Mittwoch, 13.06.2012

Das Prunkstück des EM-Geheimfavoriten

Sie hassten und sie liebten ihn

Der Star heißt Andrei Arschawin, der Aufsteiger ist Alan Dschagojew - doch das russische Herz schlägt im Dreier-Mittelfeld, das zeigte auch das 1:1 gegen Polen. Roman Schirokow, Konstantin Syrjanow und Igor Denissow stehen bei Zenit unter Vertrag, spielten aber noch nie im Ausland. Drei ungewöhnliche, tragische Geschichten.

Roman Schirokow (h.) bejubelt mit Konstantin Syrjanow das 2:0 gegen Tschechien
© Imago
Roman Schirokow (h.) bejubelt mit Konstantin Syrjanow das 2:0 gegen Tschechien
EM-Ergebnisse
Gruppen und Tabellen

Roman Schirokow (englische Schreibweise: Shirokov)

Alter: 30 Jahre

Verein: Zenit St. Petersburg

Debüt in der Nationalelf: mit 26 Jahren (2008)

Wer ihn bei der EM spielen sieht, mag nicht glauben, wie hirnlos sich ein derart umsichtiger Stratege in den ersten Profi-Jahren verhalten hat. Lange Zeit glich Schirokows Sicht auf die Welt mehr dem eines pubertären Halbstarken: Er soff, er zechte und er zockte.

Er schwänzte während einer Ausleihe von seinem Heimatverein ZSKA Moskau zum FK Moskau das Training, um ein Grillfest seiner Freunde zu besuchen, und meldete sich erst zwei Monate später wieder. Sein dreister Versuch der Vertuschung: Er gab an, dass er wegen eines Beinbruchs gefehlt hätte, und legte sich selbst einen Gips an, um überzeugender zu wirken. Die Lüge flog auf.

Im Versuch, den so begnadeten und zugleich widerspenstigen Nachwuchsspieler zu zähmen, befahl ihn der Armeeklub ZSKA zum Zwangsdienst beim Militär, wo er Gräben auszuheben und Wände in den Klub-Farben Rot/Blau zu übermalen hatte. Trainieren durfte er nur mit der Reserve.

Roman Schirokow
Roman Schirokow
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"Berdiyew ist ein gieriger Bastard"

Doch Schirokow blieb renitent - wobei sich das Rebellische nur noch in seinen bis heute umstrittenen Äußerungen zeigt. Die Hochzeit mit Katya, einer früheren Partybekanntschaft, "stoppte meinen freien Fall", sagt Schirokow über den Wandel hin zu einem verlässlichen Profi.

Mit 22 Jahren ließ er den feierwütigen Schirokow hinter sich und begann in der dritten Liga seine Karriere nach der Karriere. Langsam verbreitete sich die Geschichte von der Wiedergeburt eines vergessenen Talents, so dass der russische Topklub Rubin Kasan ihn im Sommer 2006 verpflichtete.

Nach einem halben Jahr musste Schirokow aber den Klub verlassen, weil er nicht irgendjemanden, sondern dem in Kasan fast schon religiös verehrten Trainer Gurban Berdiyew Korruption unterstellte: "Berdiyew ist ein gieriger Bastard, der nur an Geld interessiert ist. Den einzigen Gott, den er anbetet, ist Mr. Franklin von der 100-Dollar-Note."

Schirokows schroffe Replik

Erst mit 26 wurde er heimisch: Nach einer Station bei Khimki und insgesamt acht Vereinen in sechseinhalb Jahren unterschrieb er bei Zenit und verlängerte 2011 den Vertrag sogar bis 2014. Dabei stand auch St. Petersburg davor, an seinem Wesen zu verzweifeln.

Der damalige Zenit- und heutige Nationalmannschafts-Coach Dick Advocaat sah in Schirokow das Besondere und zog ihn ob seiner Vielseitigkeit aus dem mit Stars überquellenden Mittelfeld in die Innenverteidigung zurück.

Seine wohlgemeinte Erklärung: "Eines Tages könnte Schirokow der beste Abwehrspieler des Landes sein." Schirokow schroff: "Abwehrspieler? Ich will kein Abwehrspieler sein, ich will zum besten Mittelfeldspieler Russlands werden."

