Süper Lig, 29. Spieltag

Besiktas marschiert dank Gomez weiter

Von SPOX
Sonntag, 17.04.2016 | 20:34 Uhr
Mario Gomez (M.) war gegen Sivaspor wieder erfolgreich
© getty
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Besiktas ist dank Mario Gomez dem Titel so nah wie nie. Das liegt auch an der Schwäche der Konkurrenz, denn die Erzrivalen sind in der Krise. Gala muss nach der Niederlage gegen den Eto'o-Klub inzwischen schon um Platz vier bangen, obwohl Lukas Podolski trifft. Fenerbahce gewinnt gegen den Tabellenletzten und erntet trotzdem Pfiffe.

Antalyaspor - Galatasaray 4:2 (1:1)

Tore: 1:0 Eto'o (15.), 1:1 Podolski (39.), 2:1 Eto'o (53.), 2:2 Umut (64.), 3:2 Emrah (72.), 4:2 Ridvan (90.+1)

Rote Karte: Donk (69., grobes Foulspiel)

Galatasaray präsentierte sich in der ersten Halbzeit wie so oft in vergangenen Wochen, nämlich in der Defensive sehr löchrig und vorne harmlos. Der Aufsteiger bestimmte das Spiel und hatte bis zur Halbzeit viele gute Chancen. Eine davon nutzte Kapitän Samuel Eto'o, der nach einem Steilpass frei durch war und souverän einschob (15.). Serdar Özkan baute mit einem Schlenzer beinahe aus, doch Torwart Fernando Muslera parierte stark (32.). Aus dem Nichts fiel der Ausgleich: Lukas Podolski zog auf links fast von der Grundlinie aus ab und traf am verdutzten Keeper Saso Fornezzi vorbei ins Netz (39.).

In der zweiten Hälfte fand Gala etwas besser ins Spiel, wurde aber durch das 2:1 von Eto'o (53.) erneut kalt erwischt. Nach dem Treffer gab es große Aufregung und heftige Proteste der Gala-Akteure, denn Eto'o nahm bei seinem Flugkopfball den Arm zu Hilfe. Der eingewechselte Umut Bulut gab mit einem schönen Volleytreffer zum 2:2 die schnelle Antwort (64.). Für ein grobes Foulspiel sah Galas Sechser Ryan Donk kurz darauf die Rote Karte (69.). Nur drei Minuten später war Eto'o erneut wieder durch und legte quer auf Emrah Bassan, der nur noch ins leere Tor einschieben musste (72.). Da von Gala keine Gegenwehr mehr kam, machte der Aufsteiger durch Ridvan Simsek (90.+1) in der Nachspielzeit alles klar.

Sivasspor - Besiktas 1:2 (0:0)

Tore: 0:1 Gomez (58.), 0:2 Oguzhan (62./Foulelfmeter), 1:2 Chahechouhe (90.+3)

Sivasspor stellte sich gegen den Spitzenreiter von Anfang hinten rein und machte Mario Gomez und Co. in der ersten Halbzeit das Leben schwer. Die Adler hatten zwar eine frühe Möglichkeit, nach gutem Anspiel von Jose Sosa setzte Olcay Sahan den Ball aber volley über das Tor (11.). Danach passierte lange Zeit so gut wie nichts mehr. Erst kurz vor der Halbzeit gab Oguzhan Özyakup den Ball gefährlich vor das Tor, doch Gomez verpasste knapp (42.).

Im zweiten Durchgang stellte Besiktas innerhalb von vier Minuten die Weichen auf Sieg. Und das in erster Linie wegen Gomez. Zuerst schob der Stürmer nach feinem Durchstecker von Kerim Frei zum 1:0 ein (58.). Dann holte er im Laufduell gegen Ibrahim Öztürk einen Elfmeter heraus, den Oguzhan Özyakup sicher verwandelte (62.).

Erst in den Schlussminuten konnten auch die unterlegenen Gastgeber Torgefahr entwickeln. Nachdem Burhan Eser noch knapp am linken Pfosten vorbeizielte (90.), erzielte Aatif Chahechouhe in der Nachspielzeit den Ehrentreffer (90.+3).

Fenerbahce - Mersin Idman Yurdu 4:1 (2:1)

Tore: 1:0 Volkan (7.), 2:0 Volkan (9.), 2:1 Güven (45.+2), 3:1 Fernandao (57.), 4:1 van Persie (63./HE.)

Nach den Punktverlusten der vergangenen Wochen ließen die Fenerbahce-Fans mit lauten Pfiffen ihren Frust heraus. Selbst nach Toren der Heimelf waren Pfiffe zu hören. Besonders der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Diego wurde bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Der Brasilianer hatte sich im Derby gegen Galatasaray auf dem Platz einen Streit mit Mitspieler Gökhan Gönül geliefert.

Von den Protesten ließ sich vor allem Flügelstürmer Volkan Sen wenig beeindrucken und schnürte schon in den ersten neun Minuten einen Doppelpack. Zuerst schloss er einen Sololauf mit einem Flachschuss ab (7.), dann hielt er nach einer Hereingabe von Josef de Souza die Pike hin (9.).

Fenerbahce hatte die Partie jederzeit im Griff, der Tabellenletzte aus Mersin traute sich kaum aus der eigenen Hälfte heraus. Robin van Persie verpasste es, per Kopf (12.) und mit einem Flachschuss (36.), die Führung auszubauen. Und auf der anderen Seite kam Mersin mit dem ersten Abschluss zum Anschlusstreffer: Güven Varol köpfte kurz vor der Halbzeit zum 1:2 ein (45.+2).

Doch Fener brauchte nicht lange, um sich von dem Gegentreffer zu erholen: Nach einem Doppelpass mit van Persie stellte der eingewechselte Fernandao den alten Vorsprung wieder her (57.). Kurz darauf zeigte Schiedsrichter Serkan Cinar nach einem Handspiel von Güven auf den Punkt. Van Persie verwandelte platziert zur Vorentscheidung (63.). Dabei hätte der Sieg noch höher ausfallen können, doch Josef de Souza scheiterte mit einem Weitschuss an Torwart Muammer Yildirim (78.), und Fernandao setzte einen Kopfball ans Außennetz (79.).

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