Fussball

Premier League: Klubs wehren sich gegen Ausländer-Quote

SID
Die Vereine wollen keine Quote für ausländische Spieler
© getty

Der englische Fußballverband FA hatte kürzlich eine Reform bezüglich der Quote ausländischer Spieler in Premier-League-Klubs gefordert. Ein Vorschlag, der bei den Vereinen nun auf Widerstand stößt.

Konkret wolle man in Zukunft nur noch 13 statt aktuell 17 Nicht-Briten in den Kadern der Klubs zulassen. Hintergrund des Vorstoßes der FA: Weniger ausländische Stars in den Mannschaften würde für mehr Spielzeit der englischen Talente sorgen. Das wiederum wirke sich positiv auf die Nationalmannschaft aus.

Premier League: Vorschlag stößt bei Klubs auf Widerstand

Ein Vorschlag, der bei den Premier-League-Klubs auf Widerstand stößt. In einem am Mittwoch veröffentlichten Statement der Klubs heißt es: "Es gibt keine Beweise dafür, dass sich schärfere Quoten als die aktuell bestehenden positiv auf Nationalmannschaften auswirken würden."

Und weiter: "Wir nehmen uns dieser Angelegenheit im Interesse des gesamten britischen Fußballs an und haben positive Gespräche mit der EFL und der Scottish Professional Football League geführt. Beide sind der Meinung, dass der Brexit nicht dazu benutzt werden darf, um die Spielerkader im britischen Fußball zu schwächen oder die Vereine daran zu hindern, internationale Spieler zu verpflichten. Die drei Liga-Gremien erkennen an, dass der Entwicklungspfad für junge britische Spieler weiter verbessert werden muss und setzen sich dafür ein, in allen professionellen Vereinen Wege dafür zu finden."

Gareth Southgate: Zu wenig einheimische Spieler in der PL

Aktuell dauern die Gespräche an. Die britische Regierung hat FA, Premier League und EFL gebeten, eine gemeinsame politische Strategie für die Post-Brexit-Ära zu bennenen.

Erst kürzlich hatte der englische Nationaltrainer Gareth Southgate beklagt, dass zu wenig einheimische Spieler in der Premier League zum Einsatz kämen (etwa 30 Prozent). Das Abschneiden der Three Lions bei der WM im vergangenen Sommer in Russland spricht eine andere Sprache. Southgate wurde mit seinem Team Vierter.

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