Weil Schirokow im Abwehrzentrum trotz des Unwillens vorzüglich spielte und Zenit auf dem Weg zum UEFA-Cup-Triumph selbst den FC Bayern dominierte (4:0 im Rückspiel), wurde er nach wenigen Wochen vom russischen Trainer Guus Hiddink in den Kader für die EM 2008 und in die Startelf für das Auftaktspiel gegen Spanien berufen.

EM 2012: Die besten Bilder der Gruppe A
GRIECHENLAND - RUSSLAND 1:0: Georgios Karagounis' (Nr.10) später Treffer bescherte Hellas die überraschende Halbzeitführung
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GRIECHENLAND - RUSSLAND 1:0: Georgios Karagounis' (Nr.10) später Treffer bescherte Hellas die überraschende Halbzeitführung
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Juri Zhirkov kam aus ähnlicher Position wie Karagounis zum Abschluss, wusste die Chance allerdings nicht zu nutzen
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Juri Zhirkov kam aus ähnlicher Position wie Karagounis zum Abschluss, wusste die Chance allerdings nicht zu nutzen
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Andrej Arshawin (r.) hatte gegen die kantige griechische Hintermannschaft um Schalkes Kyriakos Papadopoulos einen schweren Stand
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Andrej Arshawin (r.) hatte gegen die kantige griechische Hintermannschaft um Schalkes Kyriakos Papadopoulos einen schweren Stand
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Roman Pawljutschenko (l.) bekam nach seiner Einwechslung zur Pause direkt die griechische Härte zu spüren
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Roman Pawljutschenko (l.) bekam nach seiner Einwechslung zur Pause direkt die griechische Härte zu spüren
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Schwalbe? Ich? Georgios Karagounis kann es nicht fassen, war kurz zuvor im Strafraum wohl aber tatsächlich von Berezutskiy leicht berührt worden
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Schwalbe? Ich? Georgios Karagounis kann es nicht fassen, war kurz zuvor im Strafraum wohl aber tatsächlich von Berezutskiy leicht berührt worden
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Dick Advocaat (r.) gibt Pavel Pogrebnjak vor dessen Einwechslung letzte Anweisungen. Mit überschaubarem Erfolg. Durch das 0:1 ist die Sbornaja ausgeschieden
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Dick Advocaat (r.) gibt Pavel Pogrebnjak vor dessen Einwechslung letzte Anweisungen. Mit überschaubarem Erfolg. Durch das 0:1 ist die Sbornaja ausgeschieden
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Die Griechen, hier Giorgos Samaras (r.), hielten mit allem, was sie hatten dagegen und könnten nun im Viertelfinale auf Deutschland treffen
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Die Griechen, hier Giorgos Samaras (r.), hielten mit allem, was sie hatten dagegen und könnten nun im Viertelfinale auf Deutschland treffen
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TSCHECHIEN - POLEN 1:0: Petr Chech (r.) musste gegen Kuba bereits früh alles riskieren. Mit Erfolg
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TSCHECHIEN - POLEN 1:0: Petr Chech (r.) musste gegen Kuba bereits früh alles riskieren. Mit Erfolg
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Voller Einsatz! Dennoch fehlte Robert Lewandowski (r.) das nötige Glück, die Riesenchance zur Führung vergab der Dortmunder
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Voller Einsatz! Dennoch fehlte Robert Lewandowski (r.) das nötige Glück, die Riesenchance zur Führung vergab der Dortmunder
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Milan Baros blieb gegen Polen einmal mehr glücklos. Das geht an die Substanz
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Milan Baros blieb gegen Polen einmal mehr glücklos. Das geht an die Substanz
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Sebastian Boenisch gelang über den linken Flügel kaum einmal ein gelungener Vorstoß
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Sebastian Boenisch gelang über den linken Flügel kaum einmal ein gelungener Vorstoß
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Obwohl Wojziech Szczesnys Sperre abgelaufen war, erhielt Przermyslaw Tyton erneut den Vorzug. Durchaus überraschend
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Obwohl Wojziech Szczesnys Sperre abgelaufen war, erhielt Przermyslaw Tyton erneut den Vorzug. Durchaus überraschend
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Die Entscheidung: Petr Jiraceks 1:0 besiegelte das Aus des Gastgebers. Tschechien zieht dagegen als Gruppensieger ins Viertelfinale ein
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Die Entscheidung: Petr Jiraceks 1:0 besiegelte das Aus des Gastgebers. Tschechien zieht dagegen als Gruppensieger ins Viertelfinale ein
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Fassungslos: Auch Kuba konnte das polnische Aus nicht verhindern. Am Ende steht nur die Enttäuschung
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Fassungslos: Auch Kuba konnte das polnische Aus nicht verhindern. Am Ende steht nur die Enttäuschung
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Vor dem Spiel Polen gegen Russland gab es in der Innenstadt von Warschau schwere Ausschreitungen - Auch im Stadion wurde Sicherheit groß geschrieben
