Die deutschen Gewinner und Verlierer

Viele große Rätsel

Von Stefan Rommel
Sonntag, 01.07.2012 | 20:25 Uhr
Drei deutsche Figuren der EM: Sami Khedira, Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger (v.l.)
© Getty
Advertisement
Premier League
Sa18:30
Liverpool - Chelsea - Der Kampf um die CL-Plätze
Copa Sudamericana
Flamengo -
Junior
Indian Super League
Kerala -
Jamshedpur
Ligue 1
St. Etienne -
Straßburg
Premiership
Dundee -
Rangers
Premier League
West Ham -
Leicester
Primera División
Celta Vigo -
Leganes
A-League
FC Sydney -
Brisbane
Primera División
Alaves -
Eibar
Championship
Barnsley -
Leeds
Serie A
Bologna -
Sampdoria
Championship
Norwich -
Preston
Primera División
Real Madrid -
Malaga
Ligue 1
Rennes -
Nantes
Serie A
Chievo Verona -
SPAL
Serie A
Sassuolo -
Hellas Verona
Premier League
Liverpool -
Chelsea
Primera División
Real Betis -
Girona
Championship
Sheff Utd -
Birmingham
Ligue 1
Caen -
Bordeaux
Ligue 1
Dijon -
Toulouse
Ligue 1
Metz -
Amiens
Ligue 1
Montpellier -
Lille
Ligue 1
Troyes -
Angers
Premier League
Tottenham -
West Bromwich (DELAYED)
Primera División
Levante -
Atletico Madrid
Premier League
Swansea -
Bournemouth (DELAYED)
Premier League
Crystal Palace -
Stoke (DELAYED)
Premier League
Man United -
Brighton (DELAYED)
Premier League
Newcastle -
Watford (DELAYED)
J1 League
Cerezo Osaka -
Kobe
J1 League
Kashima -
Kashiwa
Primera División
La Coruna -
Bilbao
Eredivisie
Excelsior -
PSV
Premier League
Southampton -
Everton
Super Liga
Cukaricki -
Roter Stern
Ligue 1
Nizza -
Lyon
Serie A
Genua -
AS Rom
Serie A
AC Mailand -
FC Turin
Serie A
Udinese -
Neapel
Primera División
Real Sociedad -
Las Palmas
Ligue 1
Marseille -
Guingamp
Premier League
Huddersfield -
Man City
Serie A
Lazio -
Florenz
Primera División
Villarreal -
Sevilla
Premier League
Burnley -
Arsenal (DELAYED)
First Division A
Brügge -
Zulte-Waregem
Primera División
Valencia -
Barcelona
Serie A
Juventus -
Crotone
Ligue 1
Monaco -
PSG
Primeira Liga
Benfica -
Setubal
Superliga
River Plate -
Newell's Old Boys
Premier League
Spartak -
Zenit
Serie A
Atalanta -
Benevento
Championship
QPR -
Brentford
Primera División
Espanyol -
Getafe
Ligue 1
Amiens -
Dijon
Ligue 1
Straßburg -
Caen
Coppa Italia
Sampdoria -
Pescara
Ligue 1
Bordeaux -
St. Etienne
Premier League
Watford -
Man United
Copa del Rey
Real Madrid -
Fuenlabrada
Premier League
Brighton -
Crystal Palace (DELAYED)
Premier League
West Bromwich -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Leicester -
Tottenham (DELAYED)
Copa Sudamericana
Independiente -
Libertad
Coppa Italia
Chievo Verona -
Hellas Verona
Ligue 1
Angers -
Rennes
Ligue 1
Guingamp -
Montpellier
Ligue 1
Lyon -
Lille
Ligue 1
Metz -
Marseille
Ligue 1
Nantes -
Monaco
Ligue 1
Toulouse -
Nizza
Copa del Rey
Barcelona -
Murcia
Premiership
Rangers -
Aberdeen
Cup
Anderlecht -
Lüttich
Ligue 1
PSG -
Troyes
Premier League
Stoke -
Liverpool
Copa del Rey
Atletico Madrid -
Elche
Premier League
Bournemouth -
Burnley (DELAYED)
Premier League
Arsenal -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Man City -
Southampton (DELAYED)
Premier League
Everton -
West Ham (DELAYED)
Premier League
Chelsea -
Swansea (DELAYED)
Copa Libertadores
Lanus -
Gremio
Indian Super League
Goa -
Bengaluru
Copa del Rey
Villarreal -
Ponferradina
Cup
Zulte-Waregem -
Brügge
Coppa Italia
Genua -
Crotone
Copa Sudamericana
Junior -
Flamengo
Indian Super League
Jamshedpur -
Kalkutta
Serie A
AS Rom -
SPAL
Primeira Liga
Sporting -
Belenenses
Ligue 1
Dijon -
Bordeaux
Serie A
Neapel -
Juventus
Championship
Leeds -
Aston Villa
Primera División
Malaga -
Levante
Primeira Liga
Porto -
Benfica
J1 League
Iwata -
Kashima
J1 League
Kobe -
Shimizu
A-League
Newcastle -
Melbourne City
Primera División
Barcelona -
Celta Vigo
Premier League
Chelsea -
Newcastle
Premier League
Lok Moskau -
Kasan
Premier League
Brighton -
Liverpool
Championship
Millwall -
Sheffield Utd
Primera División
Atletico Madrid -
Real Sociedad
Ligue 1
Straßburg -
PSG
Premier League
Arsenal -
Man United
Primera División
Sevilla -
La Coruna
Championship
Bristol City -
Middlesbrough
Ligue 1
Lille -
Toulouse
Ligue 1
Monaco -
Angers
Ligue 1
Nizza -
Metz
Ligue 1
Rennes -
Amiens
Ligue 1
Troyes -
Guingamp
Premier League
Watford -
Tottenham (DELAYED)
Eredivisie
Feyenoord -
Vitesse
Primera División
Bilbao -
Real Madrid
Serie A
FC Turin -
Atalanta
Premier League
Leicester -
Burnley (Delayed)
Premier League
Everton -
Huddersfield (DELAYED)
Premier League
Stoke -
Swansea (Delayed)
Premier League
West Brom -
Crystal Palace (DELAYED)
Primera División
Leganes -
Villarreal
Serie A
Benevento -
AC Mailand
Premiership
Aberdeen -
Rangers
Eredivisie
PSV -
Sparta
Premier League
Bournemouth -
Southampton
Ligue 1
St. Etienne -
Nantes
Serie A
Bologna -
Cagliari
Serie A
Florenz -
Sassuolo
Serie A
Inter Mailand -
Chievo Verona
Primera División
Getafe -
Valencia
Ligue 1
Caen -
Lyon
Premier League
Man City -
West Ham
1. HNL
Dinamo Zagreb -
Inter Zapresic
Primera División
Eibar -
Espanyol
First Division A
Zulte-Waregem -
Gent
Primera División
Las Palmas -
Real Betis
Serie A
Sampdoria -
Lazio
Ligue 1
Montpellier -
Marseille
Superliga
Boca Juniors -
Arsenal
Serie A
Crotone -
Udinese
Championship
Birmingham -
Wolverhampton
Primera División
Girona -
Alaves
Serie A
Hellas Verona -
Genua
FIFA Club World Cup
Al Jazira -
Auckland City

