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Zu viel Mittelmaß im deutschen Team

Von Stefan Rommel
Sonntag, 07.09.2014 | 22:54 Uhr
Christoph Kramer und Thomas Müller waren ausschlaggebend für den Sieg
© getty
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Die deutsche Nationalmannschaft ist erfolgreich in die Qualifikationsrunde zur Europameisterschaft 2016 in Frankreich gestartet. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw besiegte zum Auftakt in Grupp D Schottland nach hartem Kampf mit 2:1 (1:0).

Vor 60.209 Zuschauern in Dortmund erzielten Thomas Müller (18./70.) die Tore für den Weltmeister. Ikechi Anya hatte für die Gäste zwischenzeitlich ausgeglichen (66.).

Bundestrainer Joachim Löw überraschte mit seiner Startaufstellung, in der er mit Sebastian Rudy als rechten Verteidiger an Stelle von Kevin Großkreutz aufbot.

Neben dem Torschützen Müller machte im ersten Pflichtspiel der Saison auch Christoph Kramer einen guten Eindruck im DFB-Team. Allerdings gab es auch einige Schwachstellen. Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik:

Die deutsche Mannschaft in der Einzelkritik

Manuel Neuer: War in Abwesenheit von Bastian Schweinsteiger erneut Kapitän. Auf der Linie im Prinzip kaum mal ernsthaft geprüft, dafür außerhalb des Strafraums mit einigen wichtigen und gelungenen Ausflügen. Mit Glück bei Naismith' Versuch aus kurzer Distanz, als der Ball am Pfosten vorbeikullerte. Beim Gegentor ohne Chance. Note 3

Sebastian Rudy: Er war die große Überraschung - gerade auf der für ihn ungewohnten Position als rechter Verteidiger. Mit ein paar kleinen Problemen zu Beginn, als ihm zwei Flanken missglückten. Durfte sich als Anspielstation fast ausschließlich hoch im Mittelfeld positionieren und war gut im deutschen Aufbauspiel eingebunden. Gab den Assist zu Müllers 1:0. Nach dem Wechsel längst nicht mehr so auffällig, ließ Anya vor dessen Tor entwischen. Allerdings war Rudy dabei auch in der Vorwärtsbewegung unterwegs. In der Defensive war ihm ein paar Mal anzumerken, dass ihm die Position noch fremd ist. Insgesamt aber ein solides Debüt als rechter Verteidiger. Note 3

Benedikt Höwedes: Wichtiges Tackling beim ersten Torschuss der Gäste, als Höwedes den Ball noch entscheidend abfälschen konnte. Stand danach bis zur Pause, ein-, zweimal einen Tick zu hoch, sodass sich Naismith oder Anya davonschleichen konnten. Wie Boateng auch bei den Chancen der Gäste in der zweiten Halbzeit ein wenig zu inkonsequent, beim Gegentreffer entschloss er sich zu spät für den Schritt nach vorne. Gefährlich in der Luft bei eigenen Standards. Note 3,5

Jerome Boateng: Kehrte nach seiner Verletzung wieder zurück. War im Zweikampf und in der Luft in der ersten Halbzeit gewohnt sicher, aber hatte einige Probleme bei langen Bällen der Schotten in die Spitze. Da stimmte die Abstimmung mit Höwedes nicht immer. Ließ sich von Naismith zwei Minuten nach der Pause zu leicht im eigenen Strafraum ausspielen. Mit einigen wackeligen Abspielen. Note 4

Erik Durm: Stand nach dem missglückten Auftritt gegen Argentinien besonders im Fokus. Hatte defensiv nicht viel zu tun, weil die Schotten Durms Seite in ihrem Offensivspiel ziemlich vernachlässigten. Unmittelbar nach dem Wechsel dann erst mit einem starken Zuspiel auf Schürrle und nur wenige Sekunden später in der Defensive mit einem dicken Fehler, als er die Innenbahn aufmachte und so Naismith erst zu seiner großen Chance einlud. War später erneut unachtsam und hatte Glück, dass er für sein Foul nur Gelb sah. Ist noch nicht so wirklich angekommen in der Stammelf. Note 4

