Sonntag, 02.02.2014

Quartiere der WM-Teilnehmer

Sao Paulo am beliebtesten

Der WM-Gastgeber Brasilien isoliert sich in den Bergen, Engländer und Niederländer stürzen sich in den Rummel Rio de Janeiros, die Franzosen fordern Duschgel statt eines Seifenstücks, und am WM-Quartier der Auswahl des DFB bei der Weltmeisterschaft wird noch kräftig gebaut.

WM-Teilnehmer Südkorea bezieht sein Quartier in Parana
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WM-Teilnehmer Südkorea bezieht sein Quartier in Parana

Die Auswahl des Basiscamps fiel den 32 WM-Startern auch wegen der Klima- und Reisestrapazen nicht leicht.

Bevorzugte Regionen sind laut der vom Weltverband FIFA am Samstag veröffentlichten Liste die Großräume Sao Paulo (15 Teams) und Rio de Janeiro (4). "Auch für uns war das die erste Option, hätte uns der Spielplan die etwas kühleren Gefilde beschert.

Nach der Auslosung gab es für uns eine neue Situation, eben weil wir dreimal im wärmeren Norden spielen und es einfacher ist, sich von der Wärme auf die Kälte umzustellen als umgekehrt", sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff im Dezember.

DFB zieht ins "Campo Bahia"

Und deshalb schlägt der DFB-Tross seine Zelte im "Campo Bahia" auf, knapp 30 Kilometer und das Nadelöhr einer Fährverbindung vom impulsiven Badeort Porto Seguro entfernt, mit Trainingsplatz in Sichtweite, Flughafen in der Nähe und relativ kurzer Anreise zu den in nahezu gleicher Klimazone liegenden Vorrundenspielorten Salvador (gegen Portugal), Fortaleza (Ghana) und Recife (USA). Nur Ghana, Griechenland und Kroatien gehen näher an den heißen Äquator ran.

Der von der deutschen Unternehmer-Gruppe Hirmer erstellte Wohn-Komplex mit 14 zweigeschossigen Häusern, insgesamt 60 Zimmern und einem zentralen Funktionsgebäude soll aber erst Ende März fertiggestellt sein. "Uns war wichtig, dass wir vor Ort kurze Wege haben. Dies gilt für das Basecamp, für die Distanz zum Trainingsplatz, aber auch die Entfernung zum Medienzentrum", erläuterte Bierhoff angesichts des Wettlaufs gegen die Zeit gelassen.

Die besten Bilder der WM-Auslosung
Rodrigo Hilbert, Staatspräsidentin Dilma Rousseff, Joseph Blatter und Fernanda Lima eröffneten die Auslosung
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Rodrigo Hilbert, Staatspräsidentin Dilma Rousseff, Joseph Blatter und Fernanda Lima eröffneten die Auslosung
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Zu Beginn der Veranstaltung wurde dem verstorbenen Nelson Mandela gedacht
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Bevor es an die Töpfe ging, war natürlich noch etwas brasilianische Kultur an der Tagesordnung
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Bevor es an die Töpfe ging, war natürlich noch etwas brasilianische Kultur an der Tagesordnung
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Dabei schieden sich wohl genauso die Geister, wie auch an der Tanzeinlage des WM-Maskottchens Fuleco
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Dabei schieden sich wohl genauso die Geister, wie auch an der Tanzeinlage des WM-Maskottchens Fuleco
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Irgendwann wurde es dann aber doch ernst: Fernanda Lima und Jeroma Valcke begannen mit der Auslosung
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Irgendwann wurde es dann aber doch ernst: Fernanda Lima und Jeroma Valcke begannen mit der Auslosung
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Mit dem ersten Los zog Cafu, zur großen Überraschung aller, Gastgeber Brasilien
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Mit dem ersten Los zog Cafu, zur großen Überraschung aller, Gastgeber Brasilien
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Als siebtes wurde Deutschland gezogen. Am Ende ergab dies eine Gruppe mit Ghana, Portugal und den USA
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Als siebtes wurde Deutschland gezogen. Am Ende ergab dies eine Gruppe mit Ghana, Portugal und den USA
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Der letzte Gruppenkopf: Belgien. Madame Lima scheint nicht hundertprozentig überzeugt zu sein
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Der letzte Gruppenkopf: Belgien. Madame Lima scheint nicht hundertprozentig überzeugt zu sein
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Die finalen Gruppen im Überblick: Zu den Gruppen B und D passt die Bezeichnung "Hammergruppe" wohl noch am ehesten
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Die finalen Gruppen im Überblick: Zu den Gruppen B und D passt die Bezeichnung "Hammergruppe" wohl noch am ehesten
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Also dann! Die Gruppen stehen - wir freuen uns auf die WM 2014!
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USA nimmt lange Reisen in Kauf