Die Europameisterschaft aus deutscher Sicht: Manche Spieler haben sich in den Vordergrund gespielt, andere müssen in Zukunft wieder deutlich zulegen. Von Badstuber bis Zieler - eine Bilanz.

Die Torhüter

Manuel Neuer: In seinem Kerngeschäft innerhalb des Strafraums während der gesamten EM ohne groben Fehler. Gegen Portugal mit seinen Paraden einer der Garanten für den Auftaktsieg. Bei einigen Ausflügen nach draußen nicht immer sicher - allerdings bereinigte er so auch manch potenziell gefährliche Szene schon im Ansatz. In der Endphase gegen Italien mit dem unbedingten Willen, spielte fast eine Art Libero, ging dreimal mit nach vorne. Insgesamt ein starkes Turnier von Neuer. Seine Rolle in der Mannschaft dürfte auch in den nächsten Jahren unstrittig sein: die der Nummer eins.

Tim Wiese: Wie schon vor zwei Jahren die Nummer zwei hinter Neuer. Hielt sich auch dieses Mal strikt an die Etikette, maulte nicht, sondern war im Gegenteil wieder einer der Spaßvögel im Kader. Das Gute an Wiese ist, dass man ihn wirklich jederzeit absolut bedenkenlos einsetzen hätte können. Mehr kann man von einer Nummer zwei nicht erwarten. Obwohl: Bei der geforderten Ansprache im Beisein der Kanzlerin kniff er. Kann man irgendwie auch verstehen... Zukunft: Weiter in Schwarz und Weiß, weiter größtenteils auf der Bank.

Ron-Robert Zieler: Er feierte seinen persönlichen Sieg bereits im Trainingslager in Tourrettes, als er sich im Rennen um die dritte Torhüterposition knapp gegen Marc-Andre ter Stegen durchsetze. Bei der EM dann erwartungsgemäß der Trainingspartner von Neuer und Wiese, durfte reinschnuppern und den Rest der Mannschaft beim Poolbillard abzocken. Wird sich aber schon ab dem ersten Bundesligaspieltag den Angriffen ter Stegens, Bernd Lenos oder Sven Ulreichs erwehren müssen.

Die Abwehrspieler

Holger Badstuber: Er galt schon vor dem Turnier als die Konstante in der Innenverteidigung und gesetzt. Bestätigte das Vertrauen von Löw mit teilweise sehr guten Leistungen. Spielte defensiv unspektakulär, nach vorne flach, präzise und hart. In der Abstimmung mit Mats Hummels in den ersten vier Spielen nahezu fehlerlos. Gegen Italien schien es aber so, als sei er entweder schlecht vorbereitet auf die zweite nominelle Spitze oder aber damit überfordert. Hatte im Halbfinale einige sehr unwirsche Aktionen, die seinen guten Gesamteindruck schmälern. Trotzdem bleibt Badstuber mit seinen Qualitäten ein Spieler für die erste Elf.

Jerome Boateng: Reiste mit einer aufgebauschten Gina-Lisa-Affäre im Gepäck nach Danzig und bekam deshalb vom Bundestrainer öffentlich einen Rüffel verpasst wie noch kaum einer vor ihm. Die eingeforderten Leistungen erbrachte Boateng dann aber, wenn er denn spielen durfte. Sein Ersatzmann Lars Bender nutzte die Gunst der Stunde zwar gegen Dänemark, stark genug um an Boateng vorbeizukommen war er dem Bundestrainer aber nicht. Gegen Italien das größte Opfer der taktischen Umstellung, machte immerhin noch das Beste daraus. Aber: Boateng ist und bleibt gelernter Innenverteidiger und auf der rechten - oder linken - Außenbahn nur die beste Notlösung.

Benedikt Höwedes: Der Schalker durfte sein erstes Turnier erleben und fügte sich klaglos in die Rolle des EM-Touristen. War in der Innenverteidigung Alternative Nummer vier, als Rechtsverteidiger erst Nummer zwei, dann nur noch Nummer drei. Trotzdem empfand er die Erfahrungen bei der EM als wertvoll. Die heißesten Gefechte lieferte er sich mit Lars Bender am Billardtisch. In Zukunft wird er für die Position rechts in der Viererkette vielleicht wieder in Frage kommen. Je nachdem, wo er beim FC Schalke demnächst aufgestellt wird. Für den Posten in der Innenverteidigung erscheint die Konkurrenz zu groß.

Mats Hummels: Schien gegen Portugal schon als fixer Ersatzspieler eingeplant und rutschte dann doch ins Team. Nach zehn Minuten Eingewöhnungsphase eine Bank im deutschen Abwehrzentrum - bis zu seinem ebenso unerklärlichen wie einfachen Fehler gegen Antonio Cassano. Das einzig Gute daran: Diese Art Fauxpas wird man von Hummels nicht wieder sehen. Mit seiner selbstbewussten Art nicht für jeden in der Mannschaft leicht zu nehmen. Aber Hummels überzeugte bei seinem ersten großen Turnier, was Mut macht für die Zukunft. Die will er entscheidend mitprägen und dabei auch selbst vorangehen.

Philipp Lahm: Wünschte sich die rechte und bekam aber erneut nur die linke Seite in der Viererkette zugewiesen. Verrichtete seine Arbeit dort ordentlich bis gut, gegen die Niederlande sogar wie der Lahm in Weltklassemanier. Aber auch ihm fehlte die Konstanz, das gesamte Turnier auf Toplevel zu absolvieren. Dann gegen Italien nach seinem Tor gegen die Griechen in zwei entscheidenden Szenen zu inkonsequent: Vor Balotellis 0:2 und bei der dicken, von ihm selbst glänzend eingefädelten Chance direkt nach der Pause. Als Kapitän sehen viele einen Nachteil: Befindet sich auf der Außenbahn immer einen Tick zu weit weg vom Geschehen, um in heiklen Situationen (verbal) einzugreifen.

Per Mertesacker: Zwischen Stammspieler und Bankdrücker war vor der EM alles möglich. Für Mertesacker wurde es letztlich ein Turnier aus der Zuschauerperspektive. Eine neue Erfahrung, war er doch in den drei Großveranstaltungen davor stets in der Innenverteidigung gesetzt. Seine langwierige Verletzung ließ aber zunächst offenbar keinen Einsatz auf diesem Niveau zu, nach dem Portugal-Spiel hatten sich Badstuber und Hummels dann als Duo festgespielt. Also blieb Merte nur die Rolle des Motivators, der als Mitglied des Mannschaftsrats ein wenig anleiten durfte. Die Frage, ob nun eine Ära im DFB-Team zu Ende gehen würde, wurde mit den Worten "totaler Schwachsinn" beantwortet - von seinem Konkurrenten Badstuber. Trotzdem dürfte es für Mertesacker schwer werden, noch mal richtig zurückzukehren in die erste Elf.

Marcel Schmelzer: Sein Schicksal war mit Löws Entscheidung, seinen Kapitän lahm auf die linke Seite zu beordern, quasi schon besiegelt. Der Bundestrainer traute dem Dortmunder ein Turnier auf diesem Niveau noch nicht zu, also blieb für Schmelzer nur die Rolle des Beobachters. Sollte Deutschland auch bis zur WM in zwei Jahren nicht zufällig noch einen Weltklasse-Außenverteidiger aus dem Hut zaubern, darf Schmelzer wieder angreifen.

Seite 2: Das Mittelfeld und der Angriff

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung