Schweden vor dem Spiel gegen Deutschland: Gibt es ein zweites 2012?

Freitag, 22.06.2018 | 11:00 Uhr
Emil Forsberg (2.v.r.) ist der Star im Team der Schweden.
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
Copa Sudamericana
Sao Paulo -
Colon Santa Fe

Für Deutschland geht es am Samstag im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Schweden (20 Uhr im LIVETICKER) um den Verbleib im Turnier. Die Schweden gehen nach dem Sieg gegen Südkorea mit viel Selbstbewusstsein in die Partie, Superstar Zlatan Ibrahimovic wird im Team nicht vermisst. Denn auch ohne ihn kann man mehr als nur hinten dichtmachen.

Beim DFB wird man sich vor der Partie gegen Schweden am liebsten an das letzte Aufeinandertreffen bei einer Weltmeisterschaft erinnern. 2006, beim Sommermärchen im eigenen Land, setzte sich Deutschland im Achtelfinale souverän mit 2:0 durch. Doppelpack Lukas Podolski schon in der ersten Viertelstunde, dazu fast eine ganze Stunde in Überzahl. Die schwedischen Stars wie Henrik Larsson oder Zlatan Ibrahimovic hatte man im Griff.

Die Skandinavier dürften sich ihrerseits vor allem an das mittlerweile legendäre 4:4 im Oktober 2012 im Berliner Olympiastadion erinnern. 4:0 hatte Deutschland im Spiel der WM-Qualifikation bereits geführt, eine überragende Leistung gezeigt, doch in der letzten halben Stunde brach man völlig ein: am Ende stand es 4:4.

Ein kleiner Vorteil für die Tre Kronor: Während sich beim amtierenden Weltmeister nur noch der damalige Co-Trainer Joachim Löw und Miroslav Klose, der damals die beiden Poldi-Tore vorbereitete, an 2006 erinnern dürften, hat Schweden gleich mehrere Spieler von 2012 dabei, die aus erster Hand berichten können, dass dem Favoriten durchaus beizukommen ist. Mikael Lustig ackerte schon damals in der Viererkette, Sebastian Larsson im Mittelfeld.

Schwedens Kapitän Granqvist: "Deutschland hat mich überrascht"

Auch der heutige Kapitän Andreas Granqvist war damals in der Innenverteidigung dabei. Er war im Auftaktspiel gegen Südkorea Mann des Spiels, hatte die meisten Ballaktionen und Pässe und verwandelte den Elfmeter zum 1:0-Erfolg.

Was er von den Deutschen gegen Mexiko sah, bestärkte ihn in seiner Überzeugung: Wie damals in Berlin wird auch diesmal in Sotschi etwas zu holen sein. "Gegen Mexiko hatten sie sehr viele Ballverluste, das hat mich schon überrascht. Normalerweise spielen deutsche Mannschaften disziplinierter", gab er über den Gegner zu Protokoll.

Deutschland hat den Druck, Schweden dagegen hat schon mehr erreicht als erwartet. 2014 war man noch in den Playoffs an Cristiano Ronaldo und den Portugiesen gescheitert, diesmal klappte es mit der ersten WM-Teilnahme seit 2006. Und diesmal wäre auch nach einer Niederlage gegen Deutschland weiterhin alles drin.

Kein Wunder, dass bei den in blau-gelb gekleideten Fans Partystimmung vorherrscht: In Nowgorod vernichteten die rund 7000 Schlachtenbummler auf feucht-fröhliche Weise die Biervorräte der Innenstadt, in Sotschi könnte es zu ähnlichen Szenen kommen.

Niemand in Schweden vermisst Zlatan Ibrahimovic

Da ist es mittlerweile fast vergessen, dass der größte Star des schwedischen Fußballs gar nicht dabei ist. Zlatan Ibrahimovic beschränkt sich dieser Tage auf Werbeauftritte. Ein mögliches Comeback im Nationalteam, von ihm selbst ins Gespräch gebracht, war für Nationaltrainer Jarne Andersson kein Thema: "Für mich ist eindeutig: Wenn man aus der Nationalmannschaft zurückgetreten ist, wie es Zlatan nach der EM getan hat - und er war sehr deutlich, als wir darüber geredet haben -, ist die Sache klar."

Der Superstar, der beim 4:4 noch getroffen hatte, wird dabei auch von Fans und Spielern nicht vermisst. "Es ist ziemlich klar und für jeden zu sehen, dass wir ohne Zlatan ganz anders auftreten", betonte Stürmer Marcus Berg. "Jetzt sind wir ein echtes Team."

Ein Team, das über den Teamgeist kommen muss. Viele Spieler in der Startelf waren in der abgelaufenen Saison nur Ersatz oder spielten wie Berg in unterklassigen Ligen. Auch Emil Forsberg, der Spieler im Kader mit dem zweifellos größten Potenzial, konnte seine herausragende erste Saison bei RB Leipzig nicht wiederholen.

Schweden wie Mexiko stark über die linke Seite

Das alles heißt jedoch nicht, dass die Schweden keine gute Leistung auf den Platz bringen können. Gegen Südkorea kontrollierte man nach schlampigen ersten Minuten die Partie, drängte die Asiaten tief an den Strafraum zurück und verzeichnete zur Pause fast 65 Prozent Ballbesitz. Es ist beileibe nicht so, als würde dieses Team nur kontern können.

Aufgebaut wurde das Spiel dabei vor allem über den linken Innenverteidiger Granqvist und die Sechser Albin Ekdal und Larsson. Wo das deutsche Spiel gegen Mexiko rechtslastig war, ging es hier mit Forsberg und dem hoch stehenden Ludwig Augustinsson hauptsächlich über die linke Seite nach vorn - ein entblößter Joshua Kimmich wäre also ein gefundenes Fressen. Schweden kann durchaus einen gepflegten Kombinationsfußball spielen, bevor irgendwann der Ball auf einen der beiden Stürmer kommt.

Verteidigen, das können sie aber natürlich immer noch. Die Defensive ist und bleibt das Prunkstück des Teams. Im flachen 4-4-2 wird mit zwei ganz engen Ketten gespielt, Südkorea brachte keinen einzigen Schuss auf den Kasten von Schlussmann Robin Olsen.

Lindelöf kehrt zurück: Schwedens Defensive noch besser

Gegen Deutschland dürfte es nur eine Änderung in der Startelf geben. Manchester Uniteds Victor Lindelöf hat sein leichtes Fieber auskuriert, konnte in den letzten Tagen trainieren und wird wohl wieder den Platz neben Granqvist einnehmen, was den Weg durch die Mitte noch schwieriger macht.

Lediglich einen Punkt zu ermauern, reicht dem Außenseiter allerdings nicht. "Gegen Deutschland können wir nicht 90 Minuten nur verteidigen. Wir müssen auch selbst den Ball laufen lassen und unsere Chance suchen", forderte Granqvist. Er weiß schließlich aus erster Hand, dass diese Chance durchaus vorhanden ist.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung