Capital One Cup, 3. Runde

Flamini-Wahnsinn in Tottenham

Von SPOX
Dienstag, 22.09.2015 | 22:40 Uhr
Mathieu Flamini war durch seinen Doppelpack der Matchwinner an der White Hart Lane
Advertisement
Premier League
Bournemouth -
Manchester City
Premier League
Manchester United -
Leicester
Premier League
Huddersfield -
Southampton (Delayed)
Premier League
Newcastle -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Watford -
Brighton
Premier League
Crystal Palace -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Everton
Premier League
Liverpool -
Arsenal
Premier League
Tottenham -
Burnley

In der 3. Runde des Capital One Cups setzt sich der FC Arsenal dank eines brillanten Mathieu Flamini bei Tottenham durch. Auch Chelseas zweite Reihe schießt sich weiter. Manchester City gewinnt die Neuauflage des Finals von 2014 deutlich gegen Sunderland. Aston Villa setzt sich gegen Birmingham durch. Und: United siegt locker, während die Reds richtig zittern müssen.

Tottenham Hotspur - FC Arsenal 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Flamini (26.), 1:1 Chambers (56./ET), 1:2 Flamini (78.)

Von wegen, dem Capital One Cup wird in England wenig Bedeutung beigemessen! Schon vor dem Anpfiff sorgten die Fans beider Teams für Gänsehautmomente und auch während der Partie wurde auf den Tribünen, genauso wie auf dem Platz, emotional mitgelebt. Mann das Abends war jedoch ein Gunner: Mathieu Flamini.

Es war Feuer drin, von Anfang an - die erste wirkliche Torchance gab es aber erst in der 26. Minute, als Oxlade-Chamberlain im Zentrum zu viel Platz hatte und unbedrängt abschließen konnte. Seinen Aufsetzer aus gut 20 Metern ließ Vorm nur nach vorne abklatschen, Mathieu Flamini war zur Stelle und staubte zur Gunners-Führung ab.

Die bis dahin emotionale, aber spielerisch noch nicht hochklassige Partie erhielt durch das Tor deutlichen Schwung. Binnen drei Minuten hatte Tottenhams Nacer Chadli gleich zwei große Möglichkeiten auf den Ausgleich, verzog jedoch jeweils knapp. Sinnbildlich für die Brisanz der Partie war eine Szene aus der 38. Minute: Nach einer Flanke flog Arsenals Joel Campbell hinter dem Tor über die Bande - während seine Teamkollegen und Arsene Wenger um Campbells Gesundheit besorgt waren, feierten die Spurs-Fans die vermeintliche Verletzung des Gegners fast wie ein eigenes Tor.

Nach der Pause kochte die Stimmung an der White Hart Lane weiter auf, nachdem ein Eigentor von Calum Chambers für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt hatte (56.). Die Spurs waren wieder voll da, die Geschichte des Spiels schrieb aber ein Anderer: In der 78. Minute war es wieder Flamini, der mit einem Traumtor die erneute Gunners-Führung besorgte: Einen Querschläger im Zentrum nahm der Franzose 19 Meter vor dem Kasten aus dem Lauf volley - die Kugel schlug unhaltbar im rechten Toreck ein.

AFC Sunderland - Manchester City 1:4 (0:4)

Tore: 0:1 Agüero (9., FE), 0:2 De Bruyne (25.), 0:3 Mannone (33., ET), 0:4 Sterling (36.), 1:4 Toivonen (83.)

45 Minuten Vollgas waren ganz offensichtlich zu viel für die Black Cats. 0:4 stand es bereits aus Sicht Sunderlands zur Pause, trotz gleicher Ligazugehörigkeit spielte sich auf dem Platz lange ein Klassenunterschied ab. Sergio Agüero (9.) stellte die Weichen schon früh auf Sieg, nachdem Jesus Navas von Ex-Chelsea-Verteidiger Patrick van Aanholt gelegt worden war.

Kevin De Bruyne steuerte wenig später seinen Beitrag zum Sieg bei (25.), als er aus spitzem Winkel traf. Schon beim zweiten City-Treffer war Keeper Mannone nicht unbeteiligt, beim Dritten dann spätestens schuldig. Der Torhüter klärte eine Ecke nicht sicher, Raheem Sterlings Versuch prallte zuerst an den Pfosten, dann an den Rücken des Torwarts und in die Maschen.

Sterling war es auch, der den Endstand herstellte (36.). De Bruyne fand seinen neuen Teamkollegen im Strafraum, der junge Engländer verwandelte cool ins lange Eck. Mit Rücksicht auf die harte englische Woche ließ City den Wind aus den Segeln und wurde in der zweiten Halbzeit glatt bestraft. Ola Toivonen, ohnehin bis jetzt bester Mann der Gastgeber, erzielte den Ehrentreffer per Kopf.

