Zweitligist zieht Reißleine

FSV entlässt Trainer Oral

SID
Sonntag, 10.04.2016 | 11:10 Uhr
Thomas Oral übernimmt zur neuen Saison den Karlsruher SC
© getty
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Der abstiegsbedrohte Zweitligist FSV Frankfurt hat die Reißleine gezogen und nach sieben Spielen ohne Sieg seinen Trainer Tomas Oral entlassen. Das teilten die Bornheimer einen Tag nach der 1:4-Niederlage beim VfL Bochum mit.

Man sei "nach der zuletzt eingetretenen Entwicklung und eingehender Analyse übereingekommen, für die verbleibenden fünf Saisonspiele eine Veränderung herbeizuführen."

Die Hessen kündigten für den Montag (10.00 Uhr) eine Pressekonferenz an, auf der "ausführlich über den Trainerwechsel" informiert werden soll. Als Nachfolger für Oral (42), der zur kommenden Spielzeit beim Ligarivalen Karlsruher SC anheuern wird, ist nach Bild-Informationen der frühere Bundesliga-Coach Falko Götz im Gespräch.

Götz wohl bis Saisonende

Fünf Spieltage vor dem Saisonende befindet sich Frankfurt in akuter Gefahr, der Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz beträgt nur noch fünf Zähler. Vor der Partie in Bochum hatte Geschäftsführer Clemens Krüger daher bereits verraten, dass der Verein "für den Fall der Fälle gerüstet sei" und er "natürlich einen Plan B" habe.

Dieser soll Götz sein. Der 54-Jährige war Anfang März als Trainer des Regionalligisten 1. FC Saarbrücken zurückgetreten. Er soll bis zum Saisonende an den Main wechseln und bleiben, falls der Klassenerhalt gelingen sollte.

Dass dies mit einer Veränderung kurz vor dem Saisonende eintreten kann, hatte in der Vorsaison ausgerechnet Oral bewiesen. Der gebürtige Bayer hatte vor dem letzten Spieltag Benno Möhlmann beerbt und seine Mannschaft mit einem 3:2-Erfolg bei Fortuna Düsseldorf im Bundesliga-Unterhaus gehalten. Oral hatte den FSV bereits von 2006 bis 2009 trainiert und das Team vom Bornheimer Hang von der 4. in die 2. Liga geführt.

Am 5. März hatte der FSV den Abschied des Fußballlehrers am Saisonende verkündet. Der 42-Jährige hatte das offerierte Vertragsangebot des FSV nicht akzeptiert. Wenig später war seine Verpflichtung durch den KSC ab der neuen Spielzeit bereits bekannt gegeben worden. Die Trennung von Oral bedeutete den zehnten Trainerwechsel in der laufenden Zweitliga-Saison.

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