Debüt in der Serie A für Milan

Alexander Merkel auf dem Weg nach oben

SID
Freitag, 07.01.2011 | 17:48 Uhr
Milans Alexander Merkel (M.) kommt bislang auf 23 Spiele für deutsche U-Mannschaften
© Getty
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Hellas Verona – Inter Mailand

Der deutsche U-19-Nationalspieler Alexander Merkel steht beim italienischen Tabellenführer AC Mailand vor dem Durchbruch. Am Donnerstag gab der 18-Jährige sein Debüt in der Serie A.

Er spielt Billard mit Alexandre Pato, wohnt neben Filippo Inzaghi - nun darf sich Alexander Merkel beim AC Mailand auch auf dem Fußball-Platz dazugehörig fühlen. Mit dem Startelf-Debüt des 18-Jährigen in der Serie A hat die "neue deutsche Welle" Italien erreicht.

"Irgendwie kann ich das noch gar nicht fassen. Es rufen viele Leute an und gratulieren", sagte der U-19-Nationalspieler dem "Sport-Informations-Dienst".

"Das war der erste Schritt"

"Ich würde nicht sagen, dass das mein Durchbruch war. Das war der erste Schritt, aber ein Schritt reicht nicht. Das war nur der Anfang. Jetzt muss ich mich durchsetzen, damit ich noch mehr Einsätze bekomme."

Für den 18-Jährigen, der beim 1:0 gegen Cagliari Calcio das weiße Trikot mit der Nummer 52 trug, war das Spiel ein Riesenerlebnis. Der gebürtige Kasache war Anfang Dezember erstmals auf der großen Bühne erschienen, als er in der Champions-League-Begegnung gegen Ajax Amsterdam kurz vor Schluss eingewechselt wurde.

"Die Champions League ist natürlich die Königsklasse, das höchste Niveau. Aber am Donnerstag stand ich in der Startelf. Von Anfang an zu spielen ist etwas Besonderes", sagte Merkel.

Die italienischen Medien waren sich in der Beurteilung der Leistung der Deutschen nicht einig. Während die "Gazetta dello Sport" von einem "vielversprechenden Debüt" schrieb, wurde Merkels Leistung ansonsten zumeist als unauffällig eingestuft. "Der Deutsche hat eine gute Technik, ist aber irgendwie zu leicht", befand "Tuttosport".

"Alle wussten, wie wichtig das war"

Viel wichtiger jedoch: Die Anerkennung im Mannschaftskreis für die Leistung des Deutschen war groß. "Das ganze Trainerteam war zufrieden. Auch meine Mitspieler haben mir gratuliert. Alle wussten, wie wichtig das war", erzählt Merkel.

Der Wechsel vom VfB Stuttgart zu Milan war 2008 noch im Stillen vollzogen worden, um den damals 16-Jährigen vor dem Medienrummel zu schützen. "Ich habe die Chance meines Lebens bekommen", sagte Merkel damals.

Der Karriereweg des Jungprofis, der im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie aus Kasachstan nach Hessen gekommen war, führt steil nach oben. Seit dem letzten Sommer trainiert er mit dem Profiteam der Mailänder und absolvierte mehrere Vorbereitungsspiele mit der ersten Mannschaft.

Mitte November schaffte er den Sprung ins Aufgebot - dann folgte der unvergessliche Champions-League-Einsatz vor mehr als 70.000 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion. Das Ligadebüt am Donnerstag war der nächste Schritt. In den deutschen Nachwuchsmannschaften ist Merkel längst eine feste Größe, seit der U 15 hat er alle Juniorenteams durchlaufen.

Jugendwelle bei den Deutschen

Vergleiche mit den Jungstars der Bundesliga wie Mario Götze, Andre Schürrle oder Lewis Holtby lehnt er allerdings ab. "Die Deutschen haben in den letzten zwei, drei Jahren viele junge Talente herausgebracht. Da kann man schon von so etwas wie einer Welle sprechen", sagte er: "Bei mir ist das aber anders. Ich spiele in Italien, wo eher wenige junge Spieler zum Einsatz kommen. Deshalb kann ich das mit der Bundesliga nicht vergleichen."

In Mailand benötigte Alexander Merkel eine gewisse Anlaufzeit. Nach seiner Ankunft wohnte er im Nachwuchsinternat und besuchte Sprachkurse. Mittlerweile hat er eine eigene Wohnung zwischen dem Trainingsgelände und San Siro.

Bis 2013 läuft Merkels Vertrag in der italienischen Metropole - und auch nach zwei Jahren ist er immer noch von der Stadt fasziniert. "Mailand ist eine der schönsten Städte der Welt mit beeindruckenden Bauwerken wie dem Stadion oder der Scala. Ich möchte hier auf jeden Fall noch sehr lange spielen", sagte er im Dezember auf "dfb.de". Die erste Hürde hat er auf jeden Fall genommen.

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