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Schiedsrichter der WM 2018 in Russland: Nominierung, Herkunft, Verband

Von SPOX
Der deutsche Schiedsrichter Felix Brych ist bei der WM 2018 dabei.
© getty

Die FIFA hat 36 Schiedsrichter für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland nominiert. Für die Spiele ab den Halbfinals sind nur noch zwölf Schiedsrichter dabei. SPOX stellt die WM-Referees vor und gibt euch alle wichtigen Informationen zu den Unparteiischen.

Aufgrund der Einführung des Videobeweises bei der WM 2018 erhöhte der Weltverband die Anzahl der Schiedsrichter für das Turnier von 25 auf 36 Referees. Die 36 Hauptschiedsrichter und 63 Assistenten kommen aus 46 Ländern.

WM 2018: Ab dem Halbfinale nur noch zwölf Schiedsrichter dabei

Mit den zwei Halbfinales, dem Spiel und Platz drei und dem Endspiel sind bei der WM noch vier Spiele zu bestreiten. Dafür hat die FIFA zwölf Schiedsrichter ausgewählt, die allesamt für einen weiteren Einsatz in Frage kommen. Dabei ist mindestens ein Unparteiischer aus jedem Kontinentalverband vertreten. Nicht mehr dabei ist der einzige deutsche Referee Felix Brych.

NameHerkunftslandVerband
Alireza FaghaniIranAFC
Malang DiedhiouSenegalCAF
Mark GeigerUSACONCACAF
Cesar Arturo RamosMexikoCONCACAF
Andres CunhaUruguayCONMEBOL
Nestor PitanaArgentinienCONMEBOL
Sandro RicciBrasilienCONMEBOL
Matthew CongerNeuseelandOFC
Gianluca RocchiItalienUEFA
Cuneyt CakirTürkeiUEFA
Björn KuipersNiederlandeUEFA
Milorad MazicSerbienUEFA

WM 2018: Brych einziger deutscher Hauptschiedsrichter

Wie schon bei der WM 2014 schaffte es mit Felix Brych nur ein deutscher Hauptschiedsrichter zur WM. Ihm wird bei dem Turnier von Stefan Lupp und Mark Borsch assistiert. "Wir haben uns schon vor vier Jahren sehr über die WM-Nominierung gefreut. Aber beim zweiten Mal ist es vielleicht sogar noch etwas mehr, weil es eine Bestätigung dafür ist, dass wir als Team unser Leistungsniveau über vier Jahre gehalten haben", sagte Brych.

Brych war auch bei der EM 2016 im Einsatz und pfiff vergangene Saison das Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und Juventus Turin. Von der International Federation of Football History & Statistics wurde der Münchner zudem zum Weltschiedsrichter des Jahres 2017 gewählt. Damit ist Brych der siebte deutsche Schiedsrichter, der für mindestens zwei Weltmeisterschaften nominiert wurde.

Felix Zwayer und Bastian Dankert sind als Video-Assistenten vor Ort.

Felix Brych nur mit einem Einsatz

Der deutsche Vertreter musste lange auf seinen ersten Einsatz bei der WM 2018 hoffen, doch am 22.06.2018 leitete Brych erstmals bei dieser Weltmeisterschaft eine Partie. Brych pfiff das Aufeinandertreffen von Serbien und der Schweiz in Kaliningrad. Mark Borsch (Mönchengladbach) und Stefan Lupp (Zossen) unterstützten Brych als Assistenten. Doch es blieb der letzte Einsatz für den Deutschen.

Dankert und Zwayer waren hingegen schon öfters im Einsatz.

Deutsche Schiedsrichter mit mindestens zwei WM-Einsätzen

SchiedsrichterWM-Teinahmen
Markus Merk2002, 2006
Siegfried Kirschen1986, 1990
Kurt Tschenscher1996, 1970, 1974
Rudi Glöckner1970, 1974
Albert Dusch1958, 1962
Alfred Birlem1934, 1938
Felix Brych2014, 2018

WM 2018: Erstmals seit 1938 kein englischer Schiedsrichter

Bei der Weltmeisterschaft in Russland wird es das erste Mal seit 1938 keinen Schiedsrichter aus dem Mutterland des Fußballs bei einer WM geben. Mark Clattenburg, 2016 noch Referee im Finale der Europameisterschaft und Weltschiedsrichter, büßte seinen Platz durch seinen Wechsel nach Saudi-Arabien 2017 ein. Howard Webb, Weltschiedsrichter 2010 und 2013, beendete nach der letzten WM seine Karriere.

