Nach Wirbel wegen Zusatzgelder

Martino: Neymar beschäftigt das nicht

Von Marco Nehmer
Sonntag, 26.01.2014 | 20:21 Uhr
Wirbel um Neymar: Die Zusatzzahlungen bei seinem Transfer haben die Justiz alarmiert
© getty
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Die Ungereimtheiten um den Transfer von Neymar zum FC Barcelona schlagen hohe Wellen und haben mit dem Rücktritt von Präsident Sandro Rosell erste Konsequenzen nach sich gezogen. Barca-Coach Gerardo Martino betonte nun aber, dass der Spieler selbst sich davon nicht beeindrucken lasse. Die Mannschaft sei ebenfalls gefestigt.

"Ich denke nicht, dass die Sache seine Rückkehr in die Mannschaft oder seine Leistungen beeinflussen wird", sagte Martino auf der Pressekonferenz am Samstag vor dem Heimspiel gegen Malaga über den derzeit an einer Knöchelverletzung laborierenden Neymar: "Er hat auf mich denselben Eindruck wie immer gemacht."

Die finanziellen Umstände des Wechsels des 21-jährigen Brasilianers zu den Katalanen beherrschen seit Tagen die Schlagzeilen. Seit Beginn der Woche beschäftigt sich die Justiz mit dem Fall. Neymar soll statt der kolportierten 57 Millionen Euro deutlich mehr gekostet haben. Die Kosten für das Gesamtpaket samt Gehalt sollen sich auf 116 Millionen Euro belaufen, von denen bis zu 40 Millionen in die Taschen von Neymars Familie geflossen seien.

Neymars Vater, Berater des Spielers, veröffentlichte unter der Woche die Zahlen für das Jahressalär seines Sohnes - 8,8 Millionen Euro verdient der Außenstürmer im Jahr. "Er und sein Vater verdienen Respekt für die Offenlegung der Zahlen", betonte Martino, der das Thema damit abgehakt wissen wollte.

Martino über Rosell: "Er muss sich mir nicht erklären"

Auch für die Entscheidung von Präsident Rosell zeigte der Argentinier Verständnis: "Ich habe mit ihm kurz vor seiner Rücktrittserklärung gesprochen. Er muss sich mir nicht erklären. Er hat immer an mich geglaubt und ich hätte gerne mit ihm weitergearbeitet. Aber es sollte nicht sein." Martino sieht seine Position durch den Abgang des Präsidenten nicht geschwächt.

Der 51-Jährige betonte zudem, dass die Situation auf die Mannschaft keinen großen Einfluss habe. Zwar sei die Lage "nicht ideal, aber wir müssen jetzt alle zusammenhalten". In der Kabine laufe weiter "alles normal" ab. "Die Spieler sind traurig, aber sie wissen, dass die Leistung auf dem Platz die beste Antwort ist."

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