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"Wir waren echte Männer"

SID
Sonntag, 10.04.2016 | 20:20 Uhr
Ralph Fährmann und der FC Schalke holten gegen Dortmund einen Punkt
© getty
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Viktor Skripnik ist aufgrund der bitteren Heimniederlage gegen den FC Augsburg maßlos enttäuscht und Thomas Eichin schließt in der gegenwärtigen Situation nichts aus. Dirk Schuster ist unglaublich stolz auf seine Lilien, im Derby gibt's jede Menge echte Männer und die Erklärungen für die Platzverweise zwischen Köln und Leverkusen liegen offenbar auf der Hand.

FC Schalke 04 - Borussia Dortmund 2:2

Andre Breitenreiter (Trainer Schalke): "Ich bin mit der Leistung einverstanden. Wir sind zweimal in Rückstand geraten und haben dann große Moral gezeigt. Am Ende hatten wir dann noch die Chance auf den Siegtreffer. Heute war gefragt, Zweikämpfe zu gewinnen und aggressiv zu spielen. Wir sind froh, dass wir gegen eine der beiden Top-Mannschaften gepunktet haben. Das haben uns nur die Wenigstens zugetraut. Hier wird ja nur auf das Trainerteam und die Mannschaft draufgetreten und alles klein gehalten. Wir haben heute gezeigt, dass wir es besser machen können."

Ralf Fährmann (Schalke 04): "Wir haben heute das gezeigt, was wir Ingolstadt haben vermissen lassen. Wir waren echte Männer, die ihren Mann auf dem Platz gestanden haben. Das haben wir heute gut gemacht. Am Ende ist es ein gerechtes Unentschieden gewesen."

Klaas-Jan Huntelaar (Schalke): "Es war ein gutes Spiel mit vielen Zweikämpfen. Wir sind zweimal zurückgekommen. Es war eine sehr gute Leistung unserer Mannschaft. Das ist super für unsere Moral. Ob echte Männer auf dem Platz waren, das dürfen die Zuschauer entscheiden."

Thomas Tuchel (Trainer Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir haben verhalten begonnen und ein bisschen gebraucht, um uns zu finden. Dann haben wir das Spiel dominiert. In der zweiten Halbzeit waren wir klar besser und sind zweimal verdient in Führung gegangen. Dann haben wir es leider zu leichtfertig hergegeben."

... zur BVB-Rotation: "Die Aufstellung stand schon recht früh im Trainerbüro an der Tafel. Wir haben noch nie nachgezählt, wie viele Wechsel es sind. Es ist wichtig, dass du Dinge machst, von denen du überzeugt bist und dich nicht von anderen beeinflussen lässt."

Nuri Sahin (Dortmund): "Es hat sich auf dem Platz komisch angefühlt. Wir sind nicht gut reingekommen. Dann hatten wir eine ordentliche Phase und geben es dann wieder ab. Wenn man bedenkt, dass wir zweimal eine Führung hergeben, dann ist das natürlich bitter. Bei den Gegentoren müssen wir besser verteidigen."

1. FC Köln - Bayer Leverkusen 0:2

Roger Schmidt (Trainer Leverkusen, über die beiden Platzverweise): "So wie man den Spieler kennt war das sicherlich nicht bösartig von Leonardo Bittencourt. Aber es war eine Rote Karte. Und ich denke, auch die Gelb-Rote Karte gegen unseren Spieler geht in Ordnung. Er ist halt ein Brasilianer und muss sich daran gewöhnen, dass er nicht mehr in Brasilien spielt, sondern in Deutschland, und das hier geahndet wird. Wenn man die Bilder gesehen hat, muss man sagen: Der Schiedsrichter hat die Situation richtig gelöst."

Bernd Leno (Leverkusen): "Ich glaube, unsere Chancen stehen jetzt sehr gut. Wir treffen noch auf Gladbach und auf die Hertha, haben unser Schicksal also selbst in der Hand. Jetzt wo wir so nah an Berlin dran sind wollen wir natürlich auch den dritten Platz und die direkte Champions-League-Qualifikation. Damit kann der Verein wesentlich besser planen."

Dominic Maroh (Köln, über Bittencourts Rote Karte): "Ich habe das Foul natürlich gesehen, da war bei Leo Frust dabei, ganz klar. Das darf ihm natürlich trotzdem nicht passieren, denn jetzt ist er gesperrt und wir brauchen ihn. Er ist ein halber Brasilianer und ein wenig hitzköpfig, trotzdem hat er der Mannschaft damit ein wenig weh getan."

