Und immer noch gefräßig

Von SPOX
Montag, 02.07.2012 | 16:22 Uhr
Spanien bleibt auch weiterhin das Maß aller Dinge
© Getty
Advertisement
League Cup
So25.02.
Bohnen-Alarm! Rocket Beans kommentieren das Finale
Six Nations
Sa24.02.
Insel-Gedränge! Schottland - England & Island - Wales
Bundesliga
SoJetzt
Schau dir jetzt die Nordderby-Highlights an!
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Superliga
Union SF -
Colon
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkischer Kommentar)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Montevideo -
Gremio
Super Liga
Radnicki Nis -
Partizan
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkischer Kommentar)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Superliga
Midtylland -
Bröndby
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
CSL
Guangzhou Evergrande -
Guangzhou R&F
Ligue 1
Nizza -
Lille
Ligue 1
Monaco -
Bordeaux
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
A-League
Newcastle -
FC Sydney
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Premier League
Burnley -
Everton
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nottingham -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Ligue 1
Troyes -
PSG
Serie A
Lazio -
Juventus
Eredivisie
PSV -
Utrecht
Premier League
Liverpool -
Newcastle
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
First Division A
FC Brügge -
Kortrijk
Ligue 1
Amiens -
Rennes
Ligue 1
Angers -
Guingamp
Ligue 1
Metz -
Toulouse
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Tottenham -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
Real Madrid -
Getafe
Serie A
Neapel -
AS Rom
Premier League
Leicester -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Bromwich (Delayed)
Premier League
Swansea -
West Ham (DELAYED)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Super Liga
Partizan Belgrad -
Rad
Premier League
Lok Moskau -
Spartak Moskau
Eredivisie
Vitesse -
Ajax
Premier League
Brighton -
Arsenal
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Slaven Belupo
Ligue 1
Caen -
Straßburg
Serie A
FC Turin -
Crotone
Serie A
Udinese -
Florenz
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Serie A
Atalanta -
Sampdoria
Serie A
Chievo Verona -
Sassuolo
Primera División
FC Barcelona -
Atletico Madrid
Ligue 1
Montpellier -
Lyon
Primera División
Real Sociedad -
Alaves
Primera División
Valencia -
Real Betis
Serie A
AC Mailand -
Inter Mailand
Ligue 1
Marseille -
Nantes
Premier League
Crystal Palace -
Man United
Primera División
Celta Vigo -
Las Palmas
Championship
Leeds -
Wolverhampton

"Gracias, gracias, gracias!": Der spanische Alleingang bei großen Turnieren setzt sich fort, ein Ende ist nicht in Sicht. Der EM-Triumph ist ein Signal an das eigene Volk, aber auch an den Rest der Welt: Zu siegen ist für uns normal.

Für wuchtige Schlagzeilen ist die spanische Sportzeitschrift "Marca" ja bekannt, und auch nach dem erfolgreich verteidigten Titel bemühte sie noch Sonntagnacht eine ganze Reihe Superlative.

Gerettetes Selbstwertgefühl

"Vier Tore für die Ewigkeit" oder "Die Größten der Geschichte" war da zu lesen. Es waren die Wegweiser für den Rest der Fußballwelt, dass die beste Mannschaft vielleicht sogar aller Zeiten hier zu Hause ist.

Für das Selbstverständnis im eigenen Land, von der Wirtschaftskrise und einer stets steigenden Zahl an Arbeitslosen arg gebeutelt, wählte die "Marca" die wohl einzig zulässige Schlagzeile, als sie direkt nach dem Schlusspfiff ihren Spielern im fernen Kiew entgegenrief "Gracias, gracias, gracias!".

Die Spieler erinnerten sich in der Stunde des Triumphs an das, was zu Hause für ein paar Tage vernebelt, deshalb aber noch lange nicht aus der Welt sein wird. "Wir können das nun genießen. Bei der Krise, die unser Land durchstehen muss, können heute alle einmal wieder stolz darauf sein, Spanier zu sein", übermittelte Sergio Ramos seinen Beitrag zum geretteten Selbstwertgefühl der Nation.

Ein Rekord nach dem anderen

Spanien ist erneut und immer noch die beste Mannschaft des Kontinents und seit der 4:0-Demonstration gegen Italien jetzt schon unsterblich. "Das ist der wunderbarste Moment für den spanischen Fußball", rief Iker Casillas, der mit dem 100. Sieg in seinem 137. Länderspiel nebenbei selbst einen neuen Weltrekord ausgestellt hat.

Wie viele am Sonntagabend der Furia Roja zum Opfer gefallen waren, ist kaum noch zu überblicken: Noch nie hat eine Mannschaft drei große Turniere in Folge gewonnen, noch nie ist einem Europameister die Titelverteidigung geglückt. Noch nie wurde ein EM-Finale derart klar gewonnen.

