wird geladen

Die Zeit war reif

Von Adrian Franke
Sonntag, 31.05.2015 | 14:39 Uhr
Für Coach Dieter Hecking war es der erste große Titel in seiner Karriere
© getty
Advertisement
Premier League Darts
Do22.02.
Berlin Calling! Wer rockt die Premiere in der Hauptstadt?
DAZN World Freestyle Masters
Do22.02.
DAZN lässt die Freestyler um die WM kämpfen
League One
Blackburn -
Bury
Serie A
Lazio -
Hellas Verona
Primera División
Getafe -
Celta Vigo
Ligue 1
Troyes -
Dijon
Primera División
Leganes -
Real Madrid
Championship
Derby County -
Leeds
World Freestyle Masters
DAZN World Freestyle Masters
Indian Super League
Mumbai CIty -
NorthEast Utd
J1 League
Tosu -
Kobe
Ligue 1
Straßburg -
Montpellier
Championship
Hull -
Sheffield Utd
Primera División
La Coruna -
Espanyol
Primera División
Celta Vigo -
Eibar
Premier League
Leicester -
Stoke
Premier League
Liverpool -
West Ham
Championship
Preston -
Ipswich
Primera División
Real Madrid -
Alaves
Ligue 1
Toulouse -
Monaco
Serie A
Bologna -
CFC Genua
Premier League
Watford -
Everton
Primera División
Leganes -
Las Palmas
Championship
Fulham -
Wolverhampton
Ligue 1
Dijon -
Caen
Ligue 1
Guingamp -
Metz
Ligue 1
Lille -
Angers
Ligue 1
Nantes -
Amiens
Ligue 1
Rennes -
Troyes
Premier League
West Bromwich -
Huddersfield (DELAYED)
Primera División
FC Barcelona -
Girona
Serie A
Inter Mailand -
Benevento
Primeira Liga
Pacos Ferreira -
Benfica
Premier League
Brighton -
Swansea (DELAYED)
Premier League
Bournemouth -
Newcastle (DELAYED)
Premier League
Burnley -
Southampton (DELAYED)
J2 League
Fukuoka -
Gifu
A-League
FC Sydney -
Sydney Wanderers
Primera División
Villarreal -
Getafe
Eredivisie
Ajax -
Den Haag
Serie A
Crotone -
SPAL
Premier League
Crystal Palace -
Tottenham
Eredivisie
Feyenoord -
PSV
Premiership
Aberdeen -
Celtic
Super Liga
Partizan -
Zemun
Ligue 1
Bordeaux -
Nizza
Serie A
Florenz -
Chievo Verona
Serie A
Sassuolo -
Lazio
Serie A
Hellas Verona -
FC Turin
Serie A
Sampdoria -
Udinese
Premier League
Man United -
Chelsea
Primera División
Bilbao -
Malaga
1. HNL
Rijeka -
Dinamo Zagreb
Ligue 1
Lyon -
St. Etienne
League Cup
Arsenal -
Man City
League Cup
Arsenal -
Man City (Rocket Beans)
First Division A
Lüttich -
Brügge
Serie A
Juventus -
Atalanta
Superliga
Kopenhagen -
Odense
Primera División
Valencia -
Real Sociedad
Primera División
FC Sevilla -
Atletico Madrid
Serie A
AS Rom -
AC Mailand
Ligue 1
PSG -
Marseille
Primeira Liga
Portimonense -
FC Porto
Serie A
Cagliari -
Neapel
Primera División
Levante -
Real Betis
Cup
Akhisar -
Galatasaray
Cup
Akhisar -
Galatasaray (Türkisch)
Primera División
Espanyol -
Real Madrid
Coupe de France
Les Herbiers -
Lens
Primera División
Girona -
Celta Vigo
Copa Libertadores
Defensor -
Gremio
Coppa Italia
Juventus -
Atalanta
Coupe de France
Chambly -
Straßburg
Primera División
Getafe -
La Coruna
Primera División
Bilbao -
Valencia
Primera División
Malaga -
FC Sevilla
Coppa Italia
Lazio -
AC Mailand
Coupe de France
PSG -
Marseille
Primera División
Atletico Madrid -
Leganes
Primera División
Eibar -
Villarreal
Indian Super League
Bengaluru -
Kerala
Cup
Besiktas -
Fenerbahce
Cup
Besiktas -
Fenerbahce (Türkisch)
Primera División
Real Betis -
Real Sociedad
Premier League
Arsenal -
Man City
Primera División
Las Palmas -
FC Barcelona
Coupe de France
Caen -
Lyon
Primera División
Alaves -
Levante
A-League
Melbourne City -
Melbourne Victory
Ligue 1
Nizza -
Lille
Championship
Dundee United -
St. Mirren
Championship
Middlesbrough -
Leeds
Primeira Liga
FC Porto -
Sporting
J1 League
Kobe -
Shimizu
Primera División
Villarreal -
Girona
Serie A
SPAL -
Bologna
Championship
Nott´m Fortest -
Birmingham
Primera División
FC Sevilla -
Bilbao
Primera División
Leganes -
Malaga
Primera División
La Coruna -
Eibar
Championship
Wolverhampton -
Reading
Ligue 1
St. Etienne -
Dijon
Premier League
Southampton -
Stoke (Delayed)
Premier League
Watford -
West Brom (Delayed)
Primera División
Levante -
Espanyol
Serie A
CFC Genua -
Cagliari
League One
Blackburn -
Wigan
Premier League
Brighton -
Arsenal
Serie A
Benevento -
Hellas Verona
Primera División
Valencia -
Real Betis