Kurze Wege im Trainingsalltag, dafür lange Reisen zu den Spielen nimmt Gruppengegner USA in Kauf. Beim Hin und Her zwischen Basislager São Paulo und den Vorrundenspielen in Natal, Manaus und Recife legen die US-Boys über 14.000 Kilometer zurück. Die Deutschen bleiben zum Vergleich in der Vorrunde unter 6000 Kilometer Reisedistanz.

"Wir sind lange Flüge gewohnt. Von der Ost- bis zur Westküste in den USA sind wir sechs, sieben Stunden unterwegs", erläuterte US-Coach Jürgen Klinsmann. Und tropische Temperaturen habe man auch, wenn man zu den Qualifikationsspielen nach Costa Rica reise.

Viele Teams setzen auf kurze Wege zwischen Schlafstätte und Trainingsplatz. Italien (Mangaratiba/Rio de Janeiro), das in der Vorrunde ebenfalls über 14.000 Kilometer reisen muss, sowie Kroatien (Praia do Forte/Bahia) bevorzugen Luxus-Ressorts mit eigenem Fußballplatz am Atlantikstrand.

Brasilien bleibt in Rio

Argentinien und Chile beziehen im zentral gelegenen Belo Horizonte vergleichsweise spartanisch eingerichteten Trainingszentren der dortigen Erstligisten Atlético Mineiro und Cruzeiro.

Turnier-Gastgeber Brasilien wählt auf dem Weg zum erhofften sechsten WM-Titel die Isolierung rund 90 km vor den Toren Rio de Janeiros. Das Trainingscamp Granja Comary des nationalen Verbandes CBF liegt abgeschieden in der Bergregion Teresópolis und wurde für umgerechnet gut fünf Millionen Euro komplett renoviert. Mehr Annehmlichkeiten und Privatsphäre für Neymar und Co.

Frankreichs Quartier ganz in "bleus"

Als Weltmeister der kuriosen Ansprüche kristallisiert sich Frankreich heraus. Einen TV-Saal mit gleich vier Fernsehern, 23 bis hin zur Wandfarbe absolut identisch eingerichtete Spielerzimmer und Duschgel statt der im Hotel üblichen Seifenstücke soll die "Les-Bleus"-Delegation laut des Internetportals Globoesporte gefordert haben.

Mit der Festlegung der Quartiere beginnt nun eine neue Phase. "Ab sofort arbeiten wir mit einem realen Szenarium. Die gesamte Operation Sicherheit, Transport und Logistik kann in Angriff genommen werden", sagte Frederico Nantes, beim Lokalen Organisationskomitee für die Betreuung der Teams zuständig.

Details dazu erhalten die 32 Nationaltrainer dann beim Team-Workshop am 19. und 20. Februar in Florianópolis. Im am Ende einer Sackgasse isoliert gelegenen Hotelkomplex Costão do Santinho. Luxus, Sicherheit und größtmögliche Privatsphäre waren

Das ist der WM-Spielplan


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