"Herr Giggs, Sie sind eine F****"

SID
Montag, 02.12.2013 | 17:41 Uhr
Joey Barton (l.) ist offenbar nicht gut auf Ryan Giggs und dessen Image zu sprechen
© getty
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Zum 40. bekam Ryan Giggs einen netten Geburtstagsgruß von Twitter-Rüpel Joey Barton. In Italien beherrschen Panzer und ein Außerirdischer den Spieltag und Spanien feiert nicht Bale, sondern Valencias Jonas. Dies und mehr von unseren Korrespondenten aus ganz Europa.

Serie A

Von Oliver Birkner

Panzer des Spieltags: Der Sonder-Choreographie-Preis ging am Wochenende an Atalanta. In der Fankurve präsentierte man neben einer Fahne mit Panzer-Emblem auch hunderte von weißen Pappschildern in Panzer-Form. So erinnerten die Tifosi aus Bergamo die Gäste der Roma plastisch an vergangenen Juli, als man zur jährlichen Sommerparty einen Panzer auslieh, und damit unter Johlen zwei Autos in den Klubfarben der Erzfeinde Brescia und Roma zermalmte. Darauf muss man erstmal kommen - und natürlich erstmal einen Panzer finden. Bilder und Vorbilder für das noch lernfähige U-13-Publikum in Turin. Dort füllten 13.200 Bis-13-Jährige die wegen rassistischer Gesänge geschlossenen Kurven. Die Anfeuerung klang bisweilen beängstigend nach einem schrägen Stimmbruchstart. Ganz so naiv waren die Kleinen nicht - jeder Abstoß vom Udinese-Keeper wurde von einem langgezogenen "Merda" begleitet wie es schließlich auch die Großen traditionell tun. Vielleicht finden die Jungen bei ebay demnächst ja ebenfalls einen Panzer im Angebot.

Indonesier des Spieltags: Showtime in San Siro - das hatte es schon länger nicht gegeben. Erick Thohir sorgte bei seinem Auftritt jedoch gleich mal für Stimmung. 54 ehemalige Inter-Größen zierten vor dem Anpfiff den Rasen, die Fans hatten Willkommens-Spruchbänder gebastelt und auf der Ehrentribüne stellte sich der Indonesier wirklich jedem der inflationären Foto- und Autogrammwünsche. Thohir tanzte dann sogar löblich zu "Wer nicht hüpft, ist ein Rossonero", lächelte womöglich aber nicht über das Plakat "Wer nicht hüpft, ist ein Lossonelo". ET wird der Besitzer aus Djakarta bereits genannt, doch außerirdisch fand er lediglich den geringen Komfort des San Siro. Aus den USA, wo Thohir Anteile an den Philadelphia 76ers und DC United hält, ist er fraglos anderes gewohnt. Sampdoria crashte die Party in letzter Minute dann noch per Ausgleichstor und der neue Präsident mäkelte: "Demnächst müssen wir nicht bloß 45, sondern 90 Minuten gut spielen." Der Mann weiß Bescheid. Entgegen seines Rivalen-Pendants Silvio Berlusconi mag Medienmogul Thohir übrigens nicht in die Politik. Die sei ihm viel zu langweilig. Na da hat er die italienische aber noch nicht kennengelernt.

Und sonst? Noch besser als die Willkommens-Party für Thohir war die Kapitänsbinde von Javier Zanetti. Für den ersten Einsatz des 40-Jährigen in der Startelf nach dem Achillessehnen-Riss vor sieben Monaten trug er am Arm sein Konterfei neben "Doc" Emmett Brown und die Aufschrift "01 Dezember - Back to the Future" in den Vereinsfarben Schwarz-Blau. Dass er im DeLaurean DMC-12 heimfuhr stellte sich später als Gerücht heraus.

Ein Königreich für einen Lippenleser. Mario Balotelli schoss beim Milan-Sieg in Catania sein erstes Ligator seit 70 Tagen, wurde 15 Minuten vor Ende dann zum Rumpelstilzchen. Gegenspieler Nicolas Spolli soll ihn als "Scheißneger" beschimpft haben. An Schiedsrichter und Mitspielern war die vermeintliche Beleidigung vorbeigegangen, Coach Max Allegri musste den wutentbrannten Balotelli in der 83. Minute vom Platz nehmen, bevor er wegen nervöser Proteste flog. Die wären bei einer tatsächlichen Verunglimpfung allerdings sehr wohl nachvollziehbar gewesen. Die TV-Bilder bewiesen nichts, und so bleibt es wohl bei Aussage gegen Aussage und einer offenen Rechnung fürs Rückspiel.

Serie A: Panzer und Außerirdische

Premier League: Üble Abrechnung mit Fourty-Giggs

Primera Divison: Bale Spieler des Spieltags? No Way!

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