Power-Ranking zur WM

Jäger und Gejagter

Von SPOX
Donnerstag, 06.03.2014 | 20:57 Uhr
Brasilien ist bei der WM im eigenen Land einer der Titelfavoriten
© getty
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Noch knapp 100 Tage bis zum Start der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien: SPOX wagt schon jetzt einen ersten Ausblick. Wer gehört zum Favoritenkreis? Wer könnte überraschen? Und wer enttäuscht? Das Power-Ranking.

32. Iran

Die letzten drei Ergebnisse: Guinea (1:2), Kuwait (3:2), Libanon (4:1)

Die Statistik des Iran liest sich auf den ersten Blick mehr als ordentlich: Sieben der letzten acht Spiele gewann das Team des portugiesischen Trainers Carlos Queiroz.

Allerdings war die Qualität des Gegners stets überschaubar (u.a. Libanon, Thialand). So gingen die letzten Testspiele außerhalb der WM-Qualifikation in Asien gegen den Oman und Guinea beide verloren. Alles andere als ein Aus in der Vorrunde wäre für den dreimaligen WM-Teilnehmer eine faustdicke Überraschung.

31. Algerien

Die letzten drei Ergebnisse: Slowenien (2:0), Burkina Faso (1:0), Burkina Faso (2:3)

Der Schmerz nach dem schwachen Abschneiden beim Afrika Cup 2013 saß tief. Mit nur einem Punkt aus drei Spielen wurde man in der Gruppe abgeschlagen Letzter. Auch die WM-Quali verlief nicht reibungslos. Zwar setzte man sich in der Quali-Gruppe souverän durch, doch im Playoff-Spiel gegen Burkina Faso qualifizierte man sich nur aufgrund der besseren Auswärtstorbilanz.

Ein Ausrufezeichen setzte das Team von Vahid Halilhodzic allerdings im ersten Testspiel nach der Qualifikation: Den Weltranglisten-27. Slowenien besiegte man vor heimischer Kulisse mit 2:0.

30. Costa Rica

Die letzten drei Ergebnisse: Paraguay (2:1), Südkorea (0:1), Chile (0:4)

Die Euphorie nach der vierten geschafften WM-Qualifikation war riesig im Land. Doch in den folgenden Testspielen war nur noch wenig davon zu sehen. So setzte es im Zeitraum von November bis Januar gleich drei Testspielniederlagen in Folge ohne ein einziges eigenes Tor - wenn auch gegen ambitionierte Mannschaften wie Chile.

Hoffnung macht jedoch Superstar Bryan Ruiz: Der Stürmer, der sich bei Fulham zuletzt nur noch auf der Tribüne wiederfand, wechselte im Sommer zu PSV Eindhoven und traf dort zuletzt in drei Spielen in Folge.

29. Australien

Die letzten drei Ergebnisse: Ecuador (3:4), Costa Rica (1:0), Kanada (3:0)

Nach der geschafften WM-Qualifikation ging es für die Socceroos stetig bergab. Bei der Ostasienmeisterschaft landete man in der Endrunde lediglich auf Rang vier. Zwei krachende Testspielpleiten gegen Brasilien (0:6) und Frankreich (0:6) kosteten letztlich dem deutschen Trainer Holger Osieck den Kopf. Das Team solle "langfristig auf eine Verjüngung sowie auf die Vorbereitung zur WM hinarbeiten", rechtfertigte der Verband die Maßnahme.

Neu-Coach Ange Postecoglou stellte das Team auf mehreren Positionen um und feierte damit merkliche Erfolge. Wie in den letzten Testspielen gesehen, wird die Leistung der Australier jedoch stets mit Tim Cahill verknüpft sein. Der Mittelfeldspieler machte drei der letzten vier Tore der Socceroos und ist unumstrittener Superstar der Elf.

28. Honduras

Die letzten drei Ergebnisse: Venezuela (2:1), Ecuador (2:2), Brasilien (0:5)

Im ersten Test nach dem Erreichen der WM-Endrunde setzte es direkt eine mächtige Ohrfeige gegen den Gastgeber Brasilien (0:5). Coach Luis Fernando Suarez stellte in der Folge sein Team im 4-4-2-System auf und zog Superstar Wilson Palacios aus dem Mittelfeld nach vorne - mit Erfolg. Auf das Konto von Palacios sowie den wechselnden Nebenmännern Carlos Costly und Jerry Bengtson gehen alle vier Buden der letzten zwei Testspiele.

Inwiefern sich die Defensive nach der Pleite gegen Brasilien stabilisiert hat, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Gegen die starken Offensiven von Ecuador und Venezuela gab's insgesamt immerhin drei Gegentore.

27. Kamerun

Die letzten drei Ergebnisse: Portugal (1:5), Tunesien (4:1), Tunesien (0:0)

Die "unbezähmbaren Löwen" nehmen in Brasilien zum siebten Mal an einer WM-Endrunde teil - von ihrem größten Erfolg, dem Erreichen des Viertelfinals beim Endturnier 1990, sind die Kameruner derzeit aber ein gutes Stück weit entfernt.

Zwar verfügt Trainer Volker Finke mit Samuel Eto'o und Alex Song über zwei namhafte Profis, die Qualität dahinter fällt aber etwas ab. Auch die Deutschland-Legionäre um Joel Matip, Eric Maxim Choupo-Moting und Mo Idrissou hatten Portugal beim überaus klaren 1:5 nichts entgegenzusetzen.

26. Bosnien-Herzegowina

Die letzten drei Ergebnisse: Ägypten (0:2), Argentinien (0:2), Litauen (1:0)

Der Jubel im Oktober des vergangenen Jahres war grenzenlos: Erstmals konnte sich der junge Verband aus dem vom Krieg geschundenen Land für eine WM qualifizieren. Der Lohn für die gute Arbeit unter Nationaltrainer Safet Susic. Besonders die Offensive ist der große Trumpf der Bosnier.

Mit Edin Dzeko, Vedad Ibisevic, Miralem Pjanic und Co. verfügt man über ein Füllhorn brandgefährlicher Akteure. Trotz aller Euphorie: Für viel mehr reicht es noch nicht bei den Südosteuropäern. Das 0:2 im November gegen Argentinien war beachtlich, das gleiche Ergebnis jüngst gegen Ägypten aber eine Enttäuschung.

25. Griechenland

Die letzten drei Ergebnisse: Südkorea (0:2), Rumänien (1:1), Rumänien (3:1)

Der Sensations-EM-Titel 2004 und ein überalterter Kader haften dem Image der Griechen noch immer an, dabei hat sich die Mannschaft unter Fernando Santos längst von der Rehhagel-Ära emanzipiert. Die unumstrittenen Stars im Team der Hellenen sind die beiden 25-Jährigen Sokratis und Kostas Mitroglou.

Der gute Platz zwölf in der FIFA-Weltrangliste täuscht aber über das wahre Leistungsvermögen hinweg: Griechenland nutzte den Strohhalm Playoffs für die WM-Qualifikation und unterlag Südkorea im Testkick verdient mit 0:2.

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