Der VfL Wolfsburg hat zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte den DFB-Pokal gewonnen und mit dem 3:1-Sieg über Borussia Dortmund den nächsten Schritt hin zur Wachablösung im deutschen Fußball gemacht. Es ist das Resultat harter Arbeit und der Lohn für eine außergewöhnliche Mannschaft - dennoch steht den Niedersachsen die nächste Prüfung schon bald bevor.

Ob Prophetie, Hoffnung oder Aufforderung: Die Fans hatten Recht. "Die Zeit ist reif" prangerte auf dem riesigen Banner des Wolfsburger Anhangs in der Nordkurve des Berliner Olympiastadions. Und die Spieler sollten den Anspruch der eigenen Fans nicht enttäuschen.

Da wäre Trainer Dieter Hecking, der seinen ersten Titel als Spieler und Trainer feiern durfte. Oder Manager Klaus Allofs, der mit viel Geld, aber auch mit viel Kompetenz einen schlagkräftigen Kader zusammengestellt hat. Und natürlich die Mannschaft selbst, die noch einmal für den so tragisch verstorbenen Teamkollegen Junior Malanda kämpfte, den Abwärtstrend zum richtigen Zeitpunkt stoppte - und damit den Fans Recht gab.

Die richtige Antwort, der nächste Schritt

Immerhin schien zunächst wenig für den VfL zu laufen. Wolfsburg hatte nur zwei der letzten fünf Ligaspiele gewonnen und schleppte sich nach dem deutlichen Aus in der Europa League dem Saisonende entgegen. Die offensive Leichtigkeit und Bissigkeit war ein wenig verloren gegangen.

Auf der anderen Seite der BVB: Emotionalisiert im letzten Spiel von Trainer Jürgen Klopp gelang Dortmund auch noch der Traumstart, Pierre-Emerick Aubameyang nutzte einen Stellungsfehler und spitzelte die Flanke von Shinji Kagawa in der 5. Minute über die Linie.

Und doch war offensichtlich: Diese Wolfsburger Mannschaft war soweit. "Wir sind schwer ins Spiel gekommen, haben aber die richtige Antwort gefunden und verdient gewonnen", brachte es Torhüter Diego Benaglio auf den Punkt und Allofs fügte hinzu: "Die Mannschaft hat nach schnellem Rückstand toll reagiert. Wenn man sich weiter entwickeln will, gehören solche Erfolge, solche Titel dazu."

Eine Mannschaft vor dem Zenit

Entscheidend ist das Stichwort "weiterentwickeln". Der Sprung der Wölfe in der laufenden Saison, sowohl spielerisch, als auch was den Charakter der Mannschaft angeht, war genauso sichtbar wie beeindruckend. Allofs und Hecking haben es geschafft, die finanziellen Möglichkeiten, die der Klub seit Jahren hat, endlich effektiv zu nutzen und eine Mannschaft zusammenzustellen, die sich als langfristige Nummer zwei in Deutschland hinter dem FC Bayern etablieren kann.