Werder Bremen - FC Augsburg 1:2

Thomas Eichin (Geschäftsführer Sport Bremen): "Ich bin im Schockzustand und muss erst einmal eine Nacht drüber schlafen. Ich muss mir genau überlegen, was ich sage. Wir müssen die richtigen Maßnahmen ergreifen. Ich schließe momentan gar nix aus. Schauen wir, was die nächsten 24 Stunden bringen. Wir müssen uns jetzt zusammensetzen, über alles sprechen und dann die richtigen Maßnahmen ergreifen. In der Bundesliga ist nichts unverhandelbar."

Viktor Skripnik (Trainer Bremen)...

... über die Aussagen von Eichin: "Ich entlasse mich nicht selbst. Ich werde nicht das weiße Handtuch schmeißen. Ich komme morgen wieder zum Training und mache mir keine Sorgen."

... auf die Frage, ob er bald womöglich nicht mehr Trainer ist: "Es ist ganz schwierig gegen 18 Mannschaften zu kämpfen - 17 in der Bundesliga und eine aus dem Medienbereich. Ich habe zwei Mal in der Hinrunde gesagt, okay, ich bin weg. Aber alle sagen: 'Du bist der Mann, den wir brauchen'."

Markus Weinzierl (Trainer Augsburg): "Insgesamt bin ich natürlich sehr erleichtert, dass wir diese drei Punkte holen konnten. In der ersten Halbzeit haben wir bestimmt nicht das Beste gespielt, was wir können. Danach haben wir den Schlüssel zum Spiel gefunden. Nach dem 1:1-Ausgleich war die Angst vor der Niederlage beim Gegner zu spüren und genauso ist es dann ja auch gekommen."

Clemens Fritz (Bremen): "Wir müssen einfach konzentrierter und wachsamer sein, denn so kannst du keine Punkte holen. Dann noch gegen einen unmittelbaren Konkurrenten, das ist doppelt bitter und tut weh. Aber wir müssen das abschütteln und uns wieder aufbäumen."

Daniel Baier (Augsburg): "Ich bin fix und fertig und froh, wenn ich im Flieger nach Hause sitze. So ein Sieg wird natürlich Auftrieb und Selbstvertrauen geben. Von daher sind wir heute sehr glücklich. So einen Dreckssieg haben wir gebraucht."

VfB Stuttgart - FC Bayern München 1:3

Jürgen Kramny (Trainer Stuttgart): "Man hat gesehen, dass wir die Breite von Bayern abdecken wollten mit unserer Fünferkette, aber einmal waren wir zu weit weg, das hat Bayern ausgenutzt, als Georg Niedermeier nicht tief genug steht und das lange Bein rausholt. Nach der Halbzeit waren wir etwas zu passiv, etwas zu tief. Das zweite Tor macht Alaba mit einem kleinen Wackler zu billig. Nach dem Anschluss waren wir dran, aber leider war nicht mehr drin."

Pep Guardiola (Trainer FC Bayern): "Wir hatten viele Probleme, gut anzugreifen, haben zu oft Foul gespielt und so Freistöße und Ecken zugelassen. Damit haben wir es für uns selbst kompliziert gemacht. Aber nach dem Tor haben wir es gut gemacht, vor allem in der zweiten Halbzeit. Wir haben besser attackiert, die Stürmer haben sich besser bewegt. Wir brauchen jetzt noch drei Siege und ein Unentschieden, um etwas zu schaffen, was noch nie eine Mannschaft in Deutschland geschafft hat."

Matthias Sammer (Sportvorstand FC Bayern) über Arturo Vidal: "So gefährlich wie er oftmals aussieht und so extrem wie er manchmal Fußball spielt - Arturo ist ein ganz Lieber. Er will immer spielen. Ich habe in der Halbzeit kurz mit ihm geredet und er weiß natürlich, dass es die richtige Konstellation war. Ich war auch mal Spieler und das gibst du erst mit ein bisschen Verzögerung zu."

Franck Ribery (FC Bayern) über Arturo Vidal: "Das kann passieren. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns und einen großer Charakter. Das ist kein Problem. Für das Spiel gegen Lissabon ist er hoffentlich wieder zu 100 Prozent auf dem Platz."

Daniel Didavi (Stuttgart): "Den ersten Ball treffe ich nicht. Dann liege ich auf dem Boden und versuche, den Ball irgendwie zu treffen - es war natürlich schön, dass der reingeht."

Eintracht Frankfurt - TSG Hoffenheim 0:2

Niko Kovac (Trainer Frankfurt): "Die Mannschaft hat in meinen Augen eine gute Leistung abgeliefert, leider haben wir nicht das schnelle 1:0 gemacht. So wurde das Spiel nicht leichter und dann passiert das, was passiert, wenn man unten steht. Wir hätten nicht unbedingt der Verlierer sein müssen."

