Samstag, 14.05.2016

Grindel zum russischen Doping-Skandal

Grindel: "Noch zwei Jahre Zeit"

DFB-Präsident Reinhard Grindel (54) hat den russischen Gastgebern der Weltmeisterschaft 2018 nach den schweren Doping-Anschuldigungen gegen das Land eine Frist eingeräumt.

Reinhard Grindel (r.) ist derzeit beim FIFA-Kongress in Mexiko
© getty
Reinhard Grindel (r.) ist derzeit beim FIFA-Kongress in Mexiko

"Wir haben ja noch zwei Jahre bis zur WM und ich gehe davon aus, dass Herr Mutko (Russlands Sportminister Vitali Mutko, d. Red.) und diejenigen, die im Organisationskomitee Verantwortung tragen, alles dafür tun, dass sich diese skandalösen Zustände, wie wir sie in der Leichtathletik und offenbar auch in anderen Disziplinen haben, bei der WM nicht zeigen", sagte Grindel nach dem FIFA-Kongress in Mexiko-Stadt.

Der ehemalige Leiter des Moskauer Anti-Doping-Labors, Gregori Rodtschenko, hatte zuletzt in der New York Times schwere Vorwürfe gegen das russische Team während der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi erhoben. Rodtschenko sprach von einem staatlichen Dopingsystem.

Dutzende russische Sportler, darunter mindestens 15 Medaillengewinner, sollen gedopt an den Start gegangen sein. Zuvor war die russische Leichtathletik ins Visier der Dopingfahnder geraten, ein Ausschluss von den Olympischen Spielen 2016 in Brasilien ist nicht ausgeschlossen.

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