Mit George Evans debütierte zudem der erste Jugendspieler der Citizens, der seit der U8 jedes Team in Manchester durchlaufen hat. Auch Neuzugang Patrick Roberts vom FC Fulham kam zu seinen ersten Minuten im grell leuchtenden Trikot Citys.

Aston Villa - Birmingham City 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Gestede (62.)

Was wurde vor dem Spiel nicht alles über das Second City Derby geschrieben: Risikospiel, es drohe Platzsturm, Spielabbruch und so weiter.

90 Minuten später stand ein ganz normales Spiel mit einem Ergebnis von 1:0 für Villa zu Buche. Dabei sah es lange nicht einmal nach einem Treffer aus. Vor allem in der ersten Halbzeit gelang es keiner der beiden Mannschaften, die Defensive des Gegners zu überwinden.

Mit einem müden 0:0 ging es in die Kabinen, aus denen die Heimmannschaft deutlich engagierter zurückkehrte. Rudy Gestede stieg nach einer Jordan-Amavi-Flanke in gewohnter Manier hoch und köpfte die verdiente Villa-Führung (62.).

Der Zweitligist aus Birmingham musste nun ebenfalls aufmachen, wodurch sich Chancen auf beiden Seiten ergaben. Für die Gäste vergab Jacques Maghoma die beste, als er völlig frei auf Keeper Brad Guzan zulief, kurz vor dem Abschluss aber die Nerven verlor und sich das Leder doch noch vom Fuß spitzeln ließ.

Walsall - FC Chelsea 1:4 (1:2)

Tore: 0:1 Ramires (11.), 0:2 Remy (41.), 1:2 O'Connor (45.+1), 1:3 Kenedy (52.), 1:4 Pedro (90.+2)

Kurzweiliges Wechselspiel der Gefühle in Walsall: Mit einigen Nachwuchskräften sowie Falcao und Ex-Augsburger Baba in der Startelf machten die Blues schnell klar, dass sie nicht darauf aus waren, den Fans ein spannendes Spiel zu bieten. Ein kleines Zwischentief überwand Mourinhos Truppe aber schnell.

Nicht einmal elf Minuten waren gespielt, da köpfte Ramires nach einer Kenedy-Flanke zur 1:0-Führung ein - vorausgegangen war ein schlampiger Pass von Walsall-Keeper Neil Etheridge. Und Chelsea blieb am Drücker. Falcao hatte in der 19. Minute die Großchance zum 2:0, jedoch scheiterte er an der Sechzehnerkante am herauseilenden Etheridge - die abgefälschte Kugel flog dennoch in Richtung Kasten, doch Innenverteidiger James O'Connor kratzte den Ball gerade noch von der Linie.

Knapp vor der Pause entschied Remy die Partie vermeintlich schon vor: Ramires nahm es vor dem Strafraum mit drei Gegenspielern auf und legte dann im richtigen Moment rechts auf den startenden Franzosen ab - der jagte den Ball aus vollem Lauf aus 12 Metern in die Maschen (41.). Chelseas darauf folgende Fahrlässigkeit nutzten die Gastgeber jedoch, um die eigene Euphorie noch einmal anzukurbeln: Mit dem Halbzeitpfiff brachte O'Connor im Bescot Stadium noch einmal die Hoffnung zurück: Einen strammen Freistoß von Milan Lalkovic wehrte Chelsea-Keeper Begovic erst stark zur Seite ab, doch O'Connor grätschte die Kugel zum Anschluss ins lange Eck (45.+1).

Lange hielt die Spannung aber nicht. Unmittelbar nach Wiederanpfiff stellte Kenedy den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her - mit einem kompromisslosen Kracher aus 13 Metern (52.). Die Restzeit spielten die Blues souverän herunter, ohne mehr als das Nötige zu tun. In der Nachspielzeit besorgte der eingewechselte Pedro mit dem 4:1 den Schlusspunkt (90.+2).

Manchester United - Ipswich Town 3:0 (1:0)

Tore: 1:0 Rooney (23.), 2:0 Pereira (60.), 3:0 Martial (90.+2)

FC Liverpool - Carlisle United 2:1 n.E.

Tore: 1:0 Ings (24.), 1:1 Asamoah (34.)

Elmeterschießen: 1:0 Milner, Grainger verschießt, 2:0 Can, 2:1 Dicker, Lallana verschießt, Joyce verschießt, Coutinho verschießt, 2:2 McQueen, 3:2 Ings, Hery verschießt

Die Premier League auf einen Blick

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung