FIFA: Neun Jahre Sperre für Valcke?

SID
Dienstag, 05.01.2016 | 15:44 Uhr
Jerome Valcke steht unter Verdacht sich persönlich bereichert zu haben
© getty
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Die Ermittlungskammer der FIFA-Ethikkommmission hat bei der Spruchkammer eine Neunjahressperre für den früheren Generalsekretär Jerome Valcke beantragt.

Zudem soll die frühere "rechte Hand" des inzwischen suspendierten Präsidenten Joseph S. Blatter wegen mehrerer Verstöße gegen Verhaltensregeln 100.000 Schweizer Franken (rund 92.000 Euro) Strafe bezahlen. Das gaben die Ethiker des Fußball-Weltverbandes am Dienstag bekannt.

Die Entscheidung über die Sanktion wird die rechtsprechende Kammer unter Vorsitz des deutschen Richters Hans-Joachim Eckert fällen. Die bis Dienstag um Mitternacht gültige 90-Tage-Sperre soll um 45 Tage verlängert werden.

Vorwurf der persönlichen Bereicherung

Valcke wird vorgeworfen, gegen folgende Ethik-Code-Artikel verstoßen zu haben: Nummer 13 (Allgemeine Verhaltensregeln), 15 (Loyalität), 16 (Vertraulichkeit), 18 (Mitwirkung und Rechenschaftspflicht), 20 (Annahme und Gewährung von Geschenken und sonstigen Vorteilen) und 452 (Allgemeine Mitwirkungspflicht).

Konkret soll sich Valcke beim Ticketverkauf für Endrunden von Weltmeisterschaften persönlich bereichert haben. Er hatte Zeugen zufolge zudem im Rahmen von Verhandlungen schon vor der offiziellen Vergabe erklärt, die WM 2022 sei fest an Katar zugesagt.

Die Vorwürfe hatte die in Zürich ansässige Agentur JB Sports Marketing bei einer Präsentation kurz vor Valckes Suspendierung durch die FIFA am 17. September 2015 erhoben. Dem 55-Jährigen sei eine Gewinnbeteiligung versprochen worden.

Valcke im Machtgefüge die Nummer zwei

Valcke war in Blatters Machtgefüge die Nummer zwei, bis der Weltverband ihn von allen Aufgaben entband. Der Verband teilte damals mit, er habe "von einer Reihe von Vorwürfen Kenntnis erhalten, die den Generalsekretär betreffen".

Die Ethikkommission hatte neben Blatter auch UEFA-Präsident Michel Platini (Frankreich) bis 2023 für alle Tätigkeiten im Fußball gesperrt. Hintergrund ist eine dubiose Millionenzahlung Blatters an Platini für weit zurückliegende

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