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Vor dem Spiel Polen gegen Russland gab es in der Innenstadt von Warschau schwere Ausschreitungen - Auch im Stadion wurde Sicherheit groß geschrieben
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POLEN - RUSSLAND 1:1: Am Ende jubelten die Polen über den Punkt - sie wahrten mit dem Remis ihre Chance auf den Viertelfinal-Einzug
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POLEN - RUSSLAND 1:1: Am Ende jubelten die Polen über den Punkt - sie wahrten mit dem Remis ihre Chance auf den Viertelfinal-Einzug
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Nach 18 Minuten gab's für den Gastgeber die kalte Dusche - Alan Dzagojew traf per Kopf zur russischen Führung
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Nach 18 Minuten gab's für den Gastgeber die kalte Dusche - Alan Dzagojew traf per Kopf zur russischen Führung
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Für den Yougster im Team der Russen war es bereits der dritte Treffer im Turnier
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Für den Yougster im Team der Russen war es bereits der dritte Treffer im Turnier
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Russland-Kapitän Arschawin gehörte zu den besten Russen und war selten in den Griff zu bekommen - hier versuchen sich die Polanski und Blaszczykowski
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Russland-Kapitän Arschawin gehörte zu den besten Russen und war selten in den Griff zu bekommen - hier versuchen sich die Polanski und Blaszczykowski
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Die Sbornaja vergab gute Möglichkeiten und wurde schließlich durch die Dortmund-Connection bestraft - Blaszczykowski traf nach Pass von Piszczek per Traumtor zum Ausgleich
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Die Sbornaja vergab gute Möglichkeiten und wurde schließlich durch die Dortmund-Connection bestraft - Blaszczykowski traf nach Pass von Piszczek per Traumtor zum Ausgleich
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Die Freude bei den Polen kannte keine Grenzen - Kapitän Blaszczykowski wurde von seinen Mitspielern fast erdrückt
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Die Freude bei den Polen kannte keine Grenzen - Kapitän Blaszczykowski wurde von seinen Mitspielern fast erdrückt
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Hart aber fair gingen beide Teams zu Werke - der Siegtreffer wollte, trotz Chancen auf beiden Seiten, Niemandem mehr gelingen
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Hart aber fair gingen beide Teams zu Werke - der Siegtreffer wollte, trotz Chancen auf beiden Seiten, Niemandem mehr gelingen
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GRIECHENLAND - TSCHECHIEN 1:2: Die Tschechen haben nach dem Sieg gegen schwache Griechen wieder alle Chancen auf das Viertelfinale
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GRIECHENLAND - TSCHECHIEN 1:2: Die Tschechen haben nach dem Sieg gegen schwache Griechen wieder alle Chancen auf das Viertelfinale
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Die Tschechen legten einen Blitzstart hin. Bereits nach drei Minuten erzielte Wolfsburgs Jiracek das 1:0
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Die Tschechen legten einen Blitzstart hin. Bereits nach drei Minuten erzielte Wolfsburgs Jiracek das 1:0
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Nach sechs Minuten fiel dann auch schon das zweite Tor. Pilar drückte eine Flanke von Gebre Selassie mit dem Knie über die Linie
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Nach sechs Minuten fiel dann auch schon das zweite Tor. Pilar drückte eine Flanke von Gebre Selassie mit dem Knie über die Linie
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Es kam noch dicker für die Griechen: die etatmäßige Nummer eins, Kostas Chalkias musste nach 23 Minuten ausgewechselt werden
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Es kam noch dicker für die Griechen: die etatmäßige Nummer eins, Kostas Chalkias musste nach 23 Minuten ausgewechselt werden
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Das Spiel wurde noch einmal spannend, nachdem Petr Cech im tschechischen Tor patzte und der eingewechselte Gekas den Ball ins leere Tor schieben konnte
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Das Spiel wurde noch einmal spannend, nachdem Petr Cech im tschechischen Tor patzte und der eingewechselte Gekas den Ball ins leere Tor schieben konnte
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Während Griechenland sich über den Anschlusstreffer freute, konnte der tschechische Keeper nicht fassen, was ihm passiert war
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Während Griechenland sich über den Anschlusstreffer freute, konnte der tschechische Keeper nicht fassen, was ihm passiert war
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Anschließend versuchten die Griechen es vornehmlich mit weiten Bällen in die Spitze, blieben aber insgesamt viel zu harmlos
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Anschließend versuchten die Griechen es vornehmlich mit weiten Bällen in die Spitze, blieben aber insgesamt viel zu harmlos