"Heute haben wir ein Rendezvous mit der Geschichte, mit unserem Land. Alle, die das Spiel gesehen haben, können stolz sein auf Spanien", formulierte es Ramos. Dazu sicherte sich in Fernando Torres ein Ergänzungsspieler von der Bank den Titel des Torschützenkönigs, Andres Iniesta wurde zum wertvollsten Spieler des Turniers gewählt, flankiert von seinem Kumpel Xavi.

Del Bosque schlägt zurück

Im Finale von Kiew wurden die Italiener schnell zum Spielball einer Mannschaft, die bis dahin ganz offenbar mit angezogener Handbremse gespielt hatte. In der Gruppenphase stand Spanien gegen Italien noch vor einer Auftaktniederlage, im abschließenden Spiel gegen Kroatien sogar am Rande des Ausscheidens.

Aber wie so oft in den letzten Jahren rettete sich die Mannschaft aus einer bedrohlichen Lage und zeigte dann in der K.o.-Phase, was sie seit nunmehr vier Jahren zeigt: Konzentration und Spielfluss am Rande der Perfektion. Die Kritiker waren zwar auch nach dem Finaleinzug gegen Portugal nicht verstummt, dem Team fehle es an Esprit und einer gewissen Leichtigkeit, manche hatten sogar ein langweiliges, zielloses Ballgeschiebe ausgemacht.

Vicente Del Bosque wehrte sich seit Turnierbeginn gegen die Krittelei, besonders die Stimmen aus dem eigenen Land machten den großen Schweiger mürrisch. Und dann zog er eine neue Trennlinie zwischen seiner Mannschaft und dem Rest zumindest Europas.

Genau die richtige Taktik

Im Kollektiv stürzten sich seine Spieler auf den Gegner Italien, der im Halbfinale noch den taktischen Missgriff der deutschen Mannschaft zu seinem eigenen Vorteil ausgenutzt hatte. Andrea Pirlo wurde weder isoliert, noch in Manndeckung genommen. Es wurden ihm in erster Linie alle Zuspielwege versperrt durch fünf, sechs, manchmal sieben spanische Feldspieler in der Hälfte der Italiener.

Als hätte jemand vorher angekündigt, einen Lehrfilm über aggressives Pressing und Gegenpressing drehen zu wollen und die Spanier darum gebeten, dieses doch bitte in seiner reinstes Form zu zelebrieren. Die spanische Taktik war die Antwort darauf, wie man die Stärken des Gegners aus dem Spiel nimmt; Italien war bisweilen derart weit entfernt vom gegnerischen Tor, dass Iker Casillas weit vor dem eigenen Strafraum lauern konnte.

Da die Mannschaft bei Ballgewinn dann eben nicht nur in ihr stereotypes Verhalten verfiel, sondern auch einige irrwitzige schnelle Tempogegenstöße einstreute, wurde das Spiel der Spanier plötzlich so unberechenbar und nicht zu greifen, dass wohl keine Mannschaft der Welt an diesem Abend auch nur den Hauch einer Chance gehabt hätte.

Unglaubliche Serie

Del Bosque reagierte auf die besonderen Gegebenheiten, immerhin hatte Italien einen Tag weniger Pause zur Regeneration, und wurde ausgiebig dafür belohnt. Riccardo Montolivo, der selbst nach gut einer Stunde völlig erschöpft ausgewechselt werden musste, sah darin aber nur den letzten aller Gründe für die Demontage.

"Vielleicht waren wie ein bisschen müde", sagte Montolivo. "Aber wenn die Spanier voll spielen, hat man wenige Chancen. Dann gewinnt keiner gegen sie!" Spanien durchpflügte die K.o.-Phase erneut mit weißer Weste, nunmehr sind die Iberer seit zehn Spielen in Alles-oder-Nichts-Spielen ohne Gegentor.

Vor der Partie war die Zwei-Stürmer-Strategie der Italiener in den Fokus gerückt und wie die Spanier in Innenverteidigung und defensivem Mittelfeld wohl darauf reagieren würden. Sie reagierten mit ihrer ganz eigenen taktischen Ausrichtung und ohne erneut einen echten Stürmer zu nominieren.

"Wir haben Stürmer im Kader, aber wir stellten Spieler auf, die besser zu unserer Art Fußball passten", erklärte Del Bosque seine Überlegungen und fügte dann fast schon entschuldigend an: "Wir haben eben sehr intelligente Spieler..."

Die Normalität des Siegens

15 Herausforderer waren dieses Mal angetreten, um die spanische Phalanx der letzten Jahre endlich zu durchbrechen. Die aber spulten lange Zeit ihr Pensum runter und zeigten dann ganz am Ende, worauf sich der Rest auch in den nächsten Jahren wird einstellen müssen: Auf eine Mannschaft, die noch lange nicht satt ist und ihre Überlegenheit fast schon aufreizend beiläufig zur Kenntnis nimmt.

"Vor vier Jahren war es eine Riesen-Euphorie, heute ist es fast schon normal", sagte Xabi Alonso kurz bevor er in den Bus einstieg. Es ist der spanische Alltag, von dem der Rest nur träumen kann.

Daten und Fakten: Spanien - Italien

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung