DFB-Team vor dem Finnland-Spiel

Rock it like Buckboard

Von Für SPOX in Helsinki: Stefan Rommel
Mittwoch, 10.09.2008 | 16:39 Uhr
WM 2010, DFB-Team, Lukas Podolski, Thomas Hitzlsperger, Deutschland, Liechtenstein
© Getty
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Vor dem zweiten WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Finnland (19.15 Uhr im SPOX-TICKER) sind die Rollen klar verteilt.

Die Gastgeber gefallen sich in der Rolle des Außenseiters, Deutschland verliert soundso nie und Patrick Helmes findet sich auf der Tribüne wieder. Was aber hat die Luftgitarren-WM mit dem Spiel zu tun und warum wollen die Finnen ausgerechnet die starke linke Seite der Deutschen angreifen?

Die letzten Fakten zum Spiel klären auf.

Alle sind fit: Nachdem Marcell Jansen seine Grippe auskuriert hat und Christian Pander wegen eben einer solchen abreisen musste, kann Joachim Löw heute aus 19 gesunden Spielern auswählen. Da nur 18 auf dem Spielberichtsbogen stehen dürfen, wird es aller Voraussicht nach Patrick Helmes erwischen. Der Leverkusener müsste dann, wie schon in Liechtenstein, auf der Tribüne Platz nehmen.

Taktik: Deutschland wird wie gewohnt mit einem 4-4-2 und zwei Doppelsechsern aufwarten, wobei Thomas Hitzlsperger wieder den etwas offensiveren Part im Vergleich zu Simon Rolfes übernehmen wird. Die Gastgeber setzen auf ein 4-2-3-1 mit Mikael Forssell als einziger Spitze.

Leuchtendes Beispiel: Der letzte große deutsche Sieger auf finnischem Boden heißt Christian "Heart Buckboard" Sweep. Der Berliner gewann vor drei Wochen den begehrten Publikumspreis bei den Air Guitar World Championships, der Weltmeisterschaft im Luftgitarrespielen. Heart Buckboard setzte sich in einem spannenden Duell gegen Craig "Hot Lixx Hulahan" Billmeier aus den USA und Andel "John Sniffler" Soreen aus Neuseeland durch. Zu Billy Talents "Red Flag" fand Sweep den meisten Groove in Matte und Fingern.

Schiedsrichter: Puszta-Power an Pfeife und Fahne: Viktor Kassai aus Ungarn leitet das Spiel. An der Seitenlinie assistieren seine Landsleute Gabor Eros und Tibor Vamos. Vierter Offizieller ist Istvan Vad, natürlich auch ungarischer Staatsbürger.

Hoffnungsträger I: Wer sonst als Mikael Forssell soll die Finnen heute Abend retten!? Das Boulevardblatt "Iltalehti" schreibt in dicken Lettern "Tuhoa!" - Untergang. Natürlich der der deutschen Mannschaft. Die banale Begründung: Ex-Welttorhüter-Titan Oli Kahn schenkte Forssell beim 2:2 vor sieben Jahren als 20-Jähriger schon zwei Dinger ein - da sollte es bei Robert Enke, der Forssell aus Hannover ja bestens bekannt sein muss, doch bitteschön auch klappen.

Schwachstelle: Trotz des starken Auftritts gegen Liechtenstein vermutet Finnlands Coach Stuart Baxter die linke deutsche Seite als Schwachstelle. Besonders das Defensivverhalten von Piotr Trochowski gibt Baxter Grund zur Zuversicht. Rechtsverteidiger Veli Lampi soll Druck auf Philipp Lahm machen und nicht umgekehrt.

Bilanz I: Eine Zahlenkette, die sich so liest: 20 Spiele, 15 Siege für Deutschland, 4 Remis, 1 Niederlage, 76:15 Tore.

Zeit für Zerstreuung: Tim Wiese, Heiko Westermann, Andi Hinkel und Lukas Podolski machten am Dienstag einen Spaziergang durch die Stadt. Neben dem Parlament und der Felsenkirche Temppeliaukion Kirkko lernten die vier Spieler dann auch noch etwas über die mysteriöse Beziehung zwischen dem finnischen Volk und den gefühlten zwölf Millionen Saunen überall im Land.

Bilanz II: Seit 85 Jahren ist Deutschland gegen Finnland ungeschlagen. Den einzigen und damit natürlich auch letzten finnischen Sieg gab es am 12. August 1923 beim 1:2 von Dresden.

Hoffnungsträger II: Petri Pasanen. Wenn die Finnen vor einem deutschen Spieler Angst haben, dann vor Lukas Podolski. Und jetzt soll ausgerechnet die Bremer Wuchtbrumme (zum Steckbrief) den flinken Poldi stoppen. Für das andere entscheidende Duell zwischen Sami Hyypiä und Miroslav Klose sehen die Finnen keine Probleme.

Alles auf Rot: Die deutsche Nationalmannschaft spielt in ihren roten Auswärtstrikots. Rotes Jersey, rote Hosen, rote Stutzen. Finnland setzt ganz auf die Landesfarbe: Weiße Trikots, blaue Hosen und weiße Stutzen.

Bilanz III: Von 85 WM-Qualifikationsspielen hat Deutschland bisher schlappe zwei verloren. Und da dies zweimal bei einem Heimspiel passiert ist (1985 gegen Portugal mit 0:1 und 2001 gegen England mit 1:5), wollte ein finnischer Journalist bei Jogi Löw nach den Gründen fragen. Der Bundestrainer war sichtlich irritiert, sagte dann aber: "Seit ich Bundestrainer bin, haben wir genau ein Spiel gemacht in der WM-Qualifikation. Drei Punkte, sechs zu Null Tore. Eine tolle Serie, die wollen wir am Mittwoch ausbauen."

Ergebnisse und Tabellen - alles zur WM-Qualifikation

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