Fussball

Medien: Brasilien will Guardiola als Nationaltrainer

Von Martin Grabmann
Kein Zweifel, unter Pep Guardiola wird sich das Bayern-Spiel weiterentwickeln.
© Getty

Nach der Niederlage gegen Mexiko im Finale des olympischen Fußballturniers fordern viele brasilianische Medien die Ablösung von Nationaltrainer Mano Menezes. Die Nachfolge soll Pep Guardiola antreten.

Mano Menezes muss gerade erfahren, wie schnell man bei Fans und Presse in Ungnade fallen kann. Nach der überraschenden Niederlage gegen Mexiko im olympischen Finale von Wembley wird der brasilianische Nationaltrainer für die verfehlte Goldmedaille verantwortlich gemacht.

Zwei Jahre vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land sind die Verantwortlichen des Verbands besorgt, dass man unter Menezes keine Titel gewinnen kann.

Wie die spanische Zeitung "Sport" berichtet, will man den Brasilianer deshalb durch Erfolgscoach Pep Guardiola ersetzen, der gerade eine Pause vom Trainergeschäft einlegt. Von ihm verspricht man sich eine Rückkehr zu schönem Offensivfußball. Diese Idee ist nicht neu, erhielt aber durch die Niederlage gegen Mexiko neuen Schwung.

So gibt es bereits eine Facebook-Gruppe mit 11.000 Anhängern und #guardiolanaselecao war am Tag nach dem Finale der am Häufigsten genutzte Begriff bei Twitter in ganz Brasilien. Die landesweite Zeitschrift "Lance" startete schon vor Monaten eine Kampagne, Guardiola zum Nationaltrainer zu machen.

Auch im brasilianischen Verband fehlt Menezes, der noch vom alten Präsidenten Ricardo Teixeira verpflichtet wurde, der Rückhalt. Den neuen Präsidenten José María Marín konnte Menezes nie überzeugen, sein einziger Unterstützer im Verbandsvorstand ist Andrés Sánchez, der Teixeira nahe steht.

Trotzdem ist der ehemalige Nationaltrainer Carlos Parreira skeptisch, was die Verpflichtung eines ausländischen Trainers angeht: "Brasilien braucht keine ausländischen Trainer, sie verstehen unsere Eigenheiten nicht. Wir haben auch mit Trainern von hier fünf Weltmeisterschaften gewonnen."

Pep Guardiola im Steckbrief

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