Nach Löws Drohung

Im DFB-Team beginnt das große Zittern

SID
Dienstag, 04.03.2014 | 15:05 Uhr
Lahm und Co. zählen bei der WM in Brasilien zu den Favoriten auf den Titel
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa11:35
FC Bayern München -
AC Mailand
Premier League Asia Trophy
Sa12:00
West Bromwich -
Crystal Palace
CSL
Sa13:35
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Premier League Asia Trophy
Sa14:30
Leicester -
Liverpool
Premier League
Sa16:30
St. Petersburg -
Kasan
Club Friendlies
Sa17:00
SC Freiburg -
Feyenoord
Premier League
Sa18:30
Schachtjor Donezk -
Dynamo Kiew
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Macva
Super Cup
Sa20:30
Anderlecht -
Zulte Waregem
Serie A
Sa21:00
Vitoria -
Chapecoense
International Champions Cup
So00:05
Barcelona -
Juventus
International Champions Cup
So02:05
PSG -
Tottenham
CSL
So13:35
Shanghai Shenhua -
Beijing Guoan
Superliga
So18:00
Midtjylland -
Silkeborg
Super Liga
So19:00
Roter Stern -
Radnicki
Serie A
So21:00
Fluminense -
Corinthians
International Champions Cup
So23:05
Real Madrid -
Man United
Serie A
Mo00:00
Atletico Mineiro -
Vasco Da Gama
International Champions Cup
Mo14:05
Inter Mailand -
Lyon
International Champions Cup
Di13:35
Chelsea -
FC Bayern München
Club Friendlies
Di19:00
Hannover 96 -
Wolfsberger AC
Copa Sudamericana
Mi00:15
Chapecoense -
Defensa y Justicia
International Champions Cup
Mi02:05
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Sport Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby

Nachdem Joachim Löw zu Wochenbeginn mit deutlichen Worten das Anforderungsprofil für seine WM-Kandidaten noch einmal präzisiert hatte, beginnt auch bei etablierten deutschen Nationalspielern das Zittern um ein WM-Ticket.

Mit seinem aufsehenerregenden Appell hat Bundestrainer Joachim Löw rund 100 Tage vor dem Start der WM-Endrunde das große Zittern bei seinen Brasilien-Kandidaten ausgelöst.

Plötzlich müssen sogar vermeintlich gesetzte Stars wie Mesut Özil, Mario Gomez, Lukas Podolski, Mats Hummels oder Marco Reus um ihre Plätze bangen.

Positive Resonanz auf Weckruf

Vor dem ersten Länderspiel des Jahres gegen Chile am Mittwoch in Stuttgart (20.30 Uhr im LIVE-TICKER) erhielt Löw zunächst einmal Rückendeckung von seinem Kapitän.

"Jetzt muss jedem klar sein, dass die Leistung noch mehr zählt als in den vergangenen Monaten. Wir haben große Ziele, dafür muss jeder topfit sein. Die Vergangenheit zählt nicht, jeder ist austauschbar, jeder muss um seinen Platz kämpfen", sagte Philipp Lahm, der von einer positiven Resonanz auf den Weckruf des Trainers innerhalb des Teams berichtete.

Der unumstrittene Lahm glaubt fest daran, dass seine Kollegen die Zeichen der Zeit erkannt haben und die verbleibenden rund zwei Monate bis zur Bekanntgabe des vorläufigen WM-Aufgebotes durch Löw am 8. Mai im Sinne des Bundestrainers für ihre WM-Bewerbung nutzen:

"Ich bin überzeugt davon, dass alle die Vorgaben des Trainers umsetzen und wir in Brasilien eine sehr gute Mannschaft haben werden."

Poldi einer der Wackelkandidaten

Der 30-Jährige forderte gleich für den ersten Auftritt des WM-Mitfavoriten in diesem Jahr eine Reaktion. "Wir müssen gegen einen sehr guten Gegner gut spielen und gewinnen", lautete die Formel des Bayern-Profis, der wie auch im Klub im Mittelfeld auflaufen wird.

Das der einst gesetzte Podolski in der Startelf steht, ist dagegen unwahrscheinlich. Der 111-malige Nationalspieler verdeutliche als einer der möglichen Wackelkandidaten, dass er persönlich, aber auch seine Kollegen die Warnung des Bundestrainers verstanden haben.

"Es wäre völlig falsch zu sagen, dass alles gut ist. Da muss sich jeder angesprochen fühlen. Es wäre fahrlässig zu sagen, man ist bereit, gut drauf und dabei und muss nichts mehr machen. Man muss im Verein und der Nationalmannschaft Gas geben", sagte der 28-Jährige, der wegen eines Muskelbündelrisses dem FC Arsenal monatelang gefehlt hatte:"Angst habe ich nicht. Ich bin auf einem guten Weg und werde alles dafür tun, bei der WM dabei zu sein."

Khedira mit Sonderstatus

Die Chance bleibt dem Dortmunder Dauerpatienten Ilkay Gündogan möglicherweise verwehrt - seine WM-Aktien sind verletzungsbedingt sehr stark gesunken. Der gerade erst nach seinem Kreuzbandriss wieder ins Lauftraining eingestiegene Sami Khedira genießt im Gegensatz zu anderen dagegen einen Sonderstatus:

"Er hat einem Mehrwert für die Mannschaft, auch wenn er nur 80 oder 90 Prozent fit ist", sagte der Bundestrainer über den Mittelfeldspieler von Real Madrid.

Wenn mit dem Spiel gegen Chile die "Phase der Wahrheit und Klarheit" beginnt, wie es der Bundestrainer formulierte, werden die aktuellen Probleme des 54-Jährigem aber jedem vor Augen geführt.

Neben aktuell verletzten Spielern wie Thomas Müller, Sven und Lars Bender, Gündogan und Khedira fehlen Löw auch zuletzt regelmäßig mal pausierenden Akteure wie Mario Gomez, Marco Reus, Mats Hummels, Julian Draxler und Benedikt Höwedes. Die formschwachen Max Kruse und HSV-Keeper René Adler ließ der Bundestrainer zudem außen vor.

Neulinge und Rückkehrer

Dafür setzte der Coach mit der Nominierung der Neulinge Pierre-Michel Lasogga, Matthias Ginter, Shkodran Mustafi und André Hahn ein zusätzliches Zeichen. In Rückkehrer Kevin Großkreutz, der gegen Chile auf der rechten Seite der Viererkette beginnt, übt ein weiterer Kandidat Druck aus.

Unklar ist noch, ob Torjäger Miroslav Klose nach seiner Beckenprellung rechtzeitig fit wird. Sollte der Italien-Legionär ausfallen, schlägt wohl für Lasogga die große Stunde.

Unterstützung für seine knallharte Linie erhielt Löw am Dienstag unter anderem von Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer. "Der Weckruf kann ganz guttun. Jogi hat ja verletzungsbedingt einige Problemfälle. 1986 habe ich nach Mexiko auch zu viele angeschlagene Spieler mitgenommen, in der Hoffnung, dass sie noch fit werden. Sie wurden es nicht. Das hat uns vielleicht den Titel gekostet", berichtete der frühere DFB-Teamchef in der Bild von seinen eigenen Erfahrungen.

Der Kader für das Spiel gegen Chile

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung