Alexander Merkel auf dem Weg nach oben

SID
Freitag, 07.01.2011 | 17:48 Uhr
Milans Alexander Merkel (M.) kommt bislang auf 23 Spiele für deutsche U-Mannschaften
© Getty
Advertisement
Club Friendlies
Live
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
Live
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
Copa Sudamericana
Sao Paulo -
Colon Santa Fe

Der deutsche U-19-Nationalspieler Alexander Merkel steht beim italienischen Tabellenführer AC Mailand vor dem Durchbruch. Am Donnerstag gab der 18-Jährige sein Debüt in der Serie A.

Er spielt Billard mit Alexandre Pato, wohnt neben Filippo Inzaghi - nun darf sich Alexander Merkel beim AC Mailand auch auf dem Fußball-Platz dazugehörig fühlen. Mit dem Startelf-Debüt des 18-Jährigen in der Serie A hat die "neue deutsche Welle" Italien erreicht.

"Irgendwie kann ich das noch gar nicht fassen. Es rufen viele Leute an und gratulieren", sagte der U-19-Nationalspieler dem "Sport-Informations-Dienst".

"Das war der erste Schritt"

"Ich würde nicht sagen, dass das mein Durchbruch war. Das war der erste Schritt, aber ein Schritt reicht nicht. Das war nur der Anfang. Jetzt muss ich mich durchsetzen, damit ich noch mehr Einsätze bekomme."

Für den 18-Jährigen, der beim 1:0 gegen Cagliari Calcio das weiße Trikot mit der Nummer 52 trug, war das Spiel ein Riesenerlebnis. Der gebürtige Kasache war Anfang Dezember erstmals auf der großen Bühne erschienen, als er in der Champions-League-Begegnung gegen Ajax Amsterdam kurz vor Schluss eingewechselt wurde.

"Die Champions League ist natürlich die Königsklasse, das höchste Niveau. Aber am Donnerstag stand ich in der Startelf. Von Anfang an zu spielen ist etwas Besonderes", sagte Merkel.

Die italienischen Medien waren sich in der Beurteilung der Leistung der Deutschen nicht einig. Während die "Gazetta dello Sport" von einem "vielversprechenden Debüt" schrieb, wurde Merkels Leistung ansonsten zumeist als unauffällig eingestuft. "Der Deutsche hat eine gute Technik, ist aber irgendwie zu leicht", befand "Tuttosport".

"Alle wussten, wie wichtig das war"

Viel wichtiger jedoch: Die Anerkennung im Mannschaftskreis für die Leistung des Deutschen war groß. "Das ganze Trainerteam war zufrieden. Auch meine Mitspieler haben mir gratuliert. Alle wussten, wie wichtig das war", erzählt Merkel.

Der Wechsel vom VfB Stuttgart zu Milan war 2008 noch im Stillen vollzogen worden, um den damals 16-Jährigen vor dem Medienrummel zu schützen. "Ich habe die Chance meines Lebens bekommen", sagte Merkel damals.

Der Karriereweg des Jungprofis, der im Alter von sechs Jahren mit seiner Familie aus Kasachstan nach Hessen gekommen war, führt steil nach oben. Seit dem letzten Sommer trainiert er mit dem Profiteam der Mailänder und absolvierte mehrere Vorbereitungsspiele mit der ersten Mannschaft.

Mitte November schaffte er den Sprung ins Aufgebot - dann folgte der unvergessliche Champions-League-Einsatz vor mehr als 70.000 Zuschauern im Giuseppe-Meazza-Stadion. Das Ligadebüt am Donnerstag war der nächste Schritt. In den deutschen Nachwuchsmannschaften ist Merkel längst eine feste Größe, seit der U 15 hat er alle Juniorenteams durchlaufen.

Jugendwelle bei den Deutschen

Vergleiche mit den Jungstars der Bundesliga wie Mario Götze, Andre Schürrle oder Lewis Holtby lehnt er allerdings ab. "Die Deutschen haben in den letzten zwei, drei Jahren viele junge Talente herausgebracht. Da kann man schon von so etwas wie einer Welle sprechen", sagte er: "Bei mir ist das aber anders. Ich spiele in Italien, wo eher wenige junge Spieler zum Einsatz kommen. Deshalb kann ich das mit der Bundesliga nicht vergleichen."

In Mailand benötigte Alexander Merkel eine gewisse Anlaufzeit. Nach seiner Ankunft wohnte er im Nachwuchsinternat und besuchte Sprachkurse. Mittlerweile hat er eine eigene Wohnung zwischen dem Trainingsgelände und San Siro.

Bis 2013 läuft Merkels Vertrag in der italienischen Metropole - und auch nach zwei Jahren ist er immer noch von der Stadt fasziniert. "Mailand ist eine der schönsten Städte der Welt mit beeindruckenden Bauwerken wie dem Stadion oder der Scala. Ich möchte hier auf jeden Fall noch sehr lange spielen", sagte er im Dezember auf "dfb.de". Die erste Hürde hat er auf jeden Fall genommen.

Inter-Sieg bei Leonardo-Debüt - Juve verliert

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung