So gut wie nie und heiß begehrt

Dänemarks Morten Olsen als Wunschkandidat

SID
Samstag, 16.06.2012 | 12:03 Uhr
Morten Olsen (r.) sagt, wie der Hase läuft - da hört auch ein Christian Poulsen zu
© Getty
Advertisement
Copa Sudamericana
MiLive
Chapecoense -
Def y Justicia
International Champions Cup
MiLive
Tottenham -
AS Rom
International Champions Cup
Do01:30
Barcelona -
Man United
Copa do Brasil
Do02:45
Cruzeiro -
Palmeiras
International Champions Cup
Do03:05
PSG -
Juventus
International Champions Cup
Do05:35
Man City -
Real Madrid
International Champions Cup
Do13:35
FC Bayern München -
Inter Mailand
Copa Sudamericana
Fr00:15
Arsenal -
Recife
Copa do Brasil
Fr02:45
Paranaense -
Gremio
First Division A
Fr20:30
Antwerpen -
Anderlecht
J1 League
Sa12:00
Gamba Osaka -
Cerezo Osaka
J1 League
Sa12:00
Kobe -
Omiya
International Champions Cup
Sa13:35
Chelsea -
Inter Mailand
Emirates Cup
Sa15:00
RB Leipzig -
Sevilla
Club Friendlies
Sa15:30
SV Werder Bremen -
West Ham
Emirates Cup
Sa17:20
Arsenal -
Benfica
First Division A
Sa18:00
Lokeren -
Brügge
Super Liga
Sa19:00
Partizan -
Javor
Serie A
So00:00
Palmeiras -
Avai
International Champions Cup
So00:05
Man City -
Tottenham
International Champions Cup
So02:05
Real Madrid -
Barcelona
CSL
So13:35
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
First Division A
So14:30
Mechelen -
Lüttich
Emirates Cup
So15:00
RB Leipzig -
Benfica
Emirates Cup
So17:20
Arsenal -
Sevilla
First Division A
So18:00
St. Truiden -
Gent
Superliga
So18:00
Brondby -
Lyngby
Super Liga
So19:00
Rad -
Crvena zvezda
Serie A
So21:00
Corinthians -
Flamengo
International Champions Cup
So22:05
AS Rom -
Juventus
Club Friendlies
So22:30
Bayer 04 Leverkusen -
Lazio Rom
Serie A
Mo00:00
Gremio -
Santos
Premier League
Mo18:30
Spartak Moskau -
Krasnodar
Ligue 2
Mo20:45
Auxerre -
Lens
Club Friendlies
Mi19:00
Villarreal -
Real Saragossa
Copa Sudamericana
Do00:15
LDU Quito -
Club Bolívar
Serie A
Do02:45
Santos -
Flamengo
Ligue 2
Fr20:00
Lens -
Nimes
First Division A
Fr20:30
Lüttich -
Genk
Championship
Fr20:45
Sunderland -
Derby
J1 League
Sa12:00
Kashiwa -
Kobe
Premiership
Sa13:30
Celtic -
Hearts
Championship
Sa16:00
Fulham -
Norwich
Club Friendlies
Sa16:45
RB Leipzig -
Stoke
Ligue 1
Sa17:00
PSG -
Amiens
Club Friendlies
Sa18:30
Tottenham -
Juventus
Championship
Sa18:30
Aston Villa -
Hull
Ligue 1
Sa20:00
Lyon -
Straßburg
Ligue 1
Sa20:00
Montpellier -
Caen
Ligue 1
Sa20:00
Troyes -
Rennes
CSL
So13:35
Shanghai SIPG -
Tianjin Quanjian
First Division A
So14:30
Gent -
Antwerpen
Ligue 1
So15:00
Lille -
Nantes
Allsvenskan
So15:00
Sundsvall -
Östersunds
Club Friendlies
So15:15
SC Freiburg -
Turin
Championship
So17:30
Bolton -
Leeds
First Division A
So18:00
Anderlecht -
Oostende
Club Friendlies
So20:30
Inter Mailand -
Villarreal

Wer Dänemarks Nationaltrainer Morten Olsen in diesen Tagen in Kolberg erlebt, sieht einen äußerlich entspannten Mann. Vor jeder Trainingseinheit stellt sich der 62-Jährige geduldig den Fragen, er lächelt oft und bleibt stets höflich. Beobachter aus der Heimat, die ihn in seiner zwölfjährigen Amtszeit beim dänischen Fußballverband begleitet haben, sprechen vom "besten Olsen, den es je gab."

Er sei fokussiert wie nie, sehr engagiert und sorge dennoch für die gute Stimmung im dänischen Nationalteam. Die Spieler schätzen Olsens Art. Christian Eriksen sagt: "Wenn der Trainer spricht, hängen alle an seinen Lippen."

Und wieder einmal hat er aus einer nominell eher durchschnittlichen Mannschaft einen unangenehmen Gegner für die vermeintlich großen Teams geformt. Vor dem Spiel am Sonntag (20.45 Uhr in Lwiw) gegen Deutschland ist der Traum der Dänen vom Viertelfinale bei der Europameisterschaft noch nicht ausgeträumt.

Da ist es nicht verwunderlich, dass Olsen offenbar heiß begehrt ist. Jim Stjerne Hansen, Generalsekretär des dänischen Fußball-Verbandes DBU, sorgte zuletzt für etwas Aufregung mit seiner Aussage: "Es gibt vier andere Nationen, die bei der EM teilnehmen, die ihn sehr gerne verpflichtet hätten."

Namen nannte er nicht. Olsen selbst hatte seinen Vertrag erst kürzlich bis 2014 verlängert. "Wir werden 2013 schon das Gespräch suchen. Unser Ziel ist es, langfristig zu verlängern", sagte Hansen.

In Deutschland gefragt

Der Hamburger SV unter Sportchef und Olsen-Freund Frank Arnesen galt zu Beginn der vergangenen Saison als Kandidat für ein Engagement, beim 1. FC Köln werfen Zeitungen quasi bei jeder Trainersuche den Namen Olsen in die Runde. Doch noch bleibt er seinem Verband treu, wohl auch, weil dieser ihm eine Doppelfunktion als National- und Vereinstrainer untersagt.

Vor allem in Deutschland und in den Niederlanden genießt er nach wie vor große Anerkennung. Olsen debütierte 1986 im Alter von 37 Jahren in der Bundesliga beim 1. FC Köln, von 1993 bis 1995 trainierte er die Rheinländer dann, bevor er nach einer erfolgreichen weiteren Station bei Ajax Amsterdam zum Nationalcoach in seiner Heimat aufstieg.

Er gewann als Spieler 1983 den UEFA-Pokal mit dem RSC Anderlecht und führte die Nationalmannschaft Dänemarks 1984 als Kapitän ins EM-Halbfinale gegen Spanien (4:5 i.E.); neben dem sensationellen EM-Triumph 1992 der größte Erfolg der Dänen. Wegen seiner souveränen und erhabenen Spielweise als Libero wurde er oft als der "Beckenbauer Dänemarks" bezeichnet.

Olsen galt lange als ein Trainer der alten Schule, der unbedingte Disziplin einfordert und seine Mannschaften stets streng geführt hat. Mit den Jahren sei er ruhiger geworden, sagen ehemalige Nationalspieler wie Stig Töfting: "Er ist noch immer ein Hardliner, aber auch er wurde etwas milder und relaxter. Davon profitiert er."

Morten Olsen im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung