Rummenigge: Mehr Demokratie in FIFA

SID
Dienstag, 01.10.2013 | 14:47 Uhr
Karl-Heinz Rummenigge wünscht sich mehr Demokratie innerhalb der FIFA
© getty
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Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat erneut Kritik an FIFA-Präsident Joseph S. Blatter geübt und den Weltverband zu mehr Demokratie aufgefordert.

"Ich glaube, es ist uns in den vergangenen Jahren immer besser gelungen, bei Problemen und Wünschen speziell bei der UEFA Gehör zu finden. Sie ist unser wichtigster Partner. Bei der FIFA, das muss ich ganz offen und ehrlich sagen, gibt es Verbesserungsbedarf", sagte Rummenigge in seiner Funktion als Vorsitzender der European Club Association (ECA) im Interview mit dem Magazin "Sponsors".

Als Beispiel für seinen Unmut nannte Rummenigge die Diskussion um die Terminierung der WM 2022 in Katar: "Da wollen wir von der ECA zwingend in den Entscheidungsprozess eingegliedert werden. Immerhin standen drei Viertel aller Spieler, die an der letzten Weltmeisterschaft teilgenommen haben, in Europa unter Vertrag." Deshalb wäre es "dringend notwendig, dass die FIFA einen Konsultationsprozess mit allen relevanten Stakeholdern der Fußballfamilie durchführt".

Aufgabe von Zwanziger

Dies sei, so Rummenigge weiter, "eigentlich auch ein Thema" für den ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger, Mitglied der FIFA-Exekutive: "Ich würde mir wünschen, dass er da ein wenig mehr Demokratie innerhalb der FIFA herbeiführen würde, als es momentan der Fall ist. Der Demokratieprozess muss jetzt eingeleitet werden, sonst wird es zu Irritationen kommen."

Ein Dorn im Auge ist Rummenigge auch Blatters Zeitplan. Der FIFA-Präsident will dem Vernehmen nach schon bei der Sitzung des FIFA-Exekutivkomitees am 3. und 4. Oktober Beschlüsse über ein generelles Votum pro Winter 2022 fassen lassen. Rummenigge hält diesen Zeitpunkt für viel zu früh: "Wir haben noch neun Jahre Zeit bis 2022. Ich halte es für völlig unnötig, dass Sepp Blatter dieses Thema bereits im Oktober entscheiden will."

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