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RUSSLAND - TSCHECHIEN 4:1: Russland ging durch einen Treffer von Alan Dsagojew in Führung
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RUSSLAND - TSCHECHIEN 4:1: Russland ging durch einen Treffer von Alan Dsagojew in Führung
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Roman Schirokow überwand Petr Cech und sorgte so für das 2:0
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Roman Schirokow überwand Petr Cech und sorgte so für das 2:0
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Jaroslav Plasil (M.) wirkte für einen kurzen Augenblick niedergeschlagen, dann nahmen die Tschechen den Kampf aber an
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Jaroslav Plasil (M.) wirkte für einen kurzen Augenblick niedergeschlagen, dann nahmen die Tschechen den Kampf aber an
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Fehlentscheidung? Galatasaray-Stürmer Milan Baros, der als alleinige Spitze agierte, regte sich jedenfalls auf
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Fehlentscheidung? Galatasaray-Stürmer Milan Baros, der als alleinige Spitze agierte, regte sich jedenfalls auf
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Der gesteigerte Einsatz zeigte Wirkung: Vaclav Pilar schoss aus sehr spitzem Winkel das zwischenzeitliche 2:1
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Der gesteigerte Einsatz zeigte Wirkung: Vaclav Pilar schoss aus sehr spitzem Winkel das zwischenzeitliche 2:1
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Wer weiter fliegt, kriegt den Ball? Jan Rezek (l.) und Konstantin Syrjanow beim etwas anderen Luftkampf
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Wer weiter fliegt, kriegt den Ball? Jan Rezek (l.) und Konstantin Syrjanow beim etwas anderen Luftkampf
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Die Vorentscheidung: Alan Dzagojew bejubelt sein 3:1 für Russland
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Die Vorentscheidung: Alan Dzagojew bejubelt sein 3:1 für Russland
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"Herr Advocaat, ich habe getroffen!" Als Alles schon gelaufen war, drängte sich auch Roman Pawljutschenko auf die Liste der Torschützen
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"Herr Advocaat, ich habe getroffen!" Als Alles schon gelaufen war, drängte sich auch Roman Pawljutschenko auf die Liste der Torschützen
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POLEN - GRIECHENLAND 1:1: Sokratis Papastathopoulos (r.) testete früh das Trikot von Polen Maciej Rybus
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POLEN - GRIECHENLAND 1:1: Sokratis Papastathopoulos (r.) testete früh das Trikot von Polen Maciej Rybus
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Eine Dortmunder Kombination brachte Polen in Führung: Blaszczykowski flankte auf Lewandowski, der mit dem Kopf vollstreckte
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Eine Dortmunder Kombination brachte Polen in Führung: Blaszczykowski flankte auf Lewandowski, der mit dem Kopf vollstreckte
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Der erste Torjubel der EM 2012 - die Fans im Warschauer Nationalstadion unterstützten ihre Mannschaft lautstark
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Der erste Torjubel der EM 2012 - die Fans im Warschauer Nationalstadion unterstützten ihre Mannschaft lautstark
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Sokratis Papastathopoulos musste mit Gelb-Rot vom Platz. Zu unrecht - sein Gegenspieler war ausgerutscht
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Sokratis Papastathopoulos musste mit Gelb-Rot vom Platz. Zu unrecht - sein Gegenspieler war ausgerutscht
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Das 1:1 - Dimitri Salpingidis konnte Wojciech Szczesny überwinden. Der polnische Torwart sah später nach einer Notbremse rot
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Das 1:1 - Dimitri Salpingidis konnte Wojciech Szczesny überwinden. Der polnische Torwart sah später nach einer Notbremse rot
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Nach der roten Karte wurde Przemyslaw Tyton eingewechselt. Den Elfmeter von Giorgos Karagounis parierte er
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Nach der roten Karte wurde Przemyslaw Tyton eingewechselt. Den Elfmeter von Giorgos Karagounis parierte er
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ERÖFFNUNGSFEIER: Im Warschauer Nationalstadion führten hunderte Tänzer eine unterhaltsame Choreografie auf
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ERÖFFNUNGSFEIER: Im Warschauer Nationalstadion führten hunderte Tänzer eine unterhaltsame Choreografie auf
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Die Kostüme wirkten etwas folkloristisch - immerhin waren sie bunt
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Die Kostüme wirkten etwas folkloristisch - immerhin waren sie bunt
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Auch das Logo der EURO wurde als riesiger Luftballon in die Show integriert
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Auch das Logo der EURO wurde als riesiger Luftballon in die Show integriert
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Streit mit allem und jedem

