Donnerstag, 22.12.2011

Startrekord eingestellt

THW Kiel: Mit Eleganz und Effizienz

Kiel macht Schlagzeilen. Seit Mittwochabend ist die Stadt an der Förde in aller Munde. Während die Holstein-Fußballer ihren Ruf als Pokalschreck mit dem Sieg über Mainz 05 festigten, egalisierten zur selben Zeit die Handballer des THW mit dem 31:22 (20:12) gegen Eintracht Hildesheim den Bundesliga-Startrekord.

Mit insgesamt 28 nationalen Titeln der erfolgreichste Verein Deutschlands: Der THW Kiel
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Mit insgesamt 28 nationalen Titeln der erfolgreichste Verein Deutschlands: Der THW Kiel

17 Spiele, 17 Siege, 34:0 Punkte stehen zu Buche. Seit der Spielzeit 2002/2003 hielt der TBV Lemgo diese Bestmarke.

Die Art und Weise, in der der THW Kiel in der laufenden Saison der Handball-Bundesliga die Gegner beherrscht und an der Tabellenspitze einsam seine Kreise zieht, verdient nicht nur Anerkennung und Respekt.

THW Kiel: Synonym für Erfolg

Sie hat auch den Ruf des deutschen Rekordmeisters zementiert, Synonym für erfolgreichen Handball zu sein.

Wenn die aktuelle Siegesserie anhält, dann könnte sich die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason am Ende der Spielzeit noch einen weiteren Rekord schnappen und die eigenen 65:3 Punkte aus der Serie 2008/2009 überbieten.

Auch diese Bestmarke hatte einst der TBV Lemgo allein inne, der vor acht Jahren nach seinem damaligen Rekordstart am Ende 62:6 Zähler geschafft hatte.

Fünf Punkte Vorsprung auf Berlin

Gibt es einen Kontrahenten, der den THW Kiel in dieser Spielzeit stoppen kann? Am nächsten dran, dem Spitzenreiter ein Bein zu stellen, waren am 30. Oktober noch die Füchse Berlin beim knappen 33:32-Erfolg der Nordlichter an der Spree.

Selbst der amtierende Deutsche Meister HSV Hamburg hatte vor wenigen Tagen beim 30:25-Sieg des THW keine Chance. Der ewige Nord-Rivale SG Flensburg-Handewitt musste beim Kieler 32:27 die Überlegenheit des Gislason-Teams kürzlich sogar in eigener Halle anerkennen.

Kiel dominiert die Liga in dieser Saison scheinbar nach Belieben. Die fünf Punkte Vorsprung an der Spitze mögen im Fußball aufholbar sein, im Handball bedeuten sie mehr als eine Vorentscheidung im Titelkampf.

Der nächste Rekord ist programmiert

Hinzu kommt, dass der THW bisher ohne nennenswerte Verletzungen durch die bisherigen 17 Pflichtaufgaben in der Bundesliga gekommen ist. Wenn dies so bleibt, ist der nächste Rekord programmiert.

Wer den souveränen THW anno 2011 live erlebt, der wird die Schlagkraft und Effizienz im Rückraum ebenso bewundernd konstatieren wie die spielerische Eleganz und scheinbare Leichtigkeit, mit der die Mannschaft von Sieg zu Sieg eilt.

Vor einer Woche im DHB-Pokalknüller bei den Füchsen Berlin demoralisierten die Kieler Ausnahmekönner wie Filip Jicha, Kim Andersson, Aaron Palmarsson oder Torwart Thierry Omeyer den Gegner beim 39:28-Triumph geradezu.

Kiel könnte alleiniger Rekordhalter werden

Besser geht's nicht? Von wegen: Schon am 2. Weihnachtstag, wenn der THW beim VfL Gummersbach antritt, könnten die Kieler mit einem weiteren Sieg zum alleinigen Rekordhalter in der Kategorie "Bester Bundesliga-Start" aufsteigen.

Wer wollte daran zweifeln?

Der THW Kiel im Steckbrief

Die Torschützenkönige der letzten 10 Jahre
Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2005/2006: Gudjon Valur Sigurdsson (VfL Gummersbach), 264 Tore (69 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2006/2007: Kyung-Shin Yoon (HSV Hamburg), 236 Tore (88 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2007/2008: Konrad Wilczynski (Füchse Berlin), 237 Tore (128 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2008/2009: Savas Karipidis (MT Melsungen), 282 Tore (116 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2009/2010: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 257 Tore (135 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2010/2011: Anders Eggert (SG Flensburg-Handewitt), 248 Tore (132 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2011/2012: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen), 247 Tore (84 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2012/2013: Hans Lindberg (HSV Hamburg), 235 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2013/2014: Marko Vujin (THW Kiel), 248 Tore (66 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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Saison 2014/2015: Robert Weber (SC Magdeburg), 271 Tore (99 Siebenmeter)
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