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Luka Modric von Real Madrid gewinnt Ballon d'Or 2018: Das Pro und Contra

Luka Modric hat den Ballon d'Or 2018 gewonnen.
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Luka Modric von Real Madrid hat den Ballon d'Or 2018 gewonnen - verdient oder unverdient? Das Pro und Contra von SPOX-Chefredakteur Martin Volkmar und Redakteur Jochen Tittmar.

Von SPOX-Redakteur Jochen Tittmar

Ich bin ganz grundsätzlich erst einmal froh, dass auch mal jemand den Pott gewonnen hat, der nicht Messi oder Ronaldo heißt. Das war zwar meist berechtigt, machte die diversen Wahlen jedoch auch sehr vorhersehbar und langweilig.

Und in der abgelaufenen Saison wäre es auch schlichtweg unverdient gewesen, wenn der Sieger erneut Messi oder Ronaldo geheißen hätte. Luka Modric ist für mich daher eine berechtigte und nachvollziehbare Wahl.

Blickt man nur auf die letzte Spielzeit, hat Modric dort den Zenit seiner Karriere erreicht: Drittes Mal in Folge Champions-League-Sieger, sensationeller Zweiter mit Kroatien bei der WM, dort zum besten Spieler des Turniers ausgezeichnet und anschließend noch den The Best Award der FIFA abgestaubt. Das allein würde schon als Begründung reichen.

Mehr noch: Der Kroate stand auf dem Weg zum CL-Triumph ja nicht nur irgendwann zufällig im Kader der Königlichen, sondern war das Hirn in Reals Mittelfeld. Ein laufstarker Bessermacher, der konstante Leistungen ablieferte, Führungsqualitäten aufweist sowie mit einem strategischen Geschick gesegnet ist, das ihn zu einem Weltklasse-Spieler macht.

Besonders beeindruckt haben mich seine Leidenschaft auf dem Feld und die unglaubliche Ruhe am Ball - erst Recht bei der WM nach einer für ihn ellenlangen Saison. Für meine Begriffe wäre Modric schon bei vorherigen Abstimmungen ein ernsthafter Kandidat gewesen, um in die engere Wahl zu kommen.

Dass er es nun zum Sieger geschafft hat, kommt angesichts zahlreicher fragwürdiger UEFA- oder FIFA-Auszeichnungen in den vergangenen Jahren beinahe schon einer Art Genugtuung gleich.

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