit langer Zeit aufgrund der räumlichen Trennung viel zu kurz kommt." Die Familie lebt in Süddeutschland, ein Job in Hamburg ist vor diesem Hintergrund schwer vorstellbar.

Mäzen Andreas Rudolph hatte sich nach dem Titelgewinn 2011 offiziell vom obersten Vereinsamt zurückgezogen und für Meistertrainer Schwalb den Präsidentensessel geräumt. Carlen sollte einen Umbruch und Neuaufbau bei maximalem Erfolg einleiten.

Dieser Plan ist gescheitert. Jetzt laufen stattdessen die Abfindungsverhandlungen mit dem Schweden, dessen Vertrag noch bis Mitte 2013 datiert ist. "Vielleicht kommen wir ja noch zu einer einvernehmlichen Lösung", sagte Schwalb.

Die Saison der Bundesliga im Überblick

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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