Julian Nagelsmann (Trainer Hoffenheim): "Wir sind nicht so ins Spiel gekommen wie geplant. In den ersten 30 Minuten war Frankfurt klar besser. In der 2. Halbzeit waren wir wie gewünscht einen Tick besser drin und haben ein paar Konterchancen bekommen, von denen wir Gott sei dank zwei nutzen konnten. Wir waren nicht zwei Tore besser - aber sind trotzdem glücklich, hier gewonnen zu haben."

Timothy Chandler (Frankfurt): "Ich bin schon mit Nürnberg abgestiegen und da haben wir auch bis zum letzten Spieltag gekämpft. Deswegen gebe ich nicht auf. Für mich zählen die nächsten fünf Spielen. Ich bin positiv, weil wir heute auch ein gutes Spiel gemacht haben."

Oliver Baumann (Torhüter Hoffenheim): "Das war sehr wichtig und ein weiterer Schritt. Trotzdem müssen wir am Boden bleiben und den Tatsachen ins Auge blicken, dass wir immer noch im Abstiegskampf stecken."

FC Ingolstadt - Borussia Mönchengladbach 1:0

Ralph Hasenhüttl (Trainer Ingolstadt): "Wir haben ein überragendes Spiel gemacht. Vieles hat perfekt funktioniert. Wir haben versucht, den Gegner zu pressen, haben darüber hinaus aber auch Fußball gespielt. Das ist die größte Entwicklung bei uns. Einen Gegner wie Gladbach so zu bespielen, ist unglaublich. Die Mannschaft hat sich zwei freie Tage verdient. Mit 39 Punkten werden wir nicht klar absteigen."

Andre Schubert (Trainer Mönchengladbach): "Ich bin enttäuscht, aber es war ein verdienter Sieg für Ingolstadt. Sie hatten die klareren Chancen. Wir wussten was uns erwartet, wir haben aber nur selten das umgesetzt, was wir spielen wollten. Wir waren im Spielaufbau zu kompliziert, haben Ingolstadt dadurch in die Karten gespielt. Auch in den Zweikämpfen haben wir nicht so dagegenhalten können.

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Andre Hahn (Mönchengladbach): "Man kann hier in Ingolstadt einfach kein Fußball spielen. Die kriegen den Ball und kloppen den dann nach vorne in unsere Hälfte. Dann machen sie unsere Hälfte ziemlich dicht und da konnten wir spielerisch nicht viel machen. Letztendlich haben wir unsere Torchancen nicht genutzt."

Hamburger SV - SV Darmstadt 98 1:2

Bruno Labbadia (Trainer HSV): "Wir haben nicht schlecht ins Spiel gefunden, sind in dieser Phase aber nicht konsequent genug aufgetreten. Nach dem 0:1 waren zu viele Spieler von uns unzufrieden. Das hat mich genervt. In der zweiten Halbzeit haben wir kaum Mittel gefunden, um gefährlich zu werden."

Dirk Schuster (Trainer Darmstadt): "Der HSV hätte mit einem Sieg wohl endgültig das Abstiegsgespenst vertreiben können. Da hatten wir ein bisschen was dagegen. Ich bin absolut stolz auf die Mannschaft, wie sie auch mit den Sachen, die vor dem Spiel passiert sind, umgegangen ist. Sulu ist einer der besten Innenverteidiger der Bundesliga."

Konstantin Rausch (Darmstadt): "Es war ein unglaublich wichtiges Spiel, aber wir haben noch ein paar davon. Es ist noch gar nichts entschieden, aber der Sieg heute tut unglaublich gut."

Rene Adler (Torhüter HSV): "Nach so einem Spiel ist man natürlich emotional aufgeladen. Ich könnte auf gut Deutsch gesagt, kotzen."

VfL Wolfsburg - FSV Mainz 05 1:1

Dieter Hecking (Trainer Wolfsburg): "Wir müssen beim 1:1 besser verteidigen. Wir müssen zulegen, uns cleverer verhalten in solchen Situationen. Die Mannschaft wollte das Spiel gewinnen."

Martin Schmidt (Trainer Mainz): "Wir haben eine Topleistung gezeigt. Wir hatten eine Mehrzahl an Chancen, eigentlich wäre ein Tick mehr drin gewesen."

Hertha BSC - Hannover 96 2:2

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Wir haben heute nach der Führung nicht clever gespielt. Es war zu viel Wille da. Übermotivation ist nicht immer gut. Hannover hat ein paar schnelle Spieler und damit haben wir Schwierigkeiten gehabt."

Daniel Stendel (Trainer Hannover): "Alles war eine Nummer größer und schneller, die Anspannung war aber ähnlich wie bei der U19. Wir nehmen mit, dass es erfolgreich sein wird, wenn wir mutiger agieren und verteidigen. Nächste Woche gegen Gladbach werden wir es erneut versuchen."

Der 29. Spieltag der Bundesliga im Überlick

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