Auch der Leiter des WM-Endspiels 2014 und der Weltschiedsrichter der Jahre 2014 und 2015 wird bei dieser WM nicht mehr dabei sein: Der Italiener Nicola Rizzoli beendete im Juli 2017 seine Karriere.

WM-Schiedsrichter aus Saudi-Arabien der Spielmanipulation überführt

Wegen der versuchten Spielmanipulation im Vorfeld des Pokalfinals wurde der für die WM nominierte Schiedsrichter Fahad Al Mirdasi vom saudi-arabischen Fußball-Verband SAFF lebenslang gesperrt. In seinem Heimatland darf Al Mirdasi künftig kein Fußball-Spiel mehr leiten, nachdem er zugab, vor dem Pokalfinale den Präsidenten von Al-Ittihad nach Bestechungsgeld für eine Spielmanipulation gefragt zu haben.

Der SAFF hat nun den Fall an die FIFA weitergeleitet und gebeten, Al Mirdasi von der Liste für die Weltmeisterschaft in Russland zu streichen.

WM 2018: Welcher Schiedsrichter pfeift das Finale?

Noch steht nicht fest, wer das Endspiel bei der WM in Russland pfeift. Das wird von der FIFA frühzeitig bekannt gegeben. Bei der WM 2014 pfiff der Italiener Nicola Rizzoli das Finale zwischen Deutschland und Argentinien.

Die Schiedsrichter der WM 2018 im Überblick

Neben Felix Brych leiteten noch zwei weitere nominierte Kollegen ein Champions-League-Finale: Im Jahr 2014 pfiff der Niederländer Björn Kuipers das Spiel zwischen Real Madrid und Atletico, ein Jahr später war Cuneyt Cakir Schiedsrichter des Finals zwischen Juventus Turin und dem FC Barcelona. Der Slowene Damir Skomina pfiff vergangene Saison das Europa-League-Finale zwischen Manchester United und Ajax Amsterdam.

NameHerkunftslandVerband
Fahad Al-MirdasiSaudi-ArabienAFC
Alireza FaghaniIranAFC
Ravshan IrmatovUsbekistanAFC
Mohammed Abdulla-Hassan MohamedVereinigte Arabische EmirateAFC
Ryuji SatoJapanAFC
Nawaf ShukrallaBahrainAFC
Mehdi Abid CharefAlgerienCAF
Malang DiedhiouSenegalCAF
Bakary GassamaGambiaCAF
Gehad GrishaÄgyptenCAF
Janny SikazweSambiaCAF
Bamlak Tessema WeyesaÄthiopienCAF
Joe AguilarEl SalvadorCONCACAF
Mark GeigerUSACONCACAF
Jair MarrufoUSACONCACAF
Ricardo MonteroCosta RicaCONCACAF
John PittiPanamaCONCACAF
Cesar Arturo RamosMexikoCONCACAF
Julio BascunanChileCONMEBOL
Enrique CaceresParaguayCONMEBOL
Andres CunhaUruguayCONMEBOL
Nestor PitanaArgentinienCONMEBOL
Sandro RicciBrasilienCONMEBOL
Wilmar RoldanKolumbienCONMEBOL
Matthew CongerNeuseelandOFC
Norbert HauataTahitiOFC
Felix BrychDeutschlandUEFA
Gianluca RocchiItalienUEFA
Cuneyt CakirTürkeiUEFA
Antonio Mateu LahozSpanienUEFA
Clement TurpinFrankreichUEFA
Björn KuipersNiederlandeUEFA
Szymon MarciniakPolenUEFA
Milorad MazicSerbienUEFA
Sergei KarasevRusslandUEFA
Damir SkominaSlowenienUEFA
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