Christoph Kramer: Hatte ziemlich viele Freiheiten und nutzte diese auch. Übernahm ein wenig die Khedira-Rolle, war von Strafraum zu Strafraum aktiv und hatte so den größten Aktionsradius aller deutschen Spieler. Lief einige Löcher zu und ahnte oft einen Spielzug der Gäste früh voraus. Einziges Manko: Braucht in der Offensive zu lange für den Torabschluss. Note 2,5

Toni Kroos: War oft zwischen den beiden Innenverteidigern zu finden, um die Spielzüge früh einzufädeln. Er war noch derjenige, der am meisten auf seiner eigentlichen Position in der Zentrale verharrte und Ausflüge auf die Seiten vermied. Versuchte immer wieder den Diagonalball, der jedoch auch nicht immer ankam. Wurde im Passspiel immer ungenauer und hatte das deutsche Spiel nicht mehr so richtig im Griff. Note 3,5

Thomas Müller: Nach dem Kurzeinsatz im Testspiel nahm Müller die gewohnte Position auf dem rechten Flügel wieder ein. Vergab die dicke Chance nach acht Minuten, als er fünf Meter vor dem Tor per Kopf zu ungenau war. Eine Minute später klärte ein Schotte kurz vor der Linie. In der 18. Minute saß dann der dritte Kopfballversuch, mit dem Hinterkopf wie Uwe Seeler. Rückte gerne ins Zentrum ein, um Rudy Platz zu schaffen. Beim zweiten Tor dann wie Namensvetter Gerd per Abstauber. Pech bei seinem Pfostenschuss in der Nachspielzeit. So blieb es bei 24 Toren in 58 Länderspielen. Note 2

Marco Reus: Interpretierte seine Rolle in der Offensivzentrale etwas anders als zuletzt gegen Argentinien. Ließ sich immer mal wieder tief auf die Halbposition im Mittelfeld fallen und war so sowohl als Ballverteiler aktiv als auch derjenige, der den Mitspielern ein paar Meter Raum durch seine Läufe verschaffte. Mit drei starken Abschlüssen, die aber Marshall jeweils gut parierte. Neben Müller der gefährlichste deutsche Angreifer. Musste in der Nachspielzeit noch angeschlagen vom Platz. Note 3

Schock! Reus erneut verletzt

Andre Schürrle: Tauschte mit Götze einige Male die Rollen und war in der Mitte anspielbar. Vom linken Flügel aus zu ausrechenbar mit der immer selben Bewegung und dem Abschluss aus der zweiten Reihe. Ohne die nötige Präzision bei seiner dicken Chance (51.). Immer wieder bemüht, aber mit zu vielen einfachen technischen Fehlern und so ohne wirkliche Gefahr für das schottische Tor. Nach 84 Minuten ausgewechselt. Note 4

Mario Götze: Musste sich trotz aller Appelle im Vorfeld an alter Wirkungsstätte Pfiffe anhören. Götze rückte an Stelle von Gomez ins Team und hielt sich vornehmlich in vorderster Linie auf. Zog immer wieder den kurzen Sprint in die Tiefe oder diagonal an, bekam die Bälle aber nicht entsprechend hinter die Abwehrlinie serviert. Deshalb auf den ersten Blick unauffällig, bewegte sich aber ohne Ball trotzdem gut. In der zweiten Halbzeit baute er aber ein wenig ab und verlor auch den Ball, der den Schotten den Konter zum Ausgleich ermöglichte. Kurz vor dem Ende mit der Chance zur Entscheidung, als er knapp verfehlte. Seine beste (Einzel-)Aktion. Note 3,5

Lukas Podolski: Kam sechs Minuten vor dem Ende für Schürrle in die Partie und ersetzte den auf der linken Seite im Mittelfeld. Keine Bewertung

Matthias Ginter: Kam in den letzten Sekunden noch für den verletzten Reus ins Spiel. Keine Bewertung

Deutschland - Schottland: Daten zum Spiel

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