Rund um die Achse bestehend aus Naldo, Luiz Gustavo und Kevin De Bruyne hat Wolfsburg inzwischen eine junge, talentierte und variable Mannschaft aufgebaut, gespickt mit talentierten Spielern wie Josuha Guilavogui und Maximilian Arnold sowie gestandenen Profis wie die Schweizer Benaglio und Ricardo Rodriguez. Die Entwicklung dieses Teams ist längst nicht vorbei - obwohl es seinen schwierigsten Moment schon hinter sich hat.

Der tragische Unfalltod von Junior Malanda im Januar hat die Mannschaft trotz ihres jungen Alters nicht auseinanderbrechen lassen, sondern das Team zusammengeschweißt. Spieler und Trainer haben die Emotionen zusammen richtig kanalisiert und in Form von Leistung auf den Platz gebracht, ohne den so jung verstorbenen Belgier dabei je zu vergessen.

"Junior ist immer bei mir"

"Junior ist immer bei mir. Er war mein Landsmann, er war ein kleiner Bruder von mir. Du weißt, dass es schnell geht im Leben. Er hat uns auf seine Art geholfen, er bleibt immer bei mir im Leben", stellte De Bruyne, dem der Tod seines Freundes nach wie vor sichtlich zu schaffen macht, nach dem Spiel klar.

Mit Malandas Rückennummer 19, dargestellt in einem Herz, hatte der VfL den Mitspieler auch sichtbar auf seinem Final-Trikot getragen. Allofs erklärte: "Wir wollten das nicht in den Vordergrund stellen, aber zeigen, dass er uns die gesamte Rückrunde begleitet hat. Dass alle ihn im Kopf hatten. Der Trainer hat es auch gesagt, dass wir auch für ihn spielen. Ich glaube, dass das auch ein paar Kräfte freigesetzt hat."

Kehls bitterer Abschied

Konkret sah das so aus, dass sich die Wölfe nach dem Rückstand kurz schüttelten - und zwischen der 22. und der 38. Spielminute aus dem 0:1 eine 3:1-Führung machten. Gustavo staubte zum Ausgleich ab, De Bruyne ließ die Partie mit einem Dropkick aus 18 Metern endgültig kippen.

Nach dem 3:1 durch Bas Dost, der damit seinerseits ein unglückliches finales Saisondrittel versöhnlich abschloss, beeindruckte Wolfsburg mit einer starken, kompakten Mannschaftsleistung, Aggressivität und großem Herz. Wolfsburg, der Eindruck entstand zunehmend, wollte den Titel an diesem Abend in Berlin mehr als Dortmund.

Auch BVB-Routinier Sebastian Kehl, für den es das letzte Spiel seiner Karriere war, musste zugeben: "Fußball ist kein Wunschkonzert. Man muss sagen, dass die Wolfsburger über 90 Minuten besser waren und am Ende verdient gewonnen haben. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mehr den Dreh gefunden. Es ist sehr, sehr bitter, mit einer Niederlage die Karriere zu beenden."

Der nächste Test wartet schon

Aus Wolfsburger Sicht dagegen soll das Endspiel nicht das Ende, sondern der Anfang von etwas Großem sein. Der Titel ist der nächste Schritt in der Wolfsburger Entwicklung, die Hecking und Allofs seit zwei Jahren gemeinsam vorantreiben, und die den VfL in die Champions League katapultiert hat. Der Triumph über den BVB kann somit gewissermaßen auch sinnbildlich für die Wachablösung hinter dem FC Bayern stehen, vorausgesetzt Wolfsburg hält seinen Kurs.

Die nächste große Probe steht jetzt schließlich schon bald bevor, der VfL muss beweisen, dass er einen Spieler wie De Bruyne halten kann. Doch schon jetzt ist klar: Die Zeit scheint reif für die Wölfe. Der Pokalsieg ist nicht nur der erste große Titel in Heckings Karriere, sondern auch der erste Titel für Wolfsburg seit der Meisterschaft unter Felix Magath 2009.

"Ich bin einfach mächtig stolz auf meine Mannschaft heute", brachte es Hecking, den die obligatorische Bier-Dusche erst auf der Pressekonferenz ereilte, auf den Punkt: "Sie ist vom ersten Tag an unwahrscheinlich kameradschaftlich miteinander umgegangen, sie haben einen unwahrscheinlichen Teamgeist entwickelt. Diesen Sieg widmen wir natürlich Junior Malanda."

Dortmund - Wolfsburg: Alle Infos zum Spiel

Werbung
Dunkest - The American Fantasy Basketball by SPOX.com
Werbung
Werbung
Werbung