Nach dem bitteren 1:4 und dem Verschulden zweiter Gegentore verlor er allerdings erst seinen Platz, dann an Glaubwürdigkeit. Seine Meinung über Spanien, die er vor dem Anpfiff kundtat: "Die Spanier sind Nobodys. Die Spanier sind ein Nichts. Sie besitzen immer den Ball, aber kreieren keine Chancen."

Dass jenes Erlebnis ihn nicht dazu bewegte, sich zu ändern und sich zukünftig vorsichtiger zu geben, sagt wohl am meisten über ihn aus. In den folgenden Jahren stritt er sich mit allem und jedem. Mit den zu Gewalt neigenden Zenit-Fans ("Ich spiele nicht für Abschaum wie Euch!"), mit den rivalisierenden Spartak-Moskau-Fans ("Schweine"), mit den slowakischen Nationalspielern ("Eine Bande von Bauern"), mit dem vermeintlich unfähigen Zenit-Platzwart ("Er sollte auf dem Rasen Schafe hüten").

Selbst seine Ehefrau wird nicht verschont von seiner gnadenlosen Rhetorik, die aus Schirokow den beliebtesten und zugleich meist gehassten Fußballer Russlands machte.

Auf die Frage, ob er mit der Gattin über Fußball sprechen würde, antwortet er: "Warum sollte ich? Sie versteht nichts über meinen Job, daher berede ich alles nur mit meinem Berater." Kann sie zumindest eine Stütze in Zeiten der Krise sein? "Ich weiß selbst am besten, ob ich einen Fehler begangen habe oder nicht. Und ich selbst weiß am besten, wie ich sie dann ausmerze."

Wechsel nach Westeuropa?

Diese Mischung aus Geradlinigkeit und Verschrobenheit ist vielleicht sein wesentliches Merkmal, welches sich auch in den bisherigen EM-Auftritten zeigt. Statt sich an die Spielweise anderer zu orientieren, bewahrte sich Schirokow etwas Einzigartiges.

Er besitzt die Statur eines Innenverteidigers, das Passgefühl eines spielenden Sechsers, die aufreizende Lässigkeit eines Zehners und den Instinkt eines Stürmers. In den letzten sieben Länderspielern erzielte er fünf Tore, mit der gleichen Anzahl an Treffern war er in der Champions-League-Saison der gefährlichste Mittelfeldspieler.

Nach einem starken und einem ordentlichen Auftritt in den ersten beiden EM-Spielen kennt ihn Europa. "Ich würde sehr gerne in eine der Topligen wechseln. England ist meine Priorität, dann kommen Spanien und Italien", sagt Schirokow. Dass er fünf Tage nach dem Finale 31 Jahre alt wird, interessiert ihn nicht. Warum auch.

Roman Schirokow: Der beliebteste und meistgehasste Russe

Konstantin Syrjanow: Der tragische Sommertag 2002

Igor Denissow: Schachspieler und Wüterich

